Iraner und Israelis stellen sich gegen den Krieg – Widerstand in Deutschland

Eure Politik- Unser Tod

Der Krieg zwischen Israel und dem Iran rückt immer näher, während in den USA der Wahlkampf läuft und beide Kandidaten den Krieg als Option sehen. Eine Option, die vor allem Opfer auf Seite der Zivilisten bringt, während die Militärindustrie weiter gestärkt wird. Sowohl die iranische als auch die israelische Bevölkerung lehnen diesen Krieg ab, doch die Politik scheint ihre Stimme nicht zu hören.

Der Widerstand gegen die Kriegspolitik beider Seiten, soll nun auch in Deutschland stärker werden, wie dieser Aufruf deutlich zeigt:

Die US-Wahlen kommen näher, und die Politik beider Kandidaten gegenüber dem Iran und Israel sind Herzstücke ihrer “Außenpolitik”. Dieses Mal kommen Iraner/innen und Israelis zusammen, um zu sagen: Das ist, wo wir die rote Linie ziehen!

Iranian-Israeli Circle, gegen den Krieg, Sanktionen, Besatzung und staatliche Unterdrückung organisiert am 3. November, 15:00 eine Demonstration vor der US-Botschaft, Pariser Platz, Berlin, um gegen die illegitime Art und Weise zu demonstrieren, wie d
ie Wahlkampagnen sowohl von Gouverneur Romney als auch Präsident Obama Israel und Iran instrumentell politisiert haben, um auf zynische Weise US-Wähler umzustimmen.

Der Kandidat der Republikaner Mitt Romney hat versprochen, dass der Iran “nicht an Atomwaffen herankommen wird” und um das zu erreichen, benannte er wirksame Sanktionen und Unterstützung von Aufständischen außerdem unterstützt er militärische Aktionen.

Der US-Präsident und Kandidat der Demokraten Barack Obama fordert stattdessen diplomatische Maßnahmen, während er gleichzeitig den US-Wählern sagt, dass “wenn der Iran jemals eine ernsthafte Bedrohung für uns“ sei, „sie nicht den Hauch einer Chance haben würden.” Vizepräsident Joe Biden erklärte kürzlich mit Stolz, dass die Sanktionen die von der Obama-Regierung konzipiert wurden gegen die iranische Wirtschaft “die heftigst lähmenden Sanktionen in der Geschichte der Sanktionen seien.”

Beide Kandidaten nutzen israelischen “Sicherheit” und iranischen Befreiung von Tyrannei als Alibi für eine beiderseitige Bühne für unmenschlicher Wirtschaftssanktionen und Kriegsgehabe. Allerdings ist es klar, dass weder Sanktionen noch Krieg Israels Sicherheit oder die iranische Opposition fördern. Ein Angriff auf Iran würde viele Menschenleben im Iran, Israel / Palästina und im Nahen Osten kosten, nach eigenen Schätzungen des US-Militärs würde es in einem all umfassenden Regionalkrieg führen. Die menschlichen Kosten eines solchen Krieges würden sogar die des Irak- und Afghanistankrieges übersteigen, die beiden anderen Fälle, in denen mit Krieg versucht wurde zu „demokratisieren“ und zur “ Stabilisierung der Region“ beizutragen.

Die Friedensnobelpreisträger Obama und die EU behaupten, dass Sanktionen eine diplomatische, akzeptables Mittel wären, um Krieg zu vermeiden, dies trotz wachsender historischer Beweise dafür, wie US-geführte Wirtschaftssanktionen regionale Strukturen und Bevölkerungen seit dem Golfkrieg zerstört haben.
Die vermeidbaren Lebensverluste im Iran durch Mangel an medizinischer Versorgung durch Sanktionen sind die jüngsten, schmutzigen Kapitel. Dies ist nicht Diplomatie, sondern dies ist ökonomische Kriegsführung. Darüber hinaus haben Sanktionen bisher dazu geführt, das Regime zu stärken und die Opposition im Iran zu schwächen, die ganze Zeit werden Millionen von Iraner/innen einer inakzeptablen Form der Benachteiligung als kollektive Bestrafung ausgesetzt.

Ebenso sind Kriegsdrohungen und Krieg dafür bekannt, dass sie sowohl der iranischen und als auch der israelischen Regierung als Vorwand dienen, für weitere Repressionen und um die Opposition zum Schweigen zu bringen, sowohl gegenüber dem iranischen totalitären Regime als auch in Bezug auf die Unterdrückung der Palästinenser/innen durch Israel.

Wir, als Iraner/innen und Israelis, würden, wie andere in der Region auch, sofort durch eine solche Politik beeinflusst werden, unabhängig vom Ausgang der US-Wahlen, gegen diesen neuen Imperialismus in Form von illegitimen Eingreifen ausländischer Mächte in die Zukunft dieser Länder und Gesellschaften. Unser Protest ist genau so stark wie unsere Unterstützung für die Aufstände und Bewegungen der Menschen im Nahen Osten, die die einzige legitime Kraft sind, um über ihre eigene Zukunft zu bestimmen.

Am Samstag 3. November, um 15:00 Uhr, werden wir uns vor der US-Botschaft versammeln, um beide Kandidaten – und die US-Wähler/innen – daran zu erinnern, dass sie UNSERE LEBEN, als politisches Futter für ihre Kampagnen nutzen.

Wir sehen einen engen Zusammenhang zwischen der US-Außenpolitik und der Außenpolitik Deutschlands und der EU, die alle Interessenpolitik in der Region betreiben. Um diese Verbindung symbolisch deutlich zu machen, beginnen wir mit einer Auftaktkundgebung vor der US-Botschaft und bewegen uns in einem Demonstrationszug zum Deutschen Bundestag.

Kommt alle an diesem Tag, wenn wir die amerikanischen Wähler/innen daran erinnern, dass sie nicht das Recht haben, für eine Politik zu stimmen, die uns unser Leben kosten kann.

Für weitere Informationen:

Schaghayegh Kord (German, English, Farsi) +4917631 214 946,
Avner Ofrath (German, English, Hebrew) +4916095842519
email: iio.anti.war@gmail.com<ii.

Wir freuen uns über alle, die sich an der Demonstrantion beteiligen.
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