Illegale Einwanderer in Athen chancenlos!

10. April 2012 | Gesellschaft | 8 Kommentare

Griechenland steht seit Jahren in der Kritik, weil es seine EU-Außengrenzen nicht wirksam sichert. Vorallendingen die westlichen europäischen Länder kritisierene die griechsiche Regierung für schlechten Kontrollen an den Grenzen. Langfristig sehen die westlichen Länder die meist aus Afrika stammenden Einwanderer in ihren Ländern und versuchen nun mit aller politischen Kraft stärkere Kontrollen an den griechischen Grenzen durchzusetzen.

Griechenland vor Ausschluss aus Schengenzone?

Immer häufiger werden in anderen EU-Staaten illegale Migranten gezählt, die in Griechenland über die Grenze gekommen sind. Aufgrund dieser Vorkommnisse ist ein Ausschluss Griechenlands aus der Schengen-Zone schon Mitte 2012 möglich, warnt Minister Chrysochoidis. Auch die menschenunwürdigen Zustände in den wenigen Auffanglagern sorgen in Europa immer wieder für Empörung. Die Behandlung von Asylbewerbern genügt in Griechenland ebenfalls nicht den EU-Standards.

Einwanderer aus Afghanistan & Pakistan

In den letzten Jahren – so schätzt man – sind Hunderttausende illegale Einwanderer über die Ägäis und die türkische Grenze nach Griechenland gekommen. Allein im letzten Jahr waren es 90.000 Menschen. Die Menschen sehen in ihren Heimatsländern Afghanistan und Pakistan keine Zukunft mehr, riskieren lieber ihr Leben, fliehen vor der Armut im eigenen Land.

Auf elf griechsiche Einwohner kommt ein illegaler Einwanderer. Man schätzt nämlich, dass sich momentan eine Million illegale Einwanderer in Griechenland befinden – bei elf Millionen Einwohnern.

Lager bieten Platz für 30.000 illegale Einwanderer

Ganze 250 Millionen Euro erhält die griechische Regierung für die Errichtung von 30 Auffanglagern. Die Finanzierung soll während den zwei nächsten Jahren von Statten gehn. Pro Lager sollen rund 1.000 illegale Einwanderer Platz finden, bis sie endgültig zu ihrem Heimatsland ausgewiesen werden. sollen Die Auffanglager sollen neben Schlaf-, Speise- und Aufenthaltsräumen auch über einen Gebetsraum und Sporteinrichtungen verfügen. Die Lager werden dreifach umzäunt und jeweils von 150 Polizisten bewacht.

Kritik aus Kommunen

Im Norden Griechenlands, beispielsweise in Kozani haben sich einige Bürger zusammengetan, um gemeinsam eine verlassene Armeekaserne zu besetzen, die als Flüchtlingslager genutzt werden soll.

Der berechtigten Kritik der besetzenden Bürger wird von Minister Chrysochoidis mit schwachen Argumenten gekontert. Jedes Lager bedeute Hunderte neue Arbeitsplätze. Allerdings sind die neuen Arbeitspläze weder für alle Bürger zugänglich, noch kann die Arbeit frei von Gewissensbissen getätigt werden.

Leergefegte Athener Innenstadt

Ein Athener Bürger zeigt sich verwundert: So waren doch vor wenigen Tagen die Straßen noch voll von Verkäufern und farbigen Menschen in den Straßen- und U-Bahnen. Offenbar haben die illegalen Einwanderer von dem Druck der EU Wind bekommen. Früher wurde den Armutsflüchtlingen lediglich mit der Abschiebung gedrohnt. Nun scheinen die Griechen Ernst zu machen. Es wird vermutet, dass sich einfach viele illegal ins Land gereiste Menschen aus Angst vor der Polizei nicht mehr aus dem Haus trauen.

Zweischneidige Angelegenheit

Es ist nichts verwundernswertes, dass in Krisenzeit der Hass gegenüber immigrierten Menschen steigt. Die Verursacher der Krise sind schnell gefunden und zeigt ersteinmal jemand mit dem Finger auf den bösen Ausländer, so sind es bald die Scharen, die dann sogar auch den angepassten, griechisch-akzentfrei sprechenden Ausländern mit Hass begegnen.

Einerseits stammen wir Menschen alle vom selben Geschöpf ab, daher gibt es kein Argument, das den Reichtum des Westens und die Armut Afrikas rechtfertigen könnte. Allerdings kann man das Verhalten einiger Griechen insofern nachvollziehen, dass sie nun gerne Minijobs annehmen würden, anstatt weiter Daheim in Armut zu versinken. Dies soll aber nicht das Verständnis des Antisemitismus stützen, sondern lediglich deutlich machen, dass wir noch weit von einer antirassistischen Gesellschaft entfernt sind.

Über den Autor

Seit März 2011 ein Freiheitsliebender. Film, Drogenpolitik & Umwelt - das sind seine Themen.

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8 Kommentare

  • 1
    Kai Elves sagt:

    So wahr! Ich bin tief betroffen und ein Stück weit traurig!!

    Darum eine KONKRETE Initiative:

    Jedes Mitglied einer dezidiert linken Partei, Organisation (auch Hooligan-Organisationen wie “die Antifa”), BI oder subventionierten “Projektes” sowie sämtliche noch besetzten Liegenschaften stellen vollumfängliche Privatbürgschaften für die armen Unterdrückten, je Person ein Unterdrückter.

    Die armen Unterdrückten sind in der eigenen Wohnung oder extra dafür angemieteten ADEQUATEN Wohnungen unterzubringen. Linke Personen im Staatsdienst mit Besoldungsstufe höher A12 nehmen 2 Unterdrückte pro Person auf.

    Schon unsere “Gechichte” zwingt dazu! Entsprechende besondere Nachsicht und Langmut sind eine Selbstverständlichkeit, die diversen Traumata und kulturellen Besonderheiten sind dabei zu berücksichtigen und zu respektieren.

    • 1.1
      Thanthalas sagt:

       Es wird aber mit Sicherheit niemand jemanden aufnehmen. Manist einfach nur weiterhin traurig und beläßt es dabei. Schließlich will keiner die Arbeit/Verantwortung haben scheint mir.

  • 2
    Hubsi M sagt:

    Ich muß mich auch fremdschähmen. Warum will Europa auf so hoch qualifizierte Fachkräfte aus Pakistan oder Nordafrika verzichten?

    • 2.1
      Freiheitsliebender sagt:

      Menschen sollten immer Asyl erhalten, wenn sie fliegen, ihre Qualifikation ist irrelevant!

    • 2.2
      Freiheitsliebender sagt:

       Die Qualifikation ist vollkommen irrelevant, jeder Mensch hat das  Recht auf Asyl, wenn er oder sie vor Gewalt flieht

  • 3
    Dfh sagt:

     Was hat das Thema mit Antisemitismuszu tun? Wenn man sich nicht traut über ein Thema entschuldigungsfrei zu berichten, sollte man es besser lassen.

  • 4
    Ouy Phatum sagt:

    Schöne Einkaufstasche, nur leider mit unvollständigen Aufdruck. Es muß heißen: “kein mensch ist in seinem heimatland illegal” 

  • 5