Arbeiten ohne Lohn – Geld sparen mit dem Praktikum
40% aller Studierenden erhalten nach ihrem Studienabschluss keinen Job, sondern müssen sich erstmal mit Praktikas über Wasser halten. Bei einem Praktikum soll dem Praktikanten das Berufsleben näher gebracht werden und er oder sie soll die Möglichkeit erhalten seine, während des Studiums erworbenen, Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, so zumindest die Theorie.
Die Praxis ist anders, denn immer mehr Absolventen der Universitäten erhalten längere Praktikas ohne irgendeinen finanziellen Ausgleich. So muss jeder vierte langzeit Praktikant ohne einen finanziellen Ausgleich durch Unternehmen den eigenen Lebensunterhalt bestreiten.
Geld für Arbeit
Praktikanten, die länger als vier Wochen in einem Unternehmen arbeiten, haben den durchs Gesetz festgeschrieben Anspruch eine finanzielle Aufwandsentschädigung zu erhalten, die in etwa dem Wert ihrer Arbeit entspricht. Die meisten Unternehmen in Deutschland verschweigen dieses Gesetz ihren Praktikanten und diese müssen entweder komplett ohne Lohn oder mit einem niedrigen Taschengeld über die Runden kommen.
Diese Praxis hat dazu geführt, dass die meisten jungen Menschen der Idee des Praktikums kritisch gegenüber stehen, da diese meist nur den Unternehmen nutzen, die weniger Menschen einstellen müssen, da sie ihre Praktikanten, die gleiche Arbeit machen lassen, ohne dies dafür angemessen zu entlohnen. Jeder Mensch in Deutschland hat das Recht für seine Arbeit entlohnt zu werden, dies gilt auch für junge Menschen.
Da es in diesem System aber so üblich ist, dass die Unternehmen vorgeben, welche Eigenschaften man vorzubringen hat und das ein Praktikum wichtig ist, haben diese auch die Macht die Regeln nahezu ohne Kontrolle zu bestimmen. Die Politik muss nicht nur Gesetze erwirken, die es den Praktikanten zusichern, dass diese finanziell entlohnt werden, sie muss auch dafür sorgen, dass die Unternehmen bestraft werden, wenn diese sich nicht an die Gesetze halten.
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