Cannabis-Verbot in den Niederlanden

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Seit Mai 2012 dürfen in den südlichen Provinzen der Niederlande Coffe-Shop Besitzer keine Marihuana-Produkte mehr an Ausländer verkaufen. Ab dem kommenden Jahr soll das Gesetz landesweit gelten. Doch diese neue Regelung trifft nicht überall auf Zustimmung.

Es gibt etwa 650 sogenannte Coffee-Shops in den Niederlanden, denen es erlaubt ist, Cannabisprodukte an ihre Gäste zu verkaufen. Dort ist Alkohol zwar verboten, doch des Menschen Lieblingspflanze durchaus gerne gesehen und verkauft. Bis zu fünf Gramm dürfen an Kunden auf einmal verkauft werden, wer sich nicht mit dem Drehen der Haschisch- oder Graszigaretten abmühen möchte, bekommt dort auch bereits fertig gedrehte Joints.

Seit 1967 gibt es Coffeeshops. Als die Duldungsregel das Opiumgesetz ersetzte, wurde das Rauchen von Marihuana den Niederländern zu einer liberalen Selbstbestätigung, weshalb auch heute de facto das Rauchen von Cannabisprodukten toleriert wird. Diese Einstellung zu den weichen Drogen zog natürlich auch entsprechende Besucher der umliegenden Länder an: deutsche, französische und amerikanische Touristen müssen jetzt allerdings mit Änderungen rechnen. In den Provinzen Zeeland, Noord-Brabant und Limburg ist der Verkauf von Cannabis und Cannabis-Derivaten mittlerweile nicht mehr an Ausländer gestattet. Das Verbot soll vor allem durchgesetzt werden, um den Drogentourismus einzuschränken. Denn die Duldung der Droge sorgt alleine nicht dafür, dass die Kriminalität ein Ende findet. Ausländische Drogenkartelle können in den Niederlanden nämlich sowohl einen funktionierenden Absatzmarkt als auch einen dankbaren Umschlagplatz finden.

Jedoch wird in der Politik sowie in den Medien darüber gestritten, ob das die richtigen Möglichkeiten sind, die Kriminalität zu bekämpfen. Man befürchtet, dass der Drogenhandel wieder auf der Straße statt finden wird. Zudem leiden die Coffeshop-Besitzer auch unter dem wirtschaftlichen Einbruch, den sie durch das Ausbleiben der Touristen befürchten müssen. Beispielhaft war das Pilz-Verbot aus dem letzten Jahre. Als die Regierung den Kauf von halluzinogenen Pilzen verbot, pflanzten viele Konsumenten ihre eigenen Funghi, zum Beispiel mit Zauberpilze Growkits. So wird es mit höchster Wahrscheinlichkeit auch bei diesem Gesetz aussehen. Immerhin ist es nicht schwer, an Hanfsamen zu kommen und diese dann für sich selbst zu verwerten.

Nach der neuen Regelung sollen die Coffeeshops im kommenden Jahr von Cannabis-Clubs ersetzt werden, die eine Mitgliedschaft der Konsumenten fordern. Für die Herausgabe von Cannabis-Produkten wird dann das Vorzeigen eines sogenannten Cannabis-Ausweises verlangt. Diesen Ausweis bekommen nur Volljährige mit festem Wohnsitz in den Niederlanden.

Wie schwerwiegend die Wirtschaft und auch die niederländische Staatskasse von dieser Regelung betroffen wird, wird sich langfristig erst nach 2013 aussagen lassen. Bis dahin wird es noch einige Proteste geben, um diesen Prozess im Rest des Landes herauszuzögern, und sicher werde man andere Optionen finden, wie z.B ihre eigene Hanfsamen pflanzten.

  • helmut

    adieu coffeeshops.. :(

  • ganja master

    egal alle werden kiffen und fertig ! fuck law

  • Rasta

    So lang es Kiffer gibt gibs Ticker scheiß auf die Politik Legal oder Illegal scheiß egal! Scheiß auf dich Mutterstaat!

  • Pingback: Olympionike Delpopolo wegen Cannabiskonsum disqualifiziert | Die Freiheitsliebe

  • ludi

    es ist ja nicht so, dass die niederlande das einzige land sind, in dem weiche drogen erhältlich sind. in anderen staaten ist jegliches rauschgift bis zu einer bestimmten menge legal (z.B. portugal, tschechien). dadurch steigt nur die kriminalität und die niederlande werden einen finanziellen einsturz erleben, das dies die ‘hauptattraktion’ für touristen war… nein aber verluste wird es wohl schon bemerbar geben…

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