Linke und Ron Paul – Ein Pakt mit dem Teufel

Wer ist Ron Paul? - Bildquelle:http://www.flickr.com/photos/mellertime/1778263920/sizes/m/in/photostream/

Viele verschiedene linke Blogs in den USA und auch in Europa fordern ihre Leser zur Unterstützung von Ron Paul auf, da dieser sich gegen jede Form von Krieg und Gewalt ausspricht und einen Rückzug aller amerikanischen Truppen fordert. Seime pazifistischen Ideale und seine Ablehnung von Krieg haben zu Beginn der Berichterstattung auch uns begeistert, dies hat sich nun geändert.

Den Irakkrieg und die Besetzung Afghanistans abzulehnen ist ein starkes Zeichen für einen amerikanischen Politiker, wenige haben es sich getraut, Ron Paul war einer dieser Wenigen. Seine Ablehnung der Bombardierung Libyens und seine Forderung im Nahostkonflikt eine vermittelnde Rolle einzunehmen, haben ebenfalls zu seiner Stärkung auf der Linken geführt.

Wirtschaft ohne Kontrolle

Während seine friedenspolitischen Postionen von jedem Linken unterstützt werden müssten, darf dies für seine wirtschaftspolitischen Ideale nicht gelten. Während andere Republikaner zumindest die Mindestlöhne erhalten wollen, spricht sich Ron Paul für einen ungebändigten Kapitalismus aus, er fordert Mindestlöhne teilweise abzuschaffen und die Steuern für Unternehmen zu senken. Diese Forderungen mögen für den rechten Flügel der Republikaner nachvollziehbar sein, da diese der Lösung folgen  “Geht es den Unternehmen gut, dann geht es den Menschen gut”.

Seine Forderung nach der Abschaffung der Einkommenssteuer mag fordergründig erstmal alle  Menschen in den USA stärken. Da die Großverdiener aber deutlich höhere Steuern zahlen, würde es diese deutlich stärker entlasen, während die Ärmsten, die fast keine Steuern bezahlen nur ein bisschen profitieren würden. Diesen Einkommensausfall will Ron Paul, falls benötigt, mit einer höheren Mehrwertssteuer ausgleichen, eine Idee, die die Armen deutlich stärker belasten würde, da diese einen höheren Anteil ihres Einkommens für Konsum ausgeben.

Seine sozialpolitischen Ideale sind ebenso Neoliberal, wie es die wirtschaftspolitischen sind, so fordert er das schwache Gesundheitssystem in den USA komplett abzubauen und jedem die eigene Verantwortung zu übergeben.

Ron Paul ist in allen politischen Bereichen äußert liberal aufgestellt, so sind seine Wirtschafts- und Sozialpolitik unglaublich neoliberal, während er als einziger Republikaner die gleichgeschlechtliche Ehe befürwortet.

Unter allen republikanischen Kandidaten fällt es am schwersten sich zu Ron Paul eine Meinung zu bilden, ihn zu unterstützen ist aber auf Grund seiner wirtschaftlichen Ideale unmöglich. So mag man einigen Vorstellungen, die er verfolgt, zustimmen, sein gesamtes Programm kann man aber als fortschrittliche Person nur ablehnen.

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  • It

    Freiheitsliebe, dass ich nicht lache… Solch unsachlichen
    und Falschinterpretierte Aussagen, sollten auf Net News Express gesperrt
    werden.. Packt mit dem Teufel.. Scheinbar von tuten und blasen keine Ahnung..
    Bilderberger Schreiberlinge…;-))

    • http://www.facebook.com/profile.php?id=100000469268313 Lahma Cun

      natürlich: alles bilderberger. alles, was nicht ins zusammengebastelte weltbild passt: bilderberger. 

  • Staub

    Wenn man diesen Artikel hier liest könnte man das Kot… bekommen. Totaler Schwachsinn kann man da nur sagen. Das heisst also, ab in die Tonne.

  • Anonymous

    “Unter allen republikanischen Kandidaten fällt es am schwersten sich zu Ron Paul eine Meinung zu bilden, ihn zu unterstützen ist aber auf Grund seiner wirtschaftlichen Ideale unmöglich.”
    Das sehe ich ganz anders. Ich finde, die Ablehnung von Krieg, aggressiver Außenpolitik und die Senkung der Rüstungsausgaben ist so wichtig, dass das per se alle unangenehmen Punkte gegenüber allen Kandidaten, kriegstreiberische Demokraten wie Obama genauso wie alle Republikaner, mehr als aufwiegt, die keine Friedens- und Abrüstungspolitik machen werden.

    Innenpolitisch sind die Positionen von Ron Paul meiner Meinung nach auch nicht so einseitig abzulehnen wie hier dargestellt. Der Kern der innenpolitischen Vorstellungen von Ron Paul besteht aus einem stark ausgeprägten Föderalismus.

    Da hat Ron Paul zum Beispiel mit seiner Forderung nach Beendigung des sogenannten Krieges gegen die Drogen praktisch ein Alleinstellungsmerkmal. Bisher ist es so, dass Bundesgesetze es den Bundesstaaten verbieten, liberalere Drogengesetze einzuführen. Diese Bundesgesetze möchte Ron Paul abschaffen, und die Bundesstaaten die Drogenproblematik regeln lassen, wie sie das für richtig halten.

    Auch bei der Steuerpolitik ist es nicht so, dass Ron Paul Einkommenssteuern verbieten will. Er will “bloß” die Einkommenssteuern des Bundes nebst der zugehörigen Behörde abschaffen. Das selbe gilt für andere Bundesbehörden wie die Bundesbehörden für Gesundheit und Umweltschutz. Selbstverständlich können dann Bundesstaaten, die das für richtig halten, auf der Ebene des Bundesstaates wieder Einkommenssteuern einführen, zum Beispiel um damit Sozialprogramme oder Gesundheitspolitik zu finanzieren. Natürlich können Bundesstaaten stattdessen auch Umsatzsteuern einführen, bzw. die, die sie schon haben, können sie erhöhen. Für die Abschaffung der derzeitigen Einkommensteuern sprechen in den USA übrigens auch sozialpolitische Gründe: während Arme in den USA regelmäßig Einkommenssteuer zahlen, zahlen Reiche in den USA aufgrund zahlreicher Steuersparmodelle in der Regel gar keine Einkommensteuer. Eine Umsatzsteuer würde Großverdiener wenigstens in etwa proportional – bei einer Luxussteuer sogar überproportional – an der Staatsfinanzierung beteiligen.

    Daneben können Progressive sich sicherlich auch mit dem Einsatz von Ron Paul gegen den Überwachungsstaat anfreunden. Und was den Einsatz für eine Revision der privaten US-Zentralbank FED angehet, hat Ron Paul inzwischen sogar im Kongress tatsächlich Unterstützung von Demokraten bekommen. Auch damit, dass Ron Paul für Lobbyismus und Gefälligkeitspolitik wenig anfällig scheint, können sich Progressive sicher genauso anfreunden wie damit, keine Bailouts mehr an Banken zu verteilen. Ach ja, was die Notwendigkeit zur Bankenregulierung angeht, da ist Ron Paul gar nicht so wirtschftsliberal: da befürwortet er eher strengere Regeln wie die abgeschaffte Trennung von Spar- und Investmentbanken.

    Trotzdem gibt es in der Politik von Ron Paul sicherlich einiges, dem Progressive bestimmt nicht zustimmen könnten, so zum Beispiel seinen Vorstellungen vom Waffenrecht, und Progressive können dann in der Abwägung auch zum Ergebnis kommen, dass sie lieber eine andere Kandidatin unterstützen wie zum Beispiel Peta Lindsay. Man kann aber als Progressiver auch zu dem Ergebnis kommen, dass es in Summe richtig ist, Ron Paul zu unterstützen.

    Ich zum Beispiel, ich sehe das als Progresiver und Linker so, dass ich das in Summe für richtig halte, Ron Paul zu unterstützen, auch wenn mir Dennis Kucinich gedanklich nähersteht – nur der tritt 2012 eben nicht an.

    Zusätzlich kann es auch eine strategische Überlegung geben: wenn die republikanische Partei durch Ron Paul einen Friedensflügel bekommt, kann das möglicherweise zukünftig auch Freiräume für demokratische Kandidaten schaffen, die eigentlich wollen würden, sich bisher aber nicht trauen, Friedenspositionen zu beziehen, weil sie befürchten, dann von republikanischen Falken abgeschossen werden. Im Ergebnis könnte durch Ron Paul das gesamte politische Spektrum der USA ein Stück weit weg von den schlimmsten Kriegstreibern rücken. Sollte es dazu kommen, dann fände ich das ausgesprochen begrüßenswert.

  • Tru

    Die erstaunlichen Vorhersagen von Ron Paul (Must See!)

    By Larry | Januar 8, 2012

    Es gab schon einige gute Rückblenden auf eingetroffene Vorhersagen
    von Dr. Paul, aber keine wurde meines Erachtens bisher so klar herüber
    gebracht wie in dem nachfolgenden Video.

    Basis ist eine Rede des Abgeordneten Dr. Paul vor dem
    US-Repräsentantenhaus vom 24. April 2002, also noch vor Beginn des
    Irakfeldzuges!

    Das Video ist so aufgebaut, dass neben der ablaufenden Rede von Ron
    Paul Nachrichtenauszüge aus der Gegenwart eingeblendet werden, die das
    Eintreffen seiner Vorhersagen eins zu eins untermauern.

    Lehnen Sie sich zurück und schauen Sie sich an, was Dr. Paul bereits im Jahr 2002 über

    - die kommende Währungskrise
    - steigende Öl- und Goldpreise
    - Anstieg der Staatsausgaben
    - die Revolutionen in der arabischen Welt(!)

    und vieles mehr vorhersagte. Als Zeitraum nennt er am Schluss seine Rede eine Spanne von 5 bis 10 Jahren, also 2007 bis 2012…………… usw… :-) )))

    http://ronpaulblog.de/blog/2012/01/08/die-erstaunlichen-vorhersagen-von-ron-paul-must-see/

  • ZurWurzel

    FIAT MONEY: zinsbasiertes Schuldgeld. Das ist das Vehikel des als Kapitalismus getarnten Faschismus.
    Und genau das will Ron Paul auf den Muellhaufen der Geschichte verfrachten,
    und zwar durch Zerbrechen des Bankenkartells in Form der FED und ihrer Tentakel.
    Ist das nicht der Wunschtraum eins jeden ‘Linken’? Entmachtung der Banken?
    Die meisten ‘Linken’ scheinen zu sehr nach Pawlow (Glocke->Sabbern) konditioniert, um das mit dem Geld  verstehen zu koennen.
    Geld: Uebertragbares Leistungsversprechen.
    Faschismus: Brechen des Leistungsversprechens durch exponentielle Geldmengenvermehrung (Zins).
    Fast Alle werden in Abhaengigkeit (Sklaverei) gehalten durch diese systemimmanente Geldentwertung.
    ‘Echtes’ Geld: 10 Euro (DM), die ich heute fuer eine Stunde meiner Arbeit im Tausch erhalte,
    kann ich in einem, fuenf, zehn Jahren gegen eine Stunde Arbeit eines Anderen eintauschen.
    Solidaritaet mit Schwaecheren ist prinzipiell eine Grundmotivation des Menschen,
    wird aber leider deutlich vermindert durch die eigene gefuehlte Sklaverei.
    Faschismus: Teile und Herrsche. Quetsche (fast) Alle aus wie die Zitronen.
    Ron Paul: Nieder mit der FED! Down with the FED!
    Die ideologische Verbohrtheit vieler ‘Linker’ verbietet ihnen leider das Erkennen dieser recht einfachen Unterschiede.
    Aber die Aufloesung der Verbrecherorganisation ‘NATO’ durch Ron Paul wird immerhin schon fuer gut befunden,
    das gibt doch Anlass zur Hoffnung!

  • Synergy1771

    Schon seltsam, wie gleichgültig mit den Mitmenschen umgegangen wird, die der Wirtschaft nicht so viel einbringen! Zahlen, Zahlen Zahlen und die Armen vergessen!! Das Thema Geld/Profit steht heute immer noch über der Würde der Menschen – da macht es keinen Unterschied ob Links oder Rechts! Schlimm!

    • Freiheitsliebender

      Wenn wir anprangern, dass er die Sozialversorgung auflösen will, dann doch grade, weil wir uns um die Ärmsten sorgen!

  • http://www.facebook.com/profile.php?id=100000469268313 Lahma Cun

    lol, da sind die missionarischen paulianer aber empört … 

  • http://www.facebook.com/profile.php?id=100000469268313 Lahma Cun
  • Ballo

    da die sog. “reichen” per definition mehr geld haben ist ihre zeitpräferenz niedriger oder auf deutsch sie sparen mehr als die sog. armen. mit ersparnissen kann man aber nicht viel machen außer sie zu investieren. durch die investitionen werden neue kapitalgüter (zb maschinen) geschaffen, welche die produktivität der arbeit erhöhen. die “reichen” schöpfen dann den gewinn -kurzzeitig- ab – bis die konkurrenz nachzieht. Durch den wettbewerb kommt der produktivitätsfortschritt nach kurzer zeit den Arbeitern zugute. Die Idee der Umverteilung ist unsinnig. Mehr Umverteilung = weniger Ersparnisse. weniger Ersparnisse = weniger Investition = weniger Kapitalgüter = unproduktivere Arbeit = weniger Geld bzw Kaufkraft für die Arbeiter. Wenn Sie den Armen helfen wollen dann in gottes namen lernen sie Ökonomie und sehen sie endlich ein, dass das unsozialste was man tun kann Umverteilung heißt.

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