Gauck ist keine Alternative

Joachim Gauck - Die Alternative? - Bildquelle: http://www.flickr.com/photos/das-blaue-sofa/6317568507/sizes/m/in/photostream/
Das Drama um unseren Bundespräsidenten nimmt ein immer größeres Ausmaß an und die Chancen auf eine Neuwahl des Bundespräsidenten steigen. Es war nur eine Frage der Zeit bis SPD und Grüne wieder den Namen Joachim Gauck ins Spiel bringen würden. Nun ist es geschehen Siegmar Gabriel sprach vor wenigen Tagen über den ehemaligen Bürgerrechtler und seine Chancen auf das Amt.
Dabei ist Gauck absolut keine Alternative zu Wulff. Während Wulff in seinen Reden immer versuchte allen Menschen das Gefühl zu geben, dass sie in Deutschland willkommen seien und ihre Kultur hier akzeptiert würde, stellte sich Gauck hinter die Thesen von Sarrazin und verteidigte dessen großen Mut.
Wulff vs Gauck
Niemand muss und soll seine kulturelle Identität aufgeben oder seine Herkunft verleugnen. Es geht darum, die Regeln und Gesetze des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft zu achten und zu schützen. Dazu gehören unsere Verfassung und die in ihr festgeschriebenen Werte: zu allererst die Menschenwürde, aber auch die freie Meinungsäußerung, die Gleichberechtigung von Mann und Frau und der religiös und weltanschaulich neutrale Staat.
so sprach Wulff bei seiner Rede in der Türkei und zeigte damit deutlich, dass es für ihn wichtig ist, dass die Muslime in Deutschland die gleichen Rechte haben, aber auch Pflichten. Auch seine vor einem Jahr gehaltene Rede am Tag der deutschen Einheit zeigte Mut und Entschlossenheit:
Die Zukunft gehört den Nationen, die offen sind für kulturelle Vielfalt, für neue Ideen und für die Auseinandersetzung mit Fremden und Fremdem. Deutschland muss mit seinen Verbindungen in alle Welt offen sein gegenüber denen, die aus allen Teilen der Welt zu uns kommen. Deutschland braucht sie!
Gauck dagegen forderte vor allem von den Menschen aus anderen Kulturkreisen und sah diese als oberste Pflicht.
Auch seine Äußerung zu den Finanzmärkten waren mehr als Zweifelhaft und offenbarten, dass der ehemalige Kandidat Gauck vor allem den Kapitalismus verteidigt und jede Form von Kritik an diesem als kommunistischen Irrglauben sieht.
Seine Kritik an der Occupy-Bewegung und seine Verteidigung des Kapitalismus und des Neoliberalismus lassen immer mehr Zweifel aufkommen, wieso die SPD einen solchen Kandidaten nominierte.
Während Gauck die Occupy-Bewegung und jede Form des Antikapitalismus kritisierte, zeigte der jetztige Bundespräsident Verständnis für die Kritik an den ausufernden Finanzmärkten und für die neuen Formen des Widerstands.
Wulff ist sicher kein idealer Präsident und hat viele Fehler gemacht, für die er warscheinlich auch zurücktreten sollte, Gauck nochmal als Kandidaten zu nominieren, wäre aber ein noch größerer Fehler, als Wulff im Amt zu lassen.
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