Sehnsucht nach Freiheit – Der Iran aus einer anderen Sicht!

Sehnsucht nach Freiheit

Sehnsucht nach Freiheit hatten die Iraner, welche gegen die Wahlen im Jahre 2009 demonstrierten. Die Präsidentschaftswahlen waren nur der Anlass für ein unterdrücktes Volk seine Wut über das Regime und die regimehörigen Kräfte los zu werden. “Sehnsucht nach Freiheit” ist auch der Titel des Werkes von Dr. Peymann Javaher Haghigri, einem iranischen Wissenschaftlicher an der Universität Hildesheim!

Das erste Kapitel ist ein historischer Rückblick auf die Geschichte des Irans vor der Revolution und die Zeit von der Revolution bis zu dem Ende der ersten Amtszeit von Achmedineschad!  Der Rückblick auf die Zeit vor der iranische Revolutin fällt allerdings sehr kurz aus, wird aber in den verschiedenen Kapiteln des Werkes noch kurz angesprochen! Der zweite Teil des Rückblickes gliedert die Zeit nach der iranischen Revolution in sechs verschiedene Perioden, welche kurz beschrieben werden. In der Erstauflage des Werkes wird wesentlich länger auf diese Zeit eingegangen. In der Auflage von 2010 liegt der Focus aber vor allem auf der Demokratiebewegung, sowie den sozialen Bewegungen im Iran!

Mussawi, Achmedineschad und die Bewegung

Die Einleitung in das zweite Kapitel zeigt deutlich wieso die Protestbewegung etwas neues war: “Die sozialpolitische Bedeutung der Präsidentschaftswahl 2009 und der darauf folgenden Protestbewegung esteht in etwas anderem, als hierzulande häufig angenommen wird. Weder die Manipulation der Wahl, noch die Konfikte zwischen den Flügeln der IRI, noch die Proteste gegen sie waren etwas qualitätiv Neues. Sie begleiten nämlich die gesamte Geschichte der IRI. Das Novum Bestand im Außmaß der Wahlmanipulation, in der Deutlichkeit der öffentlich ausgetragenen Konflikte sowie der Intensität, Ausbreitung, Dauer und in den angewandten Kampfmethoden der Protestbewegung.”

Diese Einleitung zeigt deutlich um was es sich bei der Protestbewegung gehandelt hat, nämlich um eine Bewegung der Massen, welche gegen das Regime aufgestanden sind und für ihre  Rechte demonstriert haben.

Im ersten Kapitel werden die Unterschiede und Differenzen innerhalb der Protestbewegung und zwischen der Protestbewegung und den regimetreuen Reformern um Mussawi deutlich. Nicht die komplette Protestbewegung wollte nur Reformen innerhalb des Regimes, wie sich ihre politische “Führung” um Mussawi wünschte. Etliche Protestierende wollte ein gänzlich neues System und somit eine Abschaffung der IRI!

Arbeiter-, Frauen- und Studentenbewegung

Das dritte Kapitel beschäftigt sich in verschiedenen Abschnitten mit der Arbeiter-, der Frauen- und der Studentenbewegung. Während man über die Beteiligung von Studenten an den Protesten viel erfahren konnte, sind die anderen beiden Gruppen ziemliche Neuheiten für den deutschen Leser. Die Frauen in der islamischen Republik wurden entweder als unterdrückt oder als Anhänger des Systems dargestellt. In diesem Buch wird ihnen endlich die Aufmerksamkeit zu teil, die sie verdienen. Es wird auf ihren Kampf für mehr Rechte hingewiesen und auf ihre Beteiligung an den Protesten.

Der Bericht über die Arbeiterbewegung und ihre lange Geschichte dürfte es Wert sein von jedem deutschen Linken gelesen zu werden, denn es zeigt deutlich, dass die Bewegung immernoch stark links geprägt ist, wie auch die bisherigen Revolutionen und Aufstände im Iran es waren.

“Sehnsucht nach Freiheit” ist ein beeindruckendes Werk über die verschiedene Bewegungen im Iran. Es ist aus einer linken Perspektive geschrieben und kann somit dem Vorwurf einer neoliberalen Revolution im Iran entgegenstehen.

 

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  • Beto Che

    Es ist wohl ein schlechter Witz des Autors “Freiheitsliebender” oder er weiß es einfach nicht besser, dass er die “Grüne” Bewegung als links bezeichnet. Denn die “Grüne” Bewegung in Iran ist genau so “links” wie die”Grüne” Partei in Deutschland. Links blinken und dann scharf nach rechts abbiegen! Die Haupt-Protagonisten dieser “Bewegung” Mussawi, Khatami und Rafsandschani sind durch und durch neoliberal auf Privatisierungskurs ausgerichtet und das seit sehr langer Zeit! Wenn es nach diesen drei “Reformern” gegangen wäre, dann hätte sich der Iran längst dem Diktat von WTO, IWF, Weltbank und deren Taktgebern in Washington, London und Tel Aviv unterworfen. An Ahmadinejad gibt es sicher genug zu kritisieren, aber im Vergleich mit Mussawi ist er aus Sicht der Antiimperialistischen Linken allemal die bessere Wahl, wie auch die Masse der Armen und der finanziellen “Unterschicht” Irans bei den Wahlen sehr deutlich gezeigt hat. Wer behauptet, die Wahlen seien gefälscht worden, hat nie das Land bereist und mit den armen Menschen selbst gesprochen, Das sind reaktionäre Luxus-Iraner, die nur unter ihresgleichen verkehren und auf Pseudo-Links tun, genau wie Joschka Fischer, Claudia Roth und deren Luxus-Deutsche-Wähler.
    Mussawi hat zweifellos die große Mehrheit der Reichen, der Mittelschicht und der Akademiker hinter sich, aber bei den wirklich Bedürftigen und ganz besonders auf dem Land hat er unterirdisch schlechte Ergebnisse erzielt.
    War es denn auch nur ein dummer Zufall, dass die gesamte westlich-imperialistische Macht ohne wenn und aber hinter die “Grüne” Bewegung gestellt hat? Ob Obama, Merkel, Sarkozy oder sonstige Völkermörder, ob BBC, CNN, ARD und ZDF sowie der Rest der NATO-Medien, alle haben sie Mussawi unterstützt. Und das, weil er angeblich ein “linker” Anti-Imperialist sein soll? Für wie dumm halten uns die reaktionären Neo-Faschisten eigentlich?

    • http://twitter.com/FriedenFreiheit Freiheit

      In welchem Teil wird denn bitte die Grünbewegung als links bezeichnet?

      • Beto Che

        In diesem Teil (ganz unten im Artikel):

        …denn es zeigt deutlich, dass die Bewegung immernoch stark links geprägt ist,…

      • http://twitter.com/FriedenFreiheit Freiheit

        Die Arbeiterbewegung ist definitiv von linken geprägt!

  • Frank

    Genau, Beto. Diesem reaktionären, pseudolinken, von USrael gesteuerten Pack darf man die demokratische, freie Republik Iran nicht überlassen. Allah sei Dank, dass ein entschiedender, antiimperialistischer Führer wie Achmadinejad und die Volksgarde der freien Basiji denen gezeigt hat, wo der Hammer hängt.

    Selbst die zionistische Linkspartei ist darauf hereingefallen und der pseudolinke Wanderprediger Zizek schwafelte: “Die traurigsten Gestalten schließlich sind die linken Unterstützer Ahmadineschads.” (http://www.faz.net/artikel/C31315/iran-unser-aller-freiheit-30100507.html)

    Lang lebe die Libysch-Arabische Dschamahirija!

    • Beto Che

      Es gibt an Ahmadinejad, wie auch an Ghaddafi, sicherlich genug Gründe, Kritik zu üben. Allerdings ist keiner dieser Gründe auch nur im Traum gut genug dafür, einen “Regimewechsel” zu fordern, wie es die Mainstream-Brainwash-Nato-Lügen-Medien tun. Ein Ghaddafi ist millionenfach besser als diese Terroristen, die sich als “Nato” und “NTC” bzw. “Rebellen” bezeichnen. Und ein Ahmadinejad ist, bei allen seinen Fehlern im Detail, milliardenfach besser als der “grüne” Waschlappen Mussawi, welcher den Ausverkauf des Iran an den Westen in dem berühmten Rededuell mit Ahmadinejad vor der Wahl als “alternativlos” dargestellt hatte, wobei er dass mit billigen Rhetorik-Tricks für die Einfältigen wohlwollend umschrieben hatte.
      Ich reise derzeit immer zwischen Dorf und Stadt hin und her und es ist immer wieder dasselbe, was man zu hören bekommt: Die “Mittel- und Oberschicht” hasst Ahmadinejad, weil er ihnen ihr Luxusleben nicht so einfach macht, wie zuvor Khatami und RAFFZAHNdjani. Dafür lieben die armen und bedürftigen Menschen, besonders im Süden Tehrans und auf dem Land, Ahmadinejad, weil er ihnen deutliche Verbesserungen ihrer Lebensverhältnisse beschert hat.

  • Kesselflicker

    Kann es sein das die Kommentatoren hier vielleicht ein bißchen pervers und vielleicht auch muslimisch sind?

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