Gewalt und Gegengewalt im Nahen Osten!

Kein Gaza 2.0 - Frieden ist der Weg! - Bildquelle:http://www.flickr.com/photos/phrisrael/3229065044/sizes/o/in/photostream/

Freitag Nachmittag begannen die Angriffe auf den seit Jahren abgeriegelten Gazastreifen. Die israelische Luftwaffe bombardierte ein Auto, in dem sich der Generalsekretär des “Volkswiderstandskomitees”, Zuheir Al-Qaisy, befand. Am späterend Abend wurden weitere Bomben auf Häuser von Mitgliedern des Islamischen Dschihads abgeworfen, als Reaktion griff die Organisation mit Raketen israelische Siedlungen an.

Die Angriffe auf die Vertreter, der verschiedenen militanten Brigaden, begründete Israel mit der von ihnen ausgehenden Gefahr und den drohendenen Anschlägen. Eine Aussage, die auch in den israelischen Medien hinterfragt wurde, da es in den letzten Monaten keinerlei Gefahr aus dem Gazastreifen zu drohen schien.

Die schlimmste Attacke seit drei Jahren

Insgesamt sind bei den verschiedenen israelischen Angriffen am Wochenende mehr als 20 Menschen ermordet worden, unter ihnen auch Kinder und Jugendliche. Die Zahl der verletzten Palästinenser dürfte die 50 deutlich übersteigen. Unter den Verletzten sind auch Muamin Shrafi, Reporter eines Satellitenfernsehsenders, und dessen schwangere Frau, meldete die palästinensische Nachrichtenagentur Maan News. Das Haus des Ehepaares und das Haus eines Nachbarn wurden von Raketen, die aus Hubschraubern abgefeuert wurden, getroffen. Abu Salmiya, Vertreter der medizinischen Dienste in Gaza, forderte Maan News zufolge “internationale Organisationen und Menschenrechtsgruppen”auf, dem Blutvergießen in Gaza ein Ende zu bereiten. Die Angriffe verstießen gegen “die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und gegen die Vierte Genfer Konvention”, so Salmiya. Die medizinische Versorgung der Menschen in Gaza ist sehr schlecht, die Angriffe könnten zu einem Zusammenbruch des noch funktionierenden Parts beitragen, wie verschiedene Organisationen bekannt gaben.

Auf der Internetplattform »Occupied Palestine« (Besetztes Palästina) wurde bekannt gegeben, das Israel mit Apache-Hubschraubern, Drohnen und F-16-Kampfjets angegriffen habe. Die Webseite listet Verstöße gegen die Menschenrechte und Angriffe von israelischen Siedlern und Militärs auf. Seit Beginn des Jahres wurden über 800 Fälle aufgelistet, die Webseite beinhaltet allerdings keine Angriffe von Palästinensern auf Israelis und muss sich daher den Vorwurf der Einseitigkeit gefallen lassen.

Als Reaktion auf die Ermordung ihres Führers bombardierten palästinensische Kämpfer Dörfer in der Nähe des Gazastreifens. Die selbstgebauten Raketen verletzten 4 Menschen. Die Gewalt von beiden Seiten dient nur denjenigen, die den Frieden um jeden Preis verhindern wollen. Die israelische Regierung war sich bewusst, dass die Ermordung eines Anführeres des Volkswiderstandskomitees Reaktionen herbeiführen würde, der islamische Dschihad hat dadurch die Möglichkeit sich als Alternative zur Hamas darzustellen, die die Gewalt inzwischen ablehnt.

Bitte an UNO

Israels Regierung fordert von der UNO Schutz und droht gleichzeitig mit weiterer Gewalt. Der Rat und die internationale Gemeinschaft müssten dafür sorgen, dass die anhaltenden Raketenangriffe auf israelische Zivilisten gestoppt würden, erklärte der stellvertretende israelische Uno-Botschafter Chaim Waxman in einem Schreiben an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Gleichzeitig warnte er, Israel werde “alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um seine Bürger zu schützen”. Der Wortwahl schloß sich auch Premier Nethanyahu und kündigte weitere Angriffe auf den Gazastreifen.

Wesentlich glaubhafter als die Bitte der Regierung um Schutz, scheinen die Forderungen von Friedensbewegungen und Hilfsorganisationen auf beiden Seiten! Diese fordern schon seit langer Zeit die Auflösung der Blockade. In aktuellen Meldungen fordern sie ebenfalls direkte Verhandlungen zwischen beiden Seiten und die Aufgabe von Gewalt und Besatzung, eine Position, die sich die Staaten der Welt zu eigen machen sollten, wenn ihnen wirklich etwas am Frieden liegt.

  • Kritischergast

    naja, sieht man mal von den -seit Jahren regelmäßigen- Kassam-Beschuss auf Beer Sheva und andere Orte in Israel ab, drohte in den letzten Monaten tatsächlich keine Gefahr aus dem Gazastreifen…

    • Freiheitsliebender

      In den letzten Monat war dem nicht so, daher drohte in den letzten Monaten keine Gefahr!

  • Pingback: SPD will mit der Hamas sprechen – Ein wegweisender Schritt | Die Freiheitsliebe

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