Prügeln für Stalin und Mao

Für Stalin und Rosa- wie das? - Bildquelle:http://www.flickr.com/photos/yog/3150352/sizes/m/in/photostream/

Am vergangenen Sonntag fand, wie jeden zweiten Sonntag im Januar, eine Demo und eine Gedenkveranstaltung für die ermordeten Revolutionäre Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg statt. Beide Veranstaltungen dürften eigentlichen als Erfolg gesehen werden, denn mehr als 10.000 Menschen nahmen an der Demo teil und die Zahl der Menschen, die am Grabstein gedachten, war sogar noch höher. Getrübt wurde dieses positive Bild durch eine unrühmliche Aktion.

Während der Demonstrationen entrollten einige emanzipatorische Kommunisten ein Plakatt auf dem die Köpfe Stalins, Lenins und Maos durchgestrichen waren. Eine Aktion, die sicher sinnvoll war, da Stalin und Mao entsetzliche Verbrechen begangen und das Erbe des Kommunismus nachhaltig beschädigt haben.

Maoisten reagieren mit Gewalt

Auf einer Gedenkdemo für die ermordete Revolutionärin und Kritikerin der Komintern, Rosa Luxemburg, ist es eigentlich selbestverständlich, dass diejenigen kritisiert werden, welche Verbrechen im Namen des Kommunismus begangen haben. Einige Maoisten und Stalinisten scheinen Rosa Luxemburgs Kritik an der Komintern und ihre Verteidigung der Individuellen Freiheit allerdings nicht verstanden zu haben und gingen auf die Kritiker los. Einer von ihnen schreibt über die Ereignisse:

Im Verlauf der diesjährigen Luxemburg-Liebknecht-Demonstration haben wir, eine kleine Gruppe emanzipatorischer Kommunist_innen, am Rand der Demo ein Transparent entrollt, dass sich gegen die positive Bezugnahme linker Zusammenhänge auf die Führerfiguren Stalin, Mao und Lenin wendete. Wenige Minuten später wurden wir von aufgebrachten Teilnehmer_innen aus  marxistisch-leninistischen Blöcken mit Stöcken angegriffen, das Transparent in Stücke zerrissen. Menschen die sich spontan mit uns solidarisierten und versuchten uns von den Angreifer_innen abzuschirmen, wurden getreten und mit Fäusten geschlagen.

Ein solches Verhalten ist mit Sicherheit alles, aber nicht links und emanzipatorisch. Für jeden Menschen, der an dieser Demonstration teilnahm, sollte es selbstverständlich sein die Meinungsfreiheit zu verteidigen, wie es einst Rosa und Karl taten.
Auf andere Meinungen mit Gewalt zu kritisieren zerstört die Vielfalt, die diese Demonstration bietet. Linke Gruppen verschiedenster ideologischer Ausprägungen nehmen jedes Jahr teil, wenn einige Gruppen aber mit Gewalt vorgehen, dann kann es diesem Knzept nachhaltig schaden. Wenn wir als Autoren der Freiheitsliebe teilgenommen hätten, dann hätten wir sicher diejenigen verteidigt, die die Diktatoren Mao und Stalin kritisieren, nicht nur weil wir erkennen, dass diese Diktatoren Gewalt ausübten, sondern weil wir die Meinungsfreiheit verteidigen müssen, wenn wir uns schon solidarisch mit Rosa und Karl erklären!

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flattr this!

  • Thanthalas

    “Ein solches Verhalten ist mit Sicherheit alles, aber nicht links”

    Es kommt aber (zumindest gefühlt) immer häufiger vor, dass “Linke” Demonstranten die Rechte von anderen mit Füßen treten und Gewalt anwenden (Antifa). Seltsam, dass sich jetzt schon intern geprügelt wird. Mal wieder wahnsinnig demokratisch das Verhalten.

  • Rudi

    Gewaltausschreitungen sind also nicht links…Und was ist dann die Antifa?

    • Freiheitsliebender

      Die eigentliche Antifa lehnt Gewalt ab. Große Teile der Antifa tun das noch immer, nur eine kleine Minderheit sieht das anders

      • no name, no fame

        na herzlichen glückwunsch, also du kennst also die eigentliche antifa. wer mal gespannt wer das ist. ich behaupte, dass es unter antifaschistisch aktiven menschen einen ziemlich breiten konsens gibt, der gewalt gegenüber nazis ob in zivil oder uniform liegetim ist. es sollte natürlich immer reflektiert sein. gewalt ist scheisse, aber leider oft verdammt notwendig.

      • Thanthalas

        Lieber no name, no fame, ich dachte Gewalt sei den Linken ein Gräul. Also entweder ich bin gegen Gewalt oder dafür. Etwas schwanger geht ja auch nicht.
        Gewalt ist pfuibäh, aber gegen den Richtigen (Nazis, oder Menschen mit anderer Meinung) ist sie ok?
        Klingt für mich sehr faschistisch…

      • Gast

        Lieber Thanthales, für dich klingt “Gewalt” “gegen den Richtigen” ausüben also “faschistisch”? Das ist zuerst schon beachtlicher Denksport, zu dem ich dir gratulieren möchte. Aber nun bloß nicht schwer athmen, anhalten und in die Knie sinken; zieh das durch! Und reflektier über die Aufgabe von Polizei und Militär.

  • Stalinist Hardware

    via Indymedia:

    getretene Hunde bellen

    und das ist auch gut so!

    Da kommen irgendwelche Leute zu DER Demonstration in Gedenken an
    die Gründer unserer Partei und Lenin, der die Bolschewiki siegreich in
    der Oktoberrevolution führte und meinen mit widerlicher
    antikommunistischer Propaganda unsere Demonstration angreifen zu können.
    Diese Leute kriegen ein paar Ohrfeigen und das Transparent wird
    unbrauchbar gemacht. Das ist doch genau das RICHTIGE. Warum? Weil es
    eine Tendenz gibt, dass Leute glauben unter Berufung auf irgendeinen
    Meinungspluralismus jede Scheiße verbreiten zu können. Sie greifen uns
    an und meinen, dass wir das ertragen müssen. Sie denken, sie können
    ihren Rassismus “emanzipatorisch” verpacken und wir müssen das ertragen.
    Sie erwarten, dass wir ihre Sympathien für den Imperialismus, den sie
    “Moderne” nennen, akzeptieren. Das müssen wir nicht und darum tun wir es
    nicht. Die Leute müssen lernen, dass sie für ihre Worte und Taten die
    Konsequenzen tragen müssen! Mit der kleinen körperlichen Abreibung sind
    sie tatsächlich viel zu glimpflich davon gekommen.

    • Freiheitsliebender

      Was hat Kritik an Stalin bitte mit Rassismus zu tun? Inwiefern ist Gewalt sinnvoll? Sehr sehr fragwürdige und nicht nachvollziehbare Thesen, die sie hier fürs Kommunist sein aufstellen!

    • Long_Live_Israel

      Ja, ich kann jede Scheiße verbreiten die ich will , genau so wie du.

      Ja, ich kann mich dabei auf Pluralismus , Menschenrechte usw. beziehen.
      Ja, das ist etwas , was durch die Moderne erkämpft wurde und daher füreinen Steinzeitsozialisten wie dich vollkommen fremd ist. Und ja, es ist gut so.Menschenrechte , bzw. besser hier Bürgerrechte , sind etwas fundamentales für eine
      befreite Gesellschaft und gruppenspezifische Unterschiede zu machen bei der Geltung dieser Rechte ist durch und durch faschistisch.Und doch ,Homeboy, genau das musst du: Es akzeptieren.Eben Menschen wie du, die die Freiheit des Einzelnen unter die “Interessen”  eine Klasse, ein(e) Volk(sgemeinschaft) oder auch eine Rasse stellen , sind die größte Gefahr für eine 
      befreite Gesellschaft.Gewalt ist nicht emanzipatorisch (natürlich gemessen an der Situation in der sie angewendet wird) genauso wenig wie Stalin, Lenin oder Mao.”Nein, nein, das war nicht der Kommunismus.”Solidarität mit den Angegriffenen.

      • http://www.chris-sedlmair.de Chris Sedlmair

         LOL… username und schwachsinniger Beitrag beweisen, daß du weder das wesen des Faschismus begriffen hast, noch irgendwas mit echter linker Politik, wie sie überall auf der welt sich definiert zu tun hast. Deine hohlen bürgerlichen Luftblasen zerplatzen an der Realität der faschistischen, rassistischen Apartheids- und Rüstungswirtschaftskolonie weißer europäischer und nordamerikanischer kolonialistischer Landräuber und Völkermörder in Palästina

      • Gast

        Bezüglich deiner Affirmation der Moderne möcht ich dir die Dialektik der Aufklärung von Adorno/Horkheimer ans Herz legen. Das wird dich verblüffen.

  • Marx-Engels-Lenin-Stalin

    Wenn ihr alle mal mehr als nur ein Zitat von Marx im Internet lesen würdet, dann könntet ihr mal eine ernsthafte Stellung zu diesem Thema haben…

  • Sepp Aigner

    “Einige emanzipatorische Kommunisten” … soso. Was machen die denn sonst so , die emanzipatorischen Kommunisten ? Oder ist das ein Amtsgeheimnis ?

    • Freiheitsliebender

      Ich habe es so verstanden, dass diese sich für einen Kommunismus einsetzen, der ohne Gewalt und ohne Führerfiguren auskommt. Eine sehr sinnvolle Idee.

      • Gast

        Wie funktioniert so ein Kommunismus ohne Gewalt? Plötzlich haben Staat und Kapital im allgemeinen kein Interesse mehr daran Menschen zur Mehrwertakkumulation zu verschleißen und dieses Ausbeutungsverhältnis aufrecht zu erhalten? Darauf zu spekulieren ist tatsächlich sinnvoll, wenn Sie nichts daran ändern möchten. Denn im Unterschied zu Ihnen, _baut_ dieser Staat auf Gewalt. Das nennen wir “Polizei” und “Militär” oder auch “Gefängnis”, “Sachzwang”, “struktureller Rassismus”, “Meinung” usf. 

        Die Ironie ist, dass es sich bei dem Geschmeiß, dass hier unter dem Label “emanzipatorische Kommunisten” flaniert, ebenfalls bloß um Stalinisten handelt, antideutsche (Siehe Transpi) eben. Genau wie Stalin glauben die irgendein tyrannisches Verhältnis (Der Westen/Die SU) gegen Aufklärungsverräter (Antiimperialisten/Trotzkisten) verteidigen zu müssen. Wie Stalin finden diese Menschen imperialistische Krieg zwar nicht wunderprächtig, aber notwendig. Stalin nennt das Bolschewismus, Antideutsche verteidigen den neokonservativen Ansatz. (Gegen den Iran zum Beispiel) Wie bei Stalin ist der Sozialismus aus dem Ablaufplan gestrichen, beide halluzinieren davon dieses mörderische Verhältnis schlicht irgendwann “aufzuheben.” Wie von Zauberhand. Der einzige Unterschied besteht darin, dass diese “emanzipatorischen Kommunisten” zum Glück die inkompetentesten Kanaillen sind, welche die linksradikale Bewegung je ausgesessen hat und meinereiner deshalb niemals in Umerziehungslager verfrachten können wird.

        Post scriptum: Kommunismus ist natürlich kotzescheiße Ersatzreligion.

  • miko

    “emanzipatorische Kommunisten” aha verstehe. der aigner sepp sieht die sache wohl so wie sie ist (amtsgeheimnis).

  • http://www.chris-sedlmair.de Chris Sedlmair

    Ja ja die armen Opfer des Stalinismus: Trotzki, Hitler und Mussolini…

  • Anonymous

    Russland 1917: 2,53 Millionen Arbeiter bei Gesamtbevölkerung von 180 Millionen.
    Das sind 1,4 % der Bevölkerung. Diese Arbeiter waren demokratisch in Räten organisiert.
    In den Räten hatten die Boschewiki die Mehrheit.
    Die Räte und Bosclhewiki putschten gegen das Parlament, (das zwar parlamentaristisch gewählt war, aber nicht wie beauftragt den Krieg beenden wollte).
    Die Bauern wurden ermutigt sich das Land anzueignen, was im wesentlichen Aristokraten, aber auch Mittelbauern (z.B. der deutsch/jüdisch stämmige Vater von Trotzki).
    soweit so gut.
    Doch als die Bauern dann das Getreide abgeben sollte, ohne einen entsprechenden Gegenwert zu erhalten war dies während des Bürger-Krieges noch nachvollziehbar.
    Nach dem der Bürgerkrieg (der Weissen gegen den Arbeiterstaat) zuende war, wurden aber versuche der Bauern Getreide auf (Schwarz-) Märkten zu verkaufen mit Erschiessen geandet.
    Diese Politik der Gängelung durch den Zentralstaat war einerseits durch ein Unverständnis der Ökonomie der Bolschewiki bedingt, die die Existenz von Märkten mit Kapitalismus gleichsetzten – es gab Z.B.  in China jahrtausendelang Märkte ohne Kapitalismus, da arbeitssparende Maschinen vom Adel immer wieder zerstört wurden.
    Die “kommunistische Zentralregierung” hatte es nach dem Bürgerkrieg geschaft, das sich ein Gutteil der Bevölkerung im Aufstand befand.
    Die Aufständischen wurden “die Grünen” genannt und lebten ala Robin Hood im Wald und genau wie dieser führten sie Krieg gegen die Steuereintreiber – die sie überfielen.

    Als der Kronstadt Aufstand neidergeschlagen wurde, war Trozki selbst gerade mit der Niederschlagung eines Aufstands “der Grünen” beschäftigt.


    Anmerkung zu Kronstadt:
    Das reaktionäre Machwerk “Schwarzbuch des Kommunismus” behauptet, das 50.000 Menschen in Kronstatt umgebracht wurden.
    Der Anarchist Alexander Bergmann spricht von 2.000 Toten.
    Diese setzen sich allerdings aus 400 toten Kronstädtern und 1.600 toten Rot-Armisten zusammen, da diese ohne Deckung über das Eis liefen und daher ein gutes Ziel abgaben.

    Die restlichen Kronstädter flohen über das zugefrorene Eis nach Schweden (viele kamen später wieder).

    interessant ist nun die Zahl realer Opfer mit denen bürgerlicher Propaganda zu vergleichen: 400 zu 50.000.
    Bei einer realen Gsesamtbevölkerung inkl. Soldaten von 14.500 in Kronstadt haben die bösen Bolschewik – laut “Schwarz Buch des Kommunismus” – jeden Kronstädter also mehr als 3 mal erschossen.

    Die K-Gruppen oszellieren um die “magische” Zahl von 300. Überschreiten sie diese, werden die hierachischen Strukturen, die durch persönliche Gespräche nachvollziehbar aber auch beeinflussbar sind, unerträglich.
    Meine eigenen Erfahrung in der SAG (aka Linksruck aka Marx 21) und ISO zeigen, das der “demokratische Zentralismus” (die Nazis nennen das Kind beim Namen: Führerprinzip) bedeutet, das gewählte Vertreter Entscheidungen treffen können und defakto in die einzelnen Ortsgruppen hineinregieren.
    Die Zusammensetzung der Delegierten kann zudem leicht manipuliert werden, in dem z.B. wie in der SAG / Linkruck ein Arztsohn Delegierten, die seine Linie unterstützen die Fahrkarten sponsort, und so oft überregional Mehrheiten erreichte, die zu einer Führung (ZK bzw. ZL) führten die noch nichteinmal die zweifelhadfte Mehrheit vertrat.

    Die Schreiber der amerikanischen Verfassung (nein – ich bin kein Anti-Deutscher, sondern gegen Aphartheid und Imperialismus) haben aus einem damals bürgerlichen revolutionärem Geiste mehrere Prinzipien aufgestellt:
    1: Freiheit der Rede ( innerhalb der Linken wird gerne mit “Ideologieverdacht” gearbeitet, d.h. man sei “antisemitisch” wenn man etwas gegen den Aphartheitsstaat Israel sagt. Defakto Denkverbote werden ausgeprochen. ps. Zionisten un Nazis kooperierten),
    2: Das Recht Waffen zu besititzen (bedeutete eigentlich  im Wesentlichen, das die Bürger bewaffnete Milizen haben dürfen, die sie gegen einen übermächtigen Zentralstaat schützen.

    Die zentral-Regierung dürfe kein Gesetz schreiben (“the federal state shall write no law”) – nur die Staaten. Die Zentralregierung ist für die Verteidigung und Kriegsführung zuständig – für sonst nix.

    D.h. auf Organisationsprinzipien linker Organisationen übertragen es darf kein ZK in die Ortgruppen hineinintervenieren, sondern nur organisatorische Aufgaben, die überregionales gemeinsames Agieren verlangen wie z.B. überregionale Demoorganisation oder Revolution :)

    Lenin hatte mit seinen Parteiprinzip jedoch in einem recht: Revolutionäre benötigen eine eigene Organisation.

    mit freundlichen Grüssen

    Melchior-Christoph von Brincken.
    Wien, den 17. “Jänner” 2012

    http://www.soziale-opposition.de // http://www.internationale-sozialisten.de
    Kontakt: http://www.soziale-opposition.de -> kontakt -> Nachricht an Ortsgruppe -> Wien

    Lesetipp:  Liberty Defined  – Ron Paul
    (auch als Audiobook herunterladbar bei TPB, Ron Paul ist “Libertärian”, d.h. ist ein prokapitalistischer Anarchist, aber mit seiner Anti-Kriegsposition und dem Ansatz den Zentralstaat inkl. CIA wegzusparen sehr erfrischend – nicht nur für US Verhältnisse)

    ps. von den 1,4% Arbeitern, die die Räte ausmachten starben die meisten
    im Bürgerkrieg gegen “die Weissen” und dann viele bei der
    Niederschlagung von innersowjetischen Aufständen. D.h. am Ende regierte
    das ZK und ein Apparat, und nicht die Arbeiter, die grossteils getötet worden waren.

     

  • Anonymous

    Russland 1917: 2,53 Millionen Arbeiter bei Gesamtbevölkerung von 180 Millionen.
    Das sind 1,4 % der Bevölkerung. Diese Arbeiter waren demokratisch in Räten organisiert.
    In den Räten hatten die Boschewiki die Mehrheit.
    Die Räte und Bosclhewiki putschten gegen das Parlament, (das zwar parlamentaristisch gewählt war, aber nicht wie beauftragt den Krieg beenden wollte).
    Die Bauern wurden ermutigt sich das Land anzueignen, was im wesentlichen Aristokraten, aber auch Mittelbauern (z.B. der deutsch/jüdisch stämmige Vater von Trotzki).
    soweit so gut.
    Doch als die Bauern dann das Getreide abgeben sollte, ohne einen entsprechenden Gegenwert zu erhalten war dies während des Bürger-Krieges noch nachvollziehbar.
    Nach dem der Bürgerkrieg (der Weissen gegen den Arbeiterstaat) zuende war, wurden aber versuche der Bauern Getreide auf (Schwarz-) Märkten zu verkaufen mit Erschiessen geandet.
    Diese Politik der Gängelung durch den Zentralstaat war einerseits durch ein Unverständnis der Ökonomie der Bolschewiki bedingt, die die Existenz von Märkten mit Kapitalismus gleichsetzten – es gab Z.B.  in China jahrtausendelang Märkte ohne Kapitalismus, da arbeitssparende Maschinen vom Adel immer wieder zerstört wurden.
    Die “kommunistische Zentralregierung” hatte es nach dem Bürgerkrieg geschaft, das sich ein Gutteil der Bevölkerung im Aufstand befand.
    Die Aufständischen wurden “die Grünen” genannt und lebten ala Robin Hood im Wald und genau wie dieser führten sie Krieg gegen die Steuereintreiber – die sie überfielen.

    Als der Kronstadt Aufstand neidergeschlagen wurde, war Trozki selbst gerade mit der Niederschlagung eines Aufstands “der Grünen” beschäftigt.


    Anmerkung zu Kronstadt:
    Das reaktionäre Machwerk “Schwarzbuch des Kommunismus” behauptet, das 50.000 Menschen in Kronstatt umgebracht wurden.
    Der Anarchist Alexander Bergmann spricht von 2.000 Toten.
    Diese setzen sich allerdings aus 400 toten Kronstädtern und 1.600 toten Rot-Armisten zusammen, da diese ohne Deckung über das Eis liefen und daher ein gutes Ziel abgaben.

    Die restlichen Kronstädter flohen über das zugefrorene Eis nach Schweden (viele kamen später wieder).

    interessant ist nun die Zahl realer Opfer mit denen bürgerlicher Propaganda zu vergleichen: 400 zu 50.000.
    Bei einer realen Gsesamtbevölkerung inkl. Soldaten von 14.500 in Kronstadt haben die bösen Bolschewik – laut “Schwarz Buch des Kommunismus” – jeden Kronstädter also mehr als 3 mal erschossen.

    Die K-Gruppen oszellieren um die “magische” Zahl von 300. Überschreiten sie diese, werden die hierachischen Strukturen, die durch persönliche Gespräche nachvollziehbar aber auch beeinflussbar sind, unerträglich.
    Meine eigenen Erfahrung in der SAG (aka Linksruck aka Marx 21) und ISO zeigen, das der “demokratische Zentralismus” (die Nazis nennen das Kind beim Namen: Führerprinzip) bedeutet, das gewählte Vertreter Entscheidungen treffen können und defakto in die einzelnen Ortsgruppen hineinregieren.
    Die Zusammensetzung der Delegierten kann zudem leicht manipuliert werden, in dem z.B. wie in der SAG / Linkruck ein Arztsohn Delegierten, die seine Linie unterstützen die Fahrkarten sponsort, und so oft überregional Mehrheiten erreichte, die zu einer Führung (ZK bzw. ZL) führten die noch nichteinmal die zweifelhadfte Mehrheit vertrat.

    Die Schreiber der amerikanischen Verfassung (nein – ich bin kein Anti-Deutscher, sondern gegen Aphartheid und Imperialismus) haben aus einem damals bürgerlichen revolutionärem Geiste mehrere Prinzipien aufgestellt:
    1: Freiheit der Rede ( innerhalb der Linken wird gerne mit “Ideologieverdacht” gearbeitet, d.h. man sei “antisemitisch” wenn man etwas gegen den Aphartheitsstaat Israel sagt. Defakto Denkverbote werden ausgeprochen. ps. Zionisten un Nazis kooperierten),
    2: Das Recht Waffen zu besititzen (bedeutete eigentlich  im Wesentlichen, das die Bürger bewaffnete Milizen haben dürfen, die sie gegen einen übermächtigen Zentralstaat schützen.

    Die zentral-Regierung dürfe kein Gesetz schreiben (“the federal state shall write no law”) – nur die Staaten. Die Zentralregierung ist für die Verteidigung und Kriegsführung zuständig – für sonst nix.

    D.h. auf Organisationsprinzipien linker Organisationen übertragen es darf kein ZK in die Ortgruppen hineinintervenieren, sondern nur organisatorische Aufgaben, die überregionales gemeinsames Agieren verlangen wie z.B. überregionale Demoorganisation oder Revolution :)

    Lenin hatte mit seinen Parteiprinzip jedoch in einem recht: Revolutionäre benötigen eine eigene Organisation.

    mit freundlichen Grüssen

    Melchior-Christoph von Brincken.
    Wien, den 17. “Jänner” 2012

    http://www.soziale-opposition.de // http://www.internationale-sozialisten.de
    Kontakt: http://www.soziale-opposition.de -> kontakt -> Nachricht an Ortsgruppe -> Wien

    Lesetipp:  Liberty Defined  – Ron Paul
    (auch als Audiobook herunterladbar bei TPB, Ron Paul ist “Libertärian”, d.h. ist ein prokapitalistischer Anarchist, aber mit seiner Anti-Kriegsposition und dem Ansatz den Zentralstaat inkl. CIA wegzusparen sehr erfrischend – nicht nur für US Verhältnisse)

    ps. von den 1,4% Arbeitern, die die Räte ausmachten starben die meisten
    im Bürgerkrieg gegen “die Weissen” und dann viele bei der
    Niederschlagung von innersowjetischen Aufständen. D.h. am Ende regierte
    das ZK und ein Apparat, und nicht die Arbeiter, die grossteils getötet worden waren.

     

  • Anonymous

    Russland 1917: 2,53 Millionen Arbeiter bei Gesamtbevölkerung von 180 Millionen.
    Das sind 1,4 % der Bevölkerung. Diese Arbeiter waren demokratisch in Räten organisiert.
    In den Räten hatten die Boschewiki die Mehrheit.
    Die Räte und Bosclhewiki putschten gegen das Parlament, (das zwar parlamentaristisch gewählt war, aber nicht wie beauftragt den Krieg beenden wollte).
    Die Bauern wurden ermutigt sich das Land anzueignen, was im wesentlichen Aristokraten, aber auch Mittelbauern (z.B. der deutsch/jüdisch stämmige Vater von Trotzki).
    soweit so gut.
    Doch als die Bauern dann das Getreide abgeben sollte, ohne einen entsprechenden Gegenwert zu erhalten war dies während des Bürger-Krieges noch nachvollziehbar.
    Nach dem der Bürgerkrieg (der Weissen gegen den Arbeiterstaat) zuende war, wurden aber versuche der Bauern Getreide auf (Schwarz-) Märkten zu verkaufen mit Erschiessen geandet.
    Diese Politik der Gängelung durch den Zentralstaat war einerseits durch ein Unverständnis der Ökonomie der Bolschewiki bedingt, die die Existenz von Märkten mit Kapitalismus gleichsetzten – es gab Z.B.  in China jahrtausendelang Märkte ohne Kapitalismus, da arbeitssparende Maschinen vom Adel immer wieder zerstört wurden.
    Die “kommunistische Zentralregierung” hatte es nach dem Bürgerkrieg geschaft, das sich ein Gutteil der Bevölkerung im Aufstand befand.
    Die Aufständischen wurden “die Grünen” genannt und lebten ala Robin Hood im Wald und genau wie dieser führten sie Krieg gegen die Steuereintreiber – die sie überfielen.

    Als der Kronstadt Aufstand neidergeschlagen wurde, war Trozki selbst gerade mit der Niederschlagung eines Aufstands “der Grünen” beschäftigt.

  • Anonymous

    Demokratische  Zentralismus – Nein Danke

    Russland 1917: 2,53 Millionen Arbeiter bei Gesamtbevölkerung von 180 Millionen.
    Das sind 1,4 % der Bevölkerung. Diese Arbeiter waren demokratisch in Räten organisiert.
    In den Räten hatten die Boschewiki die Mehrheit.
    Die Räte und Bosclhewiki putschten gegen das Parlament, (das zwar parlamentaristisch gewählt war, aber nicht wie beauftragt den Krieg beenden wollte).
    Die Bauern wurden ermutigt sich das Land anzueignen, was im wesentlichen Aristokraten, aber auch Mittelbauern (z.B. der deutsch/jüdisch stämmige Vater von Trotzki).
    soweit so gut.
    Doch als die Bauern dann das Getreide abgeben sollte, ohne einen entsprechenden Gegenwert zu erhalten war dies während des Bürger-Krieges noch nachvollziehbar.
    Nach dem der Bürgerkrieg (der Weissen gegen den Arbeiterstaat) zuende war, wurden aber versuche der Bauern Getreide auf (Schwarz-) Märkten zu verkaufen mit Erschiessen geandet.
    Diese Politik der Gängelung durch den Zentralstaat war einerseits durch ein Unverständnis der Ökonomie der Bolschewiki bedingt, die die Existenz von Märkten mit Kapitalismus gleichsetzten – es gab Z.B.  in China jahrtausendelang Märkte ohne Kapitalismus, da arbeitssparende Maschinen vom Adel immer wieder zerstört wurden.
    Die “kommunistische Zentralregierung” hatte es nach dem Bürgerkrieg geschaft, das sich ein Gutteil der Bevölkerung im Aufstand befand.
    Die Aufständischen wurden “die Grünen” genannt und lebten ala Robin Hood im Wald und genau wie dieser führten sie Krieg gegen die Steuereintreiber – die sie überfielen.

    Als der Kronstadt Aufstand neidergeschlagen wurde, war Trozki selbst gerade mit der Niederschlagung eines Aufstands “der Grünen” beschäftigt.


    Anmerkung zu Kronstadt:
    Das reaktionäre Machwerk “Schwarzbuch des Kommunismus” behauptet, das 50.000 Menschen in Kronstatt umgebracht wurden.
    Der Anarchist Alexander Bergmann spricht von 2.000 Toten.
    Diese setzen sich allerdings aus 400 toten Kronstädtern und 1.600 toten Rot-Armisten zusammen, da diese ohne Deckung über das Eis liefen und daher ein gutes Ziel abgaben.

    Die restlichen Kronstädter flohen über das zugefrorene Eis nach Schweden (viele kamen später wieder).

    interessant ist nun die Zahl realer Opfer mit denen bürgerlicher Propaganda zu vergleichen: 400 zu 50.000.
    Bei einer realen Gsesamtbevölkerung inkl. Soldaten von 14.500 in Kronstadt haben die bösen Bolschewik – laut “Schwarz Buch des Kommunismus” – jeden Kronstädter also mehr als 3 mal erschossen.

    Die K-Gruppen oszellieren um die “magische” Zahl von 300. Überschreiten sie diese, werden die hierachischen Strukturen, die durch persönliche Gespräche nachvollziehbar aber auch beeinflussbar sind, unerträglich.
    Meine eigenen Erfahrung in der SAG (aka Linksruck aka Marx 21) und ISO zeigen, das der “demokratische Zentralismus” (die Nazis nennen das Kind beim Namen: Führerprinzip) bedeutet, das gewählte Vertreter Entscheidungen treffen können und defakto in die einzelnen Ortsgruppen hineinregieren.
    Die Zusammensetzung der Delegierten kann zudem leicht manipuliert werden, in dem z.B. wie in der SAG / Linkruck ein Arztsohn Delegierten, die seine Linie unterstützen die Fahrkarten sponsort, und so oft überregional Mehrheiten erreichte, die zu einer Führung (ZK bzw. ZL) führten die noch nichteinmal die zweifelhadfte Mehrheit vertrat.

    Die Schreiber der amerikanischen Verfassung (nein – ich bin kein Anti-Deutscher, sondern gegen Aphartheid und Imperialismus) haben aus einem damals bürgerlichen revolutionärem Geiste mehrere Prinzipien aufgestellt:
    1: Freiheit der Rede ( innerhalb der Linken wird gerne mit “Ideologieverdacht” gearbeitet, d.h. man sei “antisemitisch” wenn man etwas gegen den Aphartheitsstaat Israel sagt. Defakto Denkverbote werden ausgeprochen. ps. Zionisten un Nazis kooperierten),
    2: Das Recht Waffen zu besititzen (bedeutete eigentlich  im Wesentlichen, das die Bürger bewaffnete Milizen haben dürfen, die sie gegen einen übermächtigen Zentralstaat schützen.

    Die zentral-Regierung dürfe kein Gesetz schreiben (“the federal state shall write no law”) – nur die Staaten. Die Zentralregierung ist für die Verteidigung und Kriegsführung zuständig – für sonst nix.

    D.h. auf Organisationsprinzipien linker Organisationen übertragen es darf kein ZK in die Ortgruppen hineinintervenieren, sondern nur organisatorische Aufgaben, die überregionales gemeinsames Agieren verlangen wie z.B. überregionale Demoorganisation oder Revolution :)

    Lenin hatte mit seinen Parteiprinzip jedoch in einem recht: Revolutionäre benötigen eine eigene Organisation.

    mit freundlichen Grüssen

    Melchior-Christoph von Brincken.
    Wien, den 17. “Jänner” 2012

    http://www.soziale-opposition.de // http://www.internationale-sozialisten.de
    Kontakt: http://www.soziale-opposition.de -> kontakt -> Nachricht an Ortsgruppe -> Wien

    Lesetipp:  Liberty Defined  – Ron Paul
    (auch als Audiobook herunterladbar bei TPB, Ron Paul ist “Libertärian”, d.h. ist ein prokapitalistischer Anarchist, aber mit seiner Anti-Kriegsposition und dem Ansatz den Zentralstaat inkl. CIA wegzusparen sehr erfrischend – nicht nur für US Verhältnisse)

    ps. von den 1,4% Arbeitern, die die Räte ausmachten starben die meisten im Bürgerkrieg gegen “die Weissen” und dann viele bei der Niederschlagung von innersowjetischen Aufständen. D.h. am Ende regierte das ZK und ein Apparat, und nicht die Arbeiter, die grossteils getötet worden waren.

  • http://www.chris-sedlmair.de Chris Sedlmair
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