Joschka Fischer gegen den Pazifismus und für den Krieg!
Westerwelle hat in seiner Zeit als deutscher Außenminister nicht viel richtig gemacht. Das Einzige war wohl die deutsche Abstimmung bei dem Libyen-Krieg, Deutschland hat sich bekanntlich enthalten und sich damit gegen die Morde im Namen des Friedens gestellt. Es dürfte in aller erster Linie Westerwelles Verdienst gewesen sein, dass sich deutsche Truppen nicht an den Bomben auf Libyen beteiligt haben!
Nach dem Sieg der Natotruppen scheint sich die Welt geändert zu haben. Deutsche Politiker, auch aus den Reihen der Regierung, beklagen sich, das wir nicht an diesem Krieg mitgemischt haben, denn dann hätten wir zu den Siegern gezählt oder wie die Politiker es nennen “den Menschen in Libyen geholfen”!
Fischer der Kriegstreiber
Die Deutschen sehen in den Grünen noch immer eine Partei des Friedens, so sehen sich die Grünen auch selber. Wenn man nun aber hört was ihr ehemaliger Außenminister, Joschka Fischer, sagt, dann erkennt man, dass diese Selbsteinschätzung nicht mehr zutrifft! Fischer nannte gegenüber dem Spiegel die deutsche Enthaltung im Sicherheitsrat, “Vielleicht das größte außenpolitische Debakel seit Gründung der Bundesrepublik.” Eine solche Aussage von einem ehemaligen Minister einer Partei, die sich bei ihrer Gründung dem Frieden verschrieben hatte und die sich selbst gerne als Anti-Parteien-Partei versteht, zeigt wie verrückt doch das Werte-System ist.
Vor wenigen Jahren noch konnte man sich nicht vorstellen das einmal ein Krieg von deutschem Boden ausgeht. Heute ist es schwer möglich sich in Deutschland gegen einen Krieg von deutschem Boden stellen und diejenigen, welche sich dagegenstellen werden von Medien und den Parteien verteufelt und als Verräter an den westlichen Werten dargestellt!
Westerwelle verteidigen, Kriegstreiber überwinden
Es gehörte Mut zu der Entscheidung von Westerwelle sich gegen diesen Krieg zu stellen, doch er hat richtig gehandelt. Er hat dafür gesorgt, dass sich keine deutschen Truppen den Morden der Nato beteiligen. Nun von Verrat zu sprechen ist falsch, denn es ist kein Verrat wenn ein deutscher Politiker nicht für den Krieg ist, das gehört zu den Pflichten unserer Geschichte. Verrat hat Fischer begangen nicht an den westlichen Bündnispartnern, sondern an den eigenen Idealen oder den Idealen für die er vorgibt zu stehen!
Wenn unsere westlichen Bündnispartner Krieg treiben, dann ist es nicht unser Pflicht diesen dabei nachzulaufen und zu kämpfen, weil diese es tun, es ist unser Pflicht uns gegen jede Form der Gewalt zu stellen!
Nie wieder Krieg von deutschem Boden?
Etliche Jahrzehnte galt der Spruch, das von deutschem Boden nie wieder ein Krieg ausgehen darf. Dieser Spruch hat seinen Anspruch auf vollständige Einhaltung schon durch den Afghanistankrieg und durch die Bombardierung von Jugoslawien verloren. Der Krieg in Afghanistan läuft seit etlichen Jahren und die Hoffnung auf eine schnelle Beendigung des Kampfes sinkt immer weiter, ebenfalls auf ein demokratische und freies Afghanistan. Der Einsatz gegen Jugoslawien scheint aus dieser Perspektive erfolgreicher verlaufen zu sein, allerdings ist auch dieser Krieg immernoch sehr umstritten und etliche Historiker, Friedens- und Menschenrechtsaktivisten, sehen in diesem Einsatz einen der größten Fehler, der jüngeren deutschen Geschichte.
Diese Kriege, sowie auch der Irakkrieg und etliche andere, haben gezeigt, dass man keinen Krieg führen kann um ein Volk von einem Diktator zu befreien. Die Aufstände in Ägypten und Tunesien haben gezeigt, dass sich die arabischen Völker selbstständig befreien können, wenn das Volk vollkommen hinter diesen Aufständen steht. Der Angriff auf Libyen und die zivilen Opfer der Natobomben, lassen auch innerhalb des libyschen Widerstands die Zustimmung zu dem Einsatz sinken. Denn für die Zivilbevölkerung besteht kein Unterschied das Opfer wessen Bomben sie geworden sind und mit welchen Ziel diese Bomben abgeworfen wurden.


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