Opium fürs Volk – LINKE für vollkommene Legalisierung von Drogen
Mal wieder stürzen sich die Medien auf Die LINKE. Dem Entwurf des Drogenpolitischensprechers Frank Tempel, alle Konsumenten von Drogen von “weich” bis “hart”, von Cannabis bis Heroin zu entkriminalisieren, stimmten 211 Delegierte zu. Doch wie begründen die LINKEN die Entkriminalisierung von Konsumenten harter Drogen?

Frank Tempel sollte sich eigentlich auskennen. Er ist Kriminalbeamter im gehobenen Dienst. Die langjährigen polizeilichen Erfahrungen brachten ihn zu folgender Aussage:
Die Umstände durch die Kriminalisierung verursachen viel größere Schäden als der Konsum selbst.
In der Tat verschlingt das Prohibitionsmonster unnötig viele Steuergelder: Ca. 1,6 Milliarden €. Der Großteil des Drogenbudgets(86%) wird demnach für Repressionen ausgegeben; Von Präventivmaßnahmen hält man in Deutschland nicht so vie – es winkt die rote Laterne europaweit.
Die Empörung scheint wiedereinmal gigantisch zu sein; Die Medien haben ein feines Fressen serviert bekommen. “Wie kann eine Partei Cannabis mit Koks und Heroin gleichsetzten?”. Der Drogendebatte tut es jedenfalls gut.
Erobern nun Drogen-Zombies unsere Straßen?
“Aber dann nehmen doch noch viel mehr Menschen Drogen…”. Diese Essenz muss man oft vernehmen, wenn man sich für eine Entkriminialisierung von Drogenkonsumenten ausspricht. Diese Denkweise ist aber nur ein unvollendeter Ansatz.
In der Praxis ist es nunmal so, dass die Reize in der Gesellschaft, insbesondere für Jugendliche, immer dort besonders hoch sind, bei denen etwas illegal ist. Etwas Verbotenes will ausprobiert werden, man möchte wissen was es ist, was einem vorenthalten wird. Sobald aber ein illegales Gut legalisiert wird, schwindet automatisch auch das Interesse der Gesellschaft, der potenziellen Konsumenten. In den USA, wo das Kiffen weitesgehend verboten ist, gibt es prozentual mehr Kiffer, als in den Niederlanden, wo das Konsumieren von Marijuana bekanntlich legal ist.
Im Falle einer Legalisierung von allen Drogen wären also keine Drogen-Zombies auf unseren Straßen zu erwarten.
Koks & Co. im Supermarkt?
Um einen professionellen und sicheren Verkauf von Drogen zu gewährleisten, wie ihn die Linke für Cannabis will, bedarf es Drogenfachgeschäfte. In diesen Fachgeschäften arbeiten Drogenfachverkäufer, welche den Konsumenten berät. Keinesweges soll durch die Legalisierung von Drogen der Eindruck entstehen, dass mehr Menschen Drogen konsumieren sollten. Wer sich dieses Modell der Drogenfachgeschäfte genau anschaut, erkennt die vielen Vorteile:
–> Qualitativ bessere Drogen für den Konsumenten, da geregelter und kontrollierter Verkauf, weniger Drogentote
–> Schwarzmarkt fällt weg, mafiöse Strukturen werden geschwächt
–> durch legalen Verkauf sprudelt eine neue Steuerquelle, die in die Drogenprävention investiert würde
Drogenpolitik gewinnt an Bedeutung
Die Drogenpolitik verlor in den letzten Jahren immer weiter an politischer Bedeutung. Gerne ignorierten die Politiker dieses Schattenthema, längst wurde der Drogenmarkt doch dem Schwarzmarkt überlassen. Selbst die Grünen distanzierten sich immer weiter von ihren einst so avangardistisch autonomen Parolen.
Es bleibt zu hoffen, dass in Zukunft wieder mehr über Drogenpoltik debattiert wird. Interessant wird zudem sein, ob das ebenso in den letzten Jahren kaum diskutierte Thema “Sterbehilfe” wieder aufgegriffen wird.


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