Black like me – Ehrung von John Howard Griffin
Ehrung von John Howard Griffin
John Howard Griffin, geboren am 16. Juni 1920 und gestorben am 9. September 1980, war ein US-amerikanischer Autor. Sein berühmtestes Werk ist noch heute “Black like me”, welches 1961 veröffentlicht wurde und sich mit dem Thema der Rassendiskriminierung beschäftigte.
Biographie
J. H. Griffin wurde als zweites von vier Kindern in Dallas geboren. Nach seinem High School Abschluss verließ er die USa, um in Frankreich Französisch und Literatur, sowie Medizin und Musik zu studieren.
Im zweiten Weltkrieg diente er 39 Monate im Army Air Corps im Südpazifik, wurde bei diesem Einsatz verletzt und später für seine Tapferkeit ausgezeichnet. Nach einer vorübergehenden Erblindung arbeitete er ab 1957 als Journalist.
Black like me – Die Vorbereitung
Während seiner Blindheit lernte eines: Wenn man blind ist, macht die Hautfarbe eines Menschen keinen Unterschied mehr. Nach seinen Recherchen zum Thema Rassentrennung stieß er auf die erhöhte Selbstmordrate von Schwarzen. Dies begründete er so:
“Dies bedeutete nicht, dass sie sich bewusst gegen das Leben entschieden, sondern dass sie einen Punkt erreichten, an dem es ihnen einfach egal war, ob sie lebten oder starben.”
Auf dieser These begründete er sein “Experiment”. Er wollte erfahren, wie sich Rassenhass anfühlt. Mit Medikamenten, Höhensonne und abrasierten Haaren verwandelte er sich selber in einen Schwarzen.
Black like me
Auf seiner Reise nach Mississippi, der Hochburg des Hasses, spürte er den Hass das erste Mal an einem Ticketschalter, als ihn ein Blick traf, den er später als “übertrieben hasserfüllt” beschrieb.
“Er war so übertrieben hasserfüllt, dass es mich amüsiert hätte, wenn ich nicht so überrascht gewesen wäre. Ich begriff, dass ich nichts falsch gemacht hatte – einzig und allein meine Hautfarbe beleidigte sie.”
Nach weiteren Erfahrungen während seiner Reise durch das Land und dem ihm dabei entgegen schlagenden Hass, verließ ihn irgendwann der Mut. In einer Nacht und Nebel Aktion ließ er sich von Freunden helfen und versteckte sich bei diesen, immer darauf achtend, dass die Nachbarn davon nichts bemerkten.
Seine Erfahrungen und Erlebnisse veröffentliche er später ungeschminkt in einer Reihe von Artikeln in einer afroamerikanischen Zeitung namens “Sepia” und später in seinem Buch “Black like me”.
Nach “Black like me”
Er gab Interviews, bekam tausende Briefe und viele dankten ihn für sein “Experiment.” Allein der schwarze Teil der Bevölkerung blieb unbeeindruckt von seinem Experiment. Malcom X kommentierte es:”Wenn es für ihn eine beängstigende Vorstellung war, für 66 Tage so zu tun, als wäre er schwarz. Sollte er mal darüber nachdenken, was echte Schwarze über 400 Jahre in Amerika durchmachen mussten.”
Und genau dies erlebte Griffin in den folgenden Monaten. Seine Familie wurde systematisch ausgegrenzt und von den Nachbarn gemieden. Man terrorisierte ihn, bezeichnete ihn als “Verräter an der weißen Rasse” und trieb ihn schließlich dazu mit seiner Familie nach Mexiko zu fliehen, nachdem vor seinem Haus ein Kreuz brannte und eine Puppe mit seinem Namen gelyncht wurde.
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