Demo gegen Pro Köln war kein voller Erfolg!
Der gestrige “Marsch für die Freiheit”, den die rechtsextreme Kleinstpartei “Pro NRW” zusammen mit ihren geistigen Brüdern von der FPÖ, der Tea Party, sowie anderen rechten Parteien aus Europa , veranstaltete war für die Veranstalter definitv kein Erfolg. Aber auch der Protest von bürgerlichen Organisationen, Parteien, Gewerkschaften und Antifaschisten darf nicht als voller Erfolg gesehen werden.
Pro NRW hatte einen Marsch von Deutz durch die Kölner Innenstadt angekündigt, dass dies nicht funktionieren würde, war allen Beteiligten der Rechtsextremen wohl schon vorher bewusst. Die Unterstützung anderer rechter Parteien durfte allerdings als Erfolg der Strategie gewertet werden. Besonders die belgische Rechte von “Vlaams Belang” schickte etliche (ca 80) ihrer Anhänger nach Köln um den Kampf gegen Integration und Religionsfreiheit zu unterstützen.
Opladen blockiert
Der größte Erfolg der Gegendemonstranten dürfte die Blockade des Bahnhofes in Leverkusen-Opladen gewesen sein, über den die Rechten nach Köln gelangen wollten. Dies gelang ihnen allerdings nicht, da Linke und Antifaschisten eine Sitzblockade auf den Gleisen errichtet hatten, die es unmöglich machte, mit dem Zug vom Bahnhof wegzukommen. Durch die Blockade der Gleise waren die Rechtsextremen gezwungen Buse zurufen um ihren Weg nach Köln fortzusetzen. Die Blockade hat die Ankunft, der wohl größten Gruppe der Rechten, in Köln um mehr als 100 Minuten verzögert und gezeigt, dass schon der mutige Einsatz einiger Weniger vieles bewirken kann.
Köln nicht gänzlich erfolgreich
Während die Blockade in Opladen den Aufmarsch der Islamhasser und Rechtspopulisten deutlich verzögern konnte, gelang es den Gegendemonstranten in Köln leider nicht die zusätzliche Zeit zu nutzen. So konnten die Rechtsextremen im Gegensatz zu 2008 und 2009 zumindest einige hundert Meter weit marschieren und so ihre Kundgebung am Heumarkt durchführen. Das es gelang, den weiteren Weg am Heumarkt zu blockieren, war von den Verantwortlichen der Gegenkundgebung schon erwartet worden, eine Blockade der Deutzer Brücker, hätte allerdings ein vollkommenes Scheitern der Kundgebung bedeutet und somit eine Blamage für Pro NRW! Die Blockaden, die hinter dem Heumarkt errichtet wurden, verhindert jeden weiteren Schritt der Rechten, allerdings waren auch diese lange nicht so groß, wie es von den Bündnissen erhofft worden war.
Konnten in den vergangenen Jahren noch mehrere 10.000 Bürger mobilisiert werden, waren es dieses Jahr einige Tausend.
Es scheint als hätten sich einige Kölner Bürgerinnen und Bürger die Mühe gesparrt, wegen einer solch kleinen Gruppe Rechter früher aufzustehen. Es bleibt nur zu hoffen, dass es für den Fall einer nächsten Demo der Rechten eine bessere Verständigung zwischen Antifaschisten, Gewerkschaften, Parteien, religiösen Institutionen und Organisationen gibt, damit der Marsch der Rechten gar nicht erst starten kann!
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Tilo19
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peax
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