Immer mehr Menschen arbeiten – In menschenunwürdigen Verhältnissen!

Symbol der Arbeitslosigkeit - Quelle:http://www.flickr.com/photos/moe/8322628/sizes/m/in/photostream/
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland geht immer weiter zurück, so berichtet die Bundesagentur für Arbeit und die Bundesregierung feiert natürlich ihre Politik. Das Wichtigste aber vergessen die Agentur und auch die Bundesregierung zu erwähnen, immer weniger Menschen arbeiten in “sicheren” Arbeitsverhältnissen.
Zwischen 2002 und 2010 ist die Zahl der Menschen, die eine Vollzeitbeschäftigung haben, um 465.000 zurück. Eine Zahl, die den aktuellen Erfolgsmeldungen widerspricht, denn sie zeigt, dass vielleicht 2 Millionen Menschen eine neue Arbeit gefunden haben, in der gleichen Zeit aber keine neuen Vollzeitstellen geschaffen wurden, sondern viele Arbeitsplätze nur für begrenzte Zeit geschaffen wurden.
Lug und Trug
Die Erfolgsmeldungen dienen einzig und allein der Beschönigung der aktuellen Situation, denn immer mehr Menschen in Deutschland leben in Armut und das trotz eines Arbeitsplatzes. Die Durchsetzung von Kurzarbeit und Zeitarbeit hat dazu geführt, dass eine einzige Stelle heute nicht mehr ausreicht um die Armut zu überwinden, sondern gradewegs in die Armut führt. Nur noch 66 Prozent aller Erwerbstätigen arbeiten in einem normalen “Arbeitsverhältnis”. Vor neun Jahren waren es noch 71 Prozent gewesen. Dafür stieg die Zahl der befristeten Jobs nach Regierungsangaben im gleichen Zeitraum um 43 Prozent an.
Immer mehr Arbeitsverträge sind nur noch für einen kurzfristigen Zeitraum gültig, die Förderung der Zeitarbeit, unter den Regierungen dieses Jahrtausends, hat zur Prekarisierung der Bevölkerung geführt. Das Schön-Reden der aktuellen Lage mag vielleicht glaubwürdig erscheinen, wenn man die Berichte nicht hinterfragt und die einem präsentierten Zahlen für die einzige Wahrheit hält, tatsächlich dienen diese aber nur zur Ablenkung von der aktuellen Situation.
Der Anstieg der befristeten Jobs hat dazu geführt, dass die Zahl der unbefristeten Arbeitsplätze gesunken ist. Deutschland ist nicht nur zu einem Niedriglohnland geworden, es ist auch zu einem Land geworden, in dem viele Menschen sich nicht mehr sicher sein können, ob sie im nächsten Monat noch über eine Arbeit verfügen. Von der aktuellen Situation profitieren einzig und allein die Zeitarbeitsfirmen, deren Gewinne Jahr für Jahr steigen.
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