Präventive Sicherheitsverwahrung auch für Jugendstraftäter

Der Bundesgerichtshof bestätigte diese Woche ein Gesetz, nach dem Straftäter auch in präentive Sicherheitsverwahrung genommen werden können, wenn sie zur Tatzeit noch jugendlich waren. Gegen dieses Gesetz klagten die Anwälte von Daniel I. Die Anwälte beklagten, dass dieses Gesetz gegen die Menschenrechte verstoße, da Jugendliche dadurch ihr ganzes Leben in Haft verbringen könnten. Der BGH stimmte der Einschätzung nicht zu und ließ das Gesetz bestehen. Daniel I sitzt seit 1998 im Gefängnis, weil er eine Frau vergewaltigt und umgebracht hat. Zur Tatzeit war Daniel I. gerade 19 Jahre alt.

Das Gesetz bietet die Möglichkeit, Täter auf unbegrenzte Zeit eingesperrt zu lassen. Bei der präventiven Sicherheitsverwahrung kann die Haftzeit des Täters beliebig verlängert werden, wenn die Richter der Ansicht sind, der Täter könne seine Tat wiederholen. Dieses Gesetz darf allerdings nur für Täter angewandt werden, welche schwerste Verbrechen gegen Leben und/oder sexuelle Bestimmung begangen haben.
Kritisiert wird z.B., dass es durch dieses Gesetz den Tätern wesentlich schwerer gemacht werden könnte, ehrlich über ihre Gedanken zu sprechen. Auch könnte durch dieses Gesetz der Fokus nicht mehr auf der Reintegration der Täter, sondern auf einer präventiven, vielleicht unbegründeten, Angst vor neuen Straftaten liegen.

Der Artikel gefällt euch:

  • Anonymous

    durch dieses gesetz wird nur die reintegration in den hintergrund geschoben

  • Anonymous

    meiner meinung nach ist das richtig so, denn wer soetwas tut, sollte wissen, dass man mit konsequenzen rechnen muss…

    dieser "mann" hat eine familie zerstört und das leben anderer kaputt gemacht. ich finde, er gehört für immer hinter gitter!

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