Rassistische Vorurteile müssen bekämpft werden – nicht nur bei Rechtsextremisten

Wir brauchen keine immer neuen Formen der Bekämpfung von sogenanntem “Linksextremismus”, wir müssen weiter gegen Rassismus, Antisemitismus und Islamophobie vorgehen. Dies fordert auch der Europrat von der Bundesregierung.

Deutschland müsse stärker gegen die Verbreitung rassistischer Vorurteile in den Medien vorzugehen. In den vergangenen Jahren habe die Zahl „rassistischer, fremdenfeindlicher oder antisemitischer Straftaten trotz der Anstrengungen der deutschen Behörden nicht abgenommen“, heißt es in einer Stellungnahme des „Beratenden Ausschusses für das Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten des Europarates“. Besonders rassistische Vorurteilte gegenüber Menschen aus dem Orient oder der Türkei sind immer wieder in den Medien zu finden.


Konzentration auf die extreme Rechte

Bisher ginge die Bundesregierung nur gegen die extreme Rechte vor, dies ist „keine angemessene Antwort auf die vielfältigen Dimensionen und Äußerungen von Rassismus“ so ein Sprecher. Die Maßnahmen müssten sich auch gegen die Rechtspopulisten richten, die behaupten zwar sich von den Rechtsextremisten abzugrenzen, wechseln dabei aber nur die Zielgruppe haben. Statt den Juden zu hassen wie es Rechtsextremisten tun, hassen die neuen Rechten einfach die Muslime, allerdings wird dabei die selbe Hetze und Form des Rassismus erkennbar – nur mit einem anderen Opfer.

Der Ausschuß forderte daher die deutschen Behörden auf, „gezielte Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung von Vorurteilen und rassistischer Sprache durch bestimmte Medien, im Internet und in Sportstadien zu ergreifen.“ Zudem müßten besonderer Gesetze beschlossen werden, nach denen eine rassistische Motivation bei Straftaten von der Justiz als erschwerender Umstand berücksichtigt werde.

BannerFans.com
Soziale Netzwerke



Creative Common