China, Rußland und die Spiele mit der Atombombe
In Deutschland wird das Horn des Krieges immer stärker geblasen und die Medien marschieren mit bei dem Kampf gegen den Iran und dessen angebliches Atomwaffenprogramm. Man hört immer wieder von Sanktionen, die gegen den Iran in Gang gebracht werden und die ihn militärisch schwächen sollen, obwohl sie meist die Bevölkerung treffen.
Wir bekommen das Bild vermittelt, dass die ganze Welt bedingungslos den Kampf gegen Iran unterstützen würden und jeder Mensch überzeugt ist von den iranischen Bestrebungen nach Atombomben. Die Lage gestalltet sich anders, so bezweifeln nicht nur fast alle südamerikanischen Länder, dass der Iran nach Atombomben strebt, sondern auch China und Rußland.
China im Notfall bereit zu allem
Die Sanktionen gegen den Iran mögen sinnvoll sein, wenn sie die dort Herrschenden treffen. Sie sind aber nicht berechtigt, wenn sie die Zivilbevölkerung treffen und dazu führen, dass sich die Situation der Bevölkerung verschlechtert. China, ein autoritäres Regime, hat in der Iranfrage deutlich Position bezogen und erkannt, dass es bei den Sanktionen und den angedrohten Maßnahmen nicht um die Durchsetzung von Menschenrechten geht, sondern primär um Machtinteressen.
Die chinesische Regierung und etliche Medien betonen immer wieder, dass sie nicht daran glauben, dass die iranische Regierung nach der Atombombe strebt und das sie es ablehnen auf der Basis von mehr als fragwürdigen Argumenten gegen den Iran vorzugehen.
Einige englischsprachige Zeitungen in China kamen zu der Einschätzung, dass der Iran, wenn dieser angegriffen wird von China verteidigt werden sollte, da es sich eher um ein Krieg um Ressourcen als um einen Krieg zur Sicherung des Frieden (ein Widerspruch in sich) handelt.
Ein Krieg gegen den Iran würde weder der Bevölkerung in dem Land helfen noch würde es den Nahen Osten sicherer machen, es würde einzig und allein darum gehen Interessen bestimmer Gruppen durchzusetzen.
Wenn China weiter zu seiner Linie steht und zusammen mit Rußland sich zur Verteidigung des Irans aufschwingt wird ein Krieg verhindert, denn kein einziger Staat kann Interesse an einem Krieg haben, der zu millionen Toten führen könnte.
Die Politik des Iran muss kritisiert werden, denn der Iran unterdrückt seine eigene Bevölkerung, auch von der chinesischen Regierung wird dies kritisiert, wobei es natürlich mehr als fragwürdig ist, wenn eine autoritäres Regime ein anderes kritisiert. Krieg zu führen liegt allerdings weder im Interesse Chinas noch im Interesse des Irans, beide haben kein Interesse an einem Konflikt und wir in Westeuropa sollten dem Folgen.
Krieg kann niemals ein Mittel sein, wenn man die Menschenrechte stärken möchte oder sich für eine friedliche Konfliktlösung einsetzen will. Die amerikanischen Präsidentschaftskandidaten, die den Krieg im Nahen des Friedens befürworten, versuchen ihrer Bevölkerung weiß zu machen ein Krieg könne Frieden schaffen. Frieden kann nur geschafft werden, wenn die Gespräche wieder aufgenommen werden und nicht der Iran als der alleinige Staat mit Interesse an Atombomben dargestellt wird. Frieden ist möglich und die chinesische Regierung handelt in diesem Fall richtig, wenn sie darauf pocht, das alle Staaten im Nahen Osten ohne Atomwaffen auskommen, also sowohl der Iran als auch Israel.
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