Gebt das Hanf frei – Geben Grüne fortschrittliche Position auf?

Die Grünen sind schon seit ihrer Gründung dafür bekannt, dass sie sich auch für eine andere, eine entkriminalisierende, Drogenpolitik einsetzen. Sie waren bis zu der Gründung der Linken die einzige Partei, welche sich konsequent für eine moderne und fortschrittliche Drogenpolitik eingesetzt hat. Sie hatten erkannt, dass die Legalisierung von Cannabis ein wichtiges Vorhaben ist, welches von der Partei mitgetragen werden muss! Nun scheinen sich die Positionen geändert zu haben!

Cannabis ist keine Einstiegsdroge, Cannabis ist ein Genussmittel, welches nur verboten ist, weil es angeblich nicht zur deutschen Kultur passt. Millionen Menschen in Deutschland fordern Cannabis zumindest zu entkriminalisieren, wenn nicht sogar zu legalisieren!

Legalisierung verhindert Kontakte zur Drogenszene

Eine liberalere Drogenpolitik an deren Ende nur die Legalisierung von Cannabis stehen kann, würde dem Staat und den Bürgern viele Vorteile bringen. So müsste der Konsument von Cannabis oder Gras keine Kontakte mehr mit Dealern haben, welche vielleicht auch andere Drogen verkaufen und dem Konsumenten diese vielleicht auch näher bringen wollen. Ein Verkauf von Cannabis in speziellen Geschäften oder auch Apotheken, wie es die Grünen bisher planten, würde Cannabis aus einem kriminellen Umfeld herausholen.  Die Konsumenten wären also nicht mehr gezwungen ihre Drogen bei einem Dealer zu holen, sondern könnten dies bei einem Geschäft tun, welches ebenfalls dafür sorgen würde, dass das Cannabis nicht mit anderen Stoffen vermischt ist!

Cannabis schadet nicht!

“THC, der psychoaktive Wirkstoff in Haschisch oder Marihuana, ist nicht suchtauslösend, weder körperlich noch psychisch. Viele Jointraucher sind aber nikotinabhängig. Nikotin ist ein Nervengift das körperlich und psychisch sehr abhängig macht. Viele Cannabiskonsumenten bemerken, dass es leicht ist auf Cannabis-Tee oder Cannabis-Gebäck zu verzichten – aber vom nikotinschwangeren Joint können sie einfach nicht lassen. Selbst nach jahrelangem, exzessiven Konsum von Cannabis muss die Dosis nicht gesteigert werden um ähnliche Wirkungen zu erzielen wie bei den ersten paar Joints. Im Gegenteil – nicht selten brauchen die Cannabis-Konsumenten im Laufe der Zeit immer weniger Wirkstoff, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.
Bei Alkohol und anderen harten Dogen verhält es sich umgekehrt,”  wie die Webseite Drogen Aufklärung schreibt!

Die Legalisierung von Cannabis würde auch dazu führen, dass nur das reine Cannabis nach Deutschland kommt und der Konsument so “gute” Ware erhält!

Staat spart Geld durch Legalisierung!

Durch die Legalisierung von Cannabis würde der Staat ungefähr 1 Milliarden Euro sparen, diese würden vor allem durch den Wegfall von Gerichtskosten, sowie den Kosten für Polizei, Richter und Staatsanwälte, entstehen, die in Deutschland emmense Kosten verursachen! Der Hanfverband schreibt: Die Angaben der Kosten der Hanfrepression schwanken erheblich. Unter Berücksichtigung aller genannter Quellen und mit Einbeziehung der Kosten für Zoll und internationale Drogenbekämpfung schätzen wir die Kosten der Hanfrepression auf ca. 1 Mrd. Euro pro Jahr.

Weiterhin gab der Hanfverband an, dass durch die Legalisierung mit Steuereinnahmen von mehr als einer Milliarde Euro zu rechnen sei, einer immsenen Summen, die der Staat für viele Projekte einsetzen könnte.

Eine Legalisierung von Cannabis könnte nach Studien vom Hanfverband und der Webseite Cannabis-legalisieren, dem Staat um die 2 Milliarden Euro bringen, die einerseits durch den Wegfall von Kosten und andererseits durch neue Einnahmen Mehrwerts- und Einkommenssteuer entstehen könnten!

Geben Grüne den Fortschritt auf?

Bisher waren die Grüne, neben der Linken, die Partei die sich am konsequentesten für eine Legalisierung von Cannabis und das sogenannte “Recht auf Rausch” eingesetzt haben, die Spitzenkandidatin der Berliner Grünen, Renate Künast, will dies nun ändern. Die Spitzenkandidatin Künast hält eine Frage, nach der Legalisierung von Cannabis, für veraltet und will für eine drogenfreie Gesellschaft kämpfen und ihren Lifestyle anderen aufzwingen. (kurzer Kommentar von Rot steht uns gut)

Die Grünen sollten schnell klarstellen, dass die Position von Künast nicht die Position der Partei ist, ansonsten würden die Grünen auch noch im Bereich der Drogenpolitik ihre fortschrittliche Position aufgeben.

Glauben an den Fortschritt bedeutet auch Glauben an die Freiheit der Menschen!

 

  • Kai

    ‘Selbst nach jahrelangem, exzessiven Konsum von Cannabis muss die Dosis
    nicht gesteigert werden um ähnliche Wirkungen zu erzielen wie bei den
    ersten paar Joints. Im Gegenteil – nicht selten brauchen die
    Cannabis-Konsumenten im Laufe der Zeit immer weniger Wirkstoff, um die
    gewünschte Wirkung zu erzielen.’

    Das ist glatt gelogen und entspricht nicht der Realität. Auch bei dem Wirkstoff THC tritt im Laufe der Zeit eine Toleranz im Körper gegenüber dem Wirkstoff auf, sprich im Laufe der Zeit benötigt man MEHR Wirkstoff, um die selbe Wirkung zu erzielen. Das ist Fakt.

    • Basti

      dann weis das mal nach… ohne literaturnachweis is das eine behauptung und sonst nichts.

    • Georg Haubenwallner

      Schwachsinn…auch nach 10 Jahren täglichen Konsum kann man seine Tagesdosis selbst durch den Einsatz von Vaporizern und die Vermeidung (von Verbrennungsprozessen und dem Konsum) des extrem starken Suchtgiftes Nikotin reduzieren und man erzielt eine gleichbleibende Wirkung ohne Entzugserscheinungen. Natürlich muss man dazu Disziplin auf bringen und an seine Selbstbestimmtheit als freies Individuum glauben, genau das was einem die Prohibition ausreden will bzw. es versucht historisch falsifiziert und kontraproduktiv zu verhindern.

      Das es nach dem ersten Mal nie wieder so wird wie beim ersten Mal, liegt in der Natur unserer Existenz, auch der Sex ist beim ersten Mal anders als danach, was aber nicht heißt das er deshalb gleich schlechter sein muss. Da psychoaktive Substanzen über Neurotransmitter funktionieren und zwar u.a. über die selben die beim Sex zum Tragen kommen, würde es bedeuten, dass Sex kontinuierlich schlechter werden müsste
      oder nach immer mehr verlangt werden müsste, was nicht der Fall ist, außer man ist sexsüchtig.
      Sucht hat immer mit einer Resignation und den dahinter liegenden Problemen zu tun.
      Es gibt Menschen die probieren einmal Heroin oder Meth und nehmen es nie wieder
      und es gibt andere Menschen die Trinken als Kind eine Cola und danach ihr Leben
      lang Kaffee und enden beim Kokain. Das nennt sich Selbstbeherrschung und ist
      Ihnen offensichtlich fremd, also würde ich die Fingern von psychoaktiven
      Substanzen jeglicher Art lassen.

      • Georg Haubenwallner

        P.S.: der Post unter mir bezog sich auf das Ursprungspost

  • Pingback: Opium fürs Volk – LINKE für vollkommene Legalisierung von Drogen | Die Freiheitsliebe

  • John

    Sollte sich Frau Künast mit ihrer Meinung durchsetzen, habe ich das letzte Mal Grün gewählt!

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