Säkularismus kann uns auch Freiheiten rauben!

Was würdet ihr machen, wenn der Staat euch befiehlt mit Rosenkränzen rumzulaufen?
Oder wie wäre es mit einem Kopftuch? Würdet ihr dies nicht als einen Eingriff in euer Privatleben sehen?
Wenn ihr so denkt, dann könnt ihr euch als einen Säkularisten sehen! Ihr fordert, dass der Staat nicht in religiöse Themen eingreift. Dies führt natürlich zu einer Gesellschaft mit einem großen Anteil an Freiheiten.
Doch lasst uns doch mal das ganze aus einer anderen Sicht sehen: Wie würdet ihr reagieren, wenn der Staat euch solche religiösen Symbole verbieten würde? Der Staat möchte doch nur die strickte Trennung von Staat und Religion, oder? Dies ist der falsche Weg dem Bürger Freiheit und Gleichheit zu bieten , denn der Bürger gehört nicht mit seinem religiösen Leben dem Staat.

Religion nur im privaten?

Jeder Mensch hat das Bedürfnis sich in seinem privaten Leben religiös zu äußern und dazu gehört auch die Aufhebung des Kopfuchverbots für Schülerinnen. In einem gewissen Bundesland, werden Kopftücher nicht geduldet, aber andererseits auch keine Kreuze, die im Klassenraum als Dekoration dienen sollen. Jedoch möchte ich hierzu hinzufügen, dass der Klassenraum als Gut dem Staat gehört und dadurch säkular bleiben muss, aber die Schülerin ist doch keine Ware, die dem Staat als Gut gehört!
Aus diesem Grund fordere ich, dass man nicht nur die Trennung zwischen Staat und Religion machen sollte, sondern auch eine Trennung zwischen dem säkularen Staat und dem freien Volk, welches sich mit seinen religiösen Symbolen frei “äußern” darf.

Der Artikel gefällt euch:

  • Anonymous

    Guter Beitrag!

  • Leif

    Selbst die Türkei, der viele Deutsche den Beitritt zur EU derzeit nicht zutrauen, übt den Säkularismus mehr aus als wir hier in Deutschland. Dort gibt es keinen Religionsuntericht, so wie hier die katholische und evangelische Religionslehre. Dort gibt es auch keine religiösen Schulen, wie hier die Erzbischöflichen Gymnasien.
    Ein Punkt, den wir uns von der Türkei abschauen können!

  • BlickRichtungSonne

    Würde man durch Verbote dieser Art unsere Demokratie weiter ausbauen?

  • Leif

    Das sind keine Verbote sondern eine strikte Trennung von Staat und Religion.
    Finde es auch nicht gut, wenn wir jetzt hier als Lösung Islam-Untericht an den Schulen veranstalten. Was ist dann mit den Buddhisten, Hinduisten und wie sie alle heissen?! Die gibt es nun mal auch in Deutschland! Entweder ganz oder garnicht und ich plädiere eindeutig für garnicht, also für eine Trennung von Staat und Religion!

  • Leif

    Da fällt mir noch etwas ein: In Deutschland erhebt der Staat die Kirchen-Steuern – In der Türkei undenkbar!

  • Atheist

    Religionsausübung im privaten Bereich bedeutet für mich:

    Im privaten Bereich, also Wohnung, Haus, Verein.
    Auf öffentlichen Plätzen hat Religion meiner Meinung nach nichts zu suchen.

    Damit sind Schulen nicht geeignete Orte, um seine Religionszugehörigkeit zu zeigen.
    Kirchen sollten nicht als solche von Außen erkennbar sein.

    Das würde sehr, sehr viele Probleme lösen….

    • http://twitter.com/FriedenFreiheit Freiheit

      Ich kann dir in diesem Punkt nur zustimmen, spreche dabei allerdings nicht für alle Leute auf diesem Blog.
      Ich denke Religion sollte Privatsache sein und das unabhängig von der ausgeübten Religion!
      Der Freiheitsliebende

    • 18

      Was für Probleme und wodurch? Dann würde man genauso über solche Themen diskutieren. Ich würde mir überdies nirgends verbieten lassen, meine Meinung zu sagen oder zu zeigen, religiös, politisch, ästhetisch etc.. Klar, aus taktischen Gründen schweigt man vielleicht auch mal freiwillig in bestimmten Millieus. Kirchen verstecken, also ehrlich! Nebenbei: Atheismus ist m.E. Blasphemie, bei (naturwissenschaftlich) gebildeten halbwegs logisch denkfähigen Leuten.

      • Atheist

        Blasphemie … ist eine strafrechtlich relevante Anschuldigung, die hier durch nichts gerechtfertigt ist.
        Probleme mit religiösen fundamentalistischen Hintergrund würden wohl geringer werden, vorallem wenn Politik
        und Religion sauber voneinander getrennt sind. Das kann ich nicht erkennen, vielmehr sollten gebildete halbwegs logisch denkende Menschen erkennen, dass Religion im Übermaß das unvermeidliche gesellschaftliche Zusammenleben vergiftet.

        Zu empfehlen: Gotteswahn von Richard Dawkins

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