Die Griechen müssen Deutschland danken!
Es sei für die Griechen “nicht zu spät für ein Wort des Dankes und der Anerkennung für die Solidarität der Deutschen und aller Europäer” so der FDP-Generalsekretär Patrick Döring gegenüber der Bild amSonntag-Interview. Man muss Herrn Döring wohl danken, dass er den Griechen noch eine Chance bietet um ihre Dankbarkeit zu zeigen. Voraussetzung ist aber laut Döring, dass der Präsident den Griechen Mäßigung beibringt “anstatt die Konflikte anzuheizen”.
Der griechische Präsident hat sich nämlich, für Herrn Döring nicht nachvollziehbar, darüber aufgeregt, dass die deutsche Regierung der griechischen Regierung einen Sparkommisar schicken will, der dem Land beibringen soll wie man spart. Dies war aber nicht der einzige solidarische Vorschlagen, so war derWirtschaftswoche zu entnehmen, dass die schwarz-gelbe Regierung den Griechen auch Steuereintreiber schicken will. Da es sich in Deutschland nicht lohnt neue Steuerfahnder einzustellen oder die Steuerhinterziehung der Reichen zu untersuchen, kann man die Fahnder auch nach Griechenland schicken, so der Gedanke.
Es wird Zeit für Solidarität
Die Griechen zeigen sich im Angesicht der deutschen Hilfen derart undankbar, dass sie Merkel schon mit einer Diktatorin vergleichen, welche über ihr Protektorat herrscht. Dieser Gedanke der Griechen erscheint natürlich weltfremd, wenn man bedenkt, dass die Regierungen in Paris und Brüssel doch eigentlich nur Gutes im Sinne haben, zumindest für die Industrie in ihren Ländern. Es ist nicht verwunderlich, dass der FDP-Generalsekretär ausgerechnet die griechische Opposition angreift, welche sich tatsächlich erdreistet, die Vorschläge der deutschen Regierung zu kritisieren.
Wie kann es nur sein, dass die Griechen keine Politik des Sozialabbaus und des Neoliberalismus betreiben wollen, wo dieses Mittel doch weltweit für das sinnvollste zum Lösen von Krisen gehalten wird? Diese Frage wird Herr Döring wohl durch den Kopf gegangen sein, als er gegenüber der Bildzeitung über die deutschen Hilfen schwadronierte. Es ist mehr als enttäuschend, dass die deutsche Politik sich nicht eingesteht, welchen Schaden ihre Hilfspakete verursacht haben. Es ist vollkommen richtig, dass die Menschen in Griechenland Hilfe benötigen, aber keine Hilfe, die nur dazu dient den Sozialstaat abzuschafen.
Hilfe, die beiden Menschen ankommt, die verhindert, dass die Menschen im Winter ohne Heizung auskommen müssen, wäre sicher von den Griechen geschätzt. Eine Idee, wie man den Griechen helfen kann, hat unser Blogger Toby Leo Link entwickelt, wir können ihn alle bei seinem Plan unterstützen und ihm vor allem Medikamente schicken, die er dort den Menschen gibt. Denn nach den Kürzungspakten können sich etliche Menschen in Griechenland keine Medizin mehr leisten. Wir können zumindest ein wenig Gutes tun und zeigen, dass die Menschen in Deutschland hinter der griechischen Bevölkerung und ihrem Kampf gegen den Neoliberalismus stehen.



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