Nachhaltigkeit schafft Arbeitsplätze!

Die Studierendenorganisation SIFE der Universität Mannheim und der gemeinnützige GmbH BIOTOPIA Arbeitsförderungsbetrieb haben sich gleich drei Ziele gesetzt: CO²-Einsparungen, Arbeitsplätze schaffen und die Unterstützung der lokalen Landwirtschaft.

Das RegioVeloAngefangen hat alles vor zwei Jahren, als die Idee aufkam, Gemüse und Obst aus der Umgebung mit dem Fahrrad an die städtischen Haushalte auszufahren. Das schafft Arbeitsplätze, mindert den CO²-Ausstoß und schafft den gesellschaftlichen Anreiz, mehr auf ihre Umwelt zu achten. Mit dem Projekt wurden also gleich drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Viele Mitglieder von SIFE Mannheim waren von der ersten Sekunde an vom Sinn des Projekts überzeugt und machten sich rasch an die Organisation. Mit dem Arbeitsförderungsbetrieb GmbH BIOTOPIA wurde ein wichtiger Kooperationspartner gefunden, der nicht nur beispielsweise die Kosten für die Fahrradanhänger übernahm, sondern es wurde auch ein Partner gefunden, der vorallendingen auch das Projekt “RegiVelo” weiterführt , wenn die Initiatoren die Universität verlassen haben. Von langer Hand geplante Projekte, die nach ein paar Jahren auslaufen, sind nicht im Interesse von SIFE Mannheim.

guter Start, Sommerloch und Anstieg

http://cdn.vital.de/bilder/popup_big/sites/default/files/storybilder/gemuese-kiste.jpgIm April 2011, nach einjähriger Planung, folgte dann die Umsetzung: Die erste Auslieferung ging von Statten. Während in der ersten Woche noch 30 Gemüsekisten ausgeliefert wurden, brach im Sommer die erste Welle der Ernüchterung ein: Das gefürchtete Sommerloch führte zu einem starken Einbruch der Bestellungen. “Als jedoch im September viele Bürger Mannheims aus ihren Urlauben zurückkehrten, wurden allmählich wieder mehr Bestellung aufgegeben”, erzählt mir Daniel Zheng, der das Projekt RegiVelo kräftig unterstützt.

kleine Kisten, große Kisten

Dem gemüsefreundlichen Mannheimer liegen sogar zwei Alternativen zu Grunde: Er kann er die kleine Gemüsekiste für 11,35€ (spart 1,3 kg CO²)oder aber die große Kiste für 15,40€(spart 2,2 kg CO²)  bestellen. Was sich in der Kiste befinden wird, kann man vorher auf der Homepgae von RegioVelo erfahren. Bestellungen leicht gemacht: Wer sich nicht für eine Abo entscheiden möchte oder nur ab und zu die Kiste bestellen möchte, kann flexibel via Internetbestellungen die Gemüsekiste bestellen und abbestellen. Bis einschließlich Freitag kann die Gemüsekiste für die nächste Woche bestellt werden.

Saisonaes Gemüse statt Gewächshaus

Ein weiterer schöner Nebeneffekt ist der Vertrieb des saisonalen Gemüses: Zum Beispiel jetzt, wo der Spargel aus der Erde sprießt, ergibt es wenig Sinn, Zucchini aus Spanien zu importieren. Hier wird nicht nur der Transportweg eingespart, wichtig ist auch der Verzehr von regionalem Gemüse und Obst – denn der ist gesund.

RegioVelo bald auch in anderen Städten?

http://veganefreude.files.wordpress.com/2011/07/regiovelo2.jpgOb es RegioVelo bald auch in anderen Städten geben wird, hängt stark von der Initiative derer ab, die das Projekt für ihre Stadt übernehmen wollen. Momentan gibt es zum Beispiel eine Anfrage aus einer Behindertenwerkstatt aus Karlsruhe. Die Idee, gesellschaftlich ausgeschlossene Menschen mit diesen Projekt wieder zu integrieren, ist eine ganz besondere Art der Arbeitsplatzbeschaffung und so können die SIFE-Mitglieder mächtig stolz auf ihre Arbeit sein, auch wenn sie ersteinmal nicht an Expansion denken wollen und den Fokus auf Mannheim legen.

Wettbewerb unterstützen

Wer von dem Projekt “RegioVelo” begeistert ist, der kann seiner Stimme Ausdruck verleihen, indem er beim noch bis zum 30. April beim laufenden Nachhaltigkeits-Wettbewerb von Pritt abstimmt. Einfach hier auf den Link klicken und für RegioVelo voten!

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