Drogenkonsumenten helfen – Prävention stärken – Heroin nicht legalisieren!

Drogen - von Twak http://www.flickr.com/photos/twak/4140510605/sizes/m/in/photostream/

Die Linke hatte in einem Antrag beschloßen harte Drogen zu legalisieren. Diese Idee sorgte für einen Aufschrei in Deutschland. Viele Bürger in Deutschland zeigten sich entsetzt über diese Idee, einige begrüßten diesen Schritt. Freeleo sprach sich in seinem gestrigen Beitrag für eine Legalisierung von harten und weichen Drogen aus!

Die Linke hat inzwischen ihren Antrag geändert und ihn umformuliert und will nicht mehr harte Drogen legalisieren, sondern Konsumenten die Möglichkeit bieten an speziellen Orten “saubere” Drogen zu erwerben und die Konsumenten nicht mehr zu kriminalisieren. Diese Änderung des ersten Antrags ist durchaus sinnvoll.

Harte Drogen legalisieren?

Die Legalisierung von harten Drogen würde nicht dazu führen, dass weniger Menschen Drogen ausprobieren, es würde vielleicht sogar dazu führen, dass die Menschen neues ausprobieren und sich weniger Gedanken darüber machen, da sie denken, dass es durch die Legalisierung weniger gefährlich ist! Die Legalisierung würde es den Menschen zwar einfacher machen an saubere Drogen zu kommen und den organisierten Drogenhandel schwächen, allerdings nur wenn die Drogen weltweit oder zumindest in großen Teilen der Welt legalisiert sind! Die Menschen könnten infolge einer Legalisierung mit besseren Produkten rechnen und eine größere Unterstützung erfahren, wenn sie den Drogenkonsum beenden würden, auch würde die Gesellschaft wohl nicht mehr ganz so abweisend auf Konsumenten von Drogen reagieren wie es momentan der Fall ist.

Eines der größten Probleme bei einer Legalisierung von harten Drogen ist aber die faktische Gleichstellung mit weichen Drogen, welche deutlich weniger suchtgefährdend sind und deutlich weniger Schäden hervorrufen als harte Drogen. Harte Drogen und die Möglichkeit diese in “normalen” Geschäften zu kaufen, könnten die Gesellschaft stark verändern und eine Veränderung des Umgangs mit Drogen im Allgemeinen erzwingen.

Beschafungskriminalität sinkt

Bei einer Legalisierung von harten Drogen würde die massive Beschafungskriminalität bei Abhängigen von harten Drogen deutlich sinken, da die Preise sinken würden und die Menschen nun leichter an diese Drogen kommen würden. Die Abhängigen/Konsumenten könnten sich nun einfacher ihre Drogen beschaffen, allerdings wäre es dadurch auch weniger Notwendig den Konsum von harten Drogen aufzugeben. Durch Aufklärung könnte man eine bessere Praxis schaffen um dem Konsum vorzubeugen, allerdings dürfte es schwerer werden Abhängigen einen Entzug anzubieten, da diese nun viel leichter Drogen kaufen könnten. Die Legalisierung von harten Drogen würde es unglaubwürdiger machen gegen Drogenkonsum und Abhängigkeit vorzugehen, da es viel schwieriger ist etwas negativ darzustellen, wenn es von der Gesellschaft als vollkommen normal angesehen wird.

Harte Drogen, die nachweislich Körper und Geist schädigen und dafür sorgen, dass die Konsumenten für lange Zeit nicht auf eigenen Beinen stehen können, sollten in der Gesellschaft nicht als etwas normales angesehen werden. Sie sollten weiterhin als schädlich gelten und nicht an jeder Eckte erhältlich sein.

Die Änderung des Antrags auf dem Parteitag der Linken ist durchaus sinnvoll, da es wichtig ist den Konsumenten Möglichkeiten zu bieten an die Drogen zu kommen und ihnen diese in “sauberem” Zustand zu geben und so die Zahl der Drogentoten zu senken. Die Entkriminalisierung von Konsumenten würde es diesen einfacher machen gegen ihre Abhängigkeit vorzugehen, da sie sich deutlich weniger Sorgen machen müssten für ihren Konsum gerichtlich belangt zu werden. Eine Legalisierung des Konsums würde der Gefahr, die der Konsum von Heroin und ähnlichen Drogen mit sich bringt aber nicht gerecht werden. Eine Entkriminalisierung und eine auf Prävention ausgerichte Politik würde den Konsumenten helfen, gegen ihre Sucht vorzugehen. Sie würde aber gleichzeitig verhindern das Cannabis und andere weiche Drogen mit harten und stark gesundheitsschädlichen Drogen wie Heroin gleichgestellt werden.

Die Linke hat sinnvollerweise entschieden ihren Antrag nochmal etwas zu verändern!

  • http://www.facebook.com/people/Brigitte-Schilling/1663514761 Brigitte Schilling

    >> Harte Drogen, die nachweislich Körper und Geist schädigen und dafür sorgen, dass die Konsumenten für lange Zeit nicht auf eigenen Beinen stehen können, sollten in der Gesellschaft nicht als etwas normales angesehen werden. <<
    Alkohol verbieten! SOFORT!

    • http://www.facebook.com/michael.meier.75 Michael Meier

      schwachsinn

  • http://twitter.com/thesnake69 C. Stephan Schlangen

    Ich fürchte, da hat jemand was falsch verstanden. Es geht gerade nicht drum, dass man sich an jeder Ecke einen Schuss kaufen kann, das ist IMHO realistisch betrachtet die aktuelle Situation, und das nicht nur in Großstädten, sondern darum, Süchtige aus der Illegalität zu holen und ihnen die Möglichkeit zu geben, an sauberen, geprüften Stoff zu kommen.
    Die Leute gehen meistens nicht am Heroin selbst zu Grunde, sondern an den Streckmitteln bzw. den zu wenig vorhandenen Streckmitteln, die bei der “gewohnten” Menge dann zu einer Überdosierung wegen zu hoher Konzentration führen. Eine Legalisierung mit preisgünstiger Abgabe an bereits Abhängige über lizensierte “Drug Stores” bei gleichzeitigen massiven Strafen bei unlizensiertem Verkauf, besonders an Jugendliche und Nicht-Anhängige nähme da den Druck aus dem kessel und würde für bessere Kontrolle sorgen.

  • Sukram

    Ich befürworte die Meinung von Stephan. Allerdings bekomme ich beim obigen Artikel leichte Bauchschmerzen. Diese Ideologie, dass Heroinkonsumenten mit absoluter Sicherheit als Junkies auf der Straße verelenden, taucht hier leider unterschwellig auf. Heroinsüchtige sind Prohibitionsopfer, da sie  in das durch die Prohibition verursachte Milieu gerutscht und in eine Negativspirale gelangt sind. Menschen, die beim Heroin angekommen sind, leiden oft schon unter starken Problemen und negativen Drogenfolgen, sie sind ohnehin suchtanfällig oder schon süchtig nach anderen Substanzen. Deshalb ist das Suchtpotenzial von “harten Drogen” schwer zu erfassen. Durch eine Entkriminalisierung könnte man den Gebrauch/Missbrauch wirklich senken (ca.200 000 Konsumenten sind relativ überschaubar), sowie das prohibitionsinduzierte Suchtpotenzial reduzieren. Ziel sollte es sein, durch die Stärkung des Menschen den Drogenmissbrauch unnötig zu machen (Erziehung, Bildung, Aufklärung etc.), da dieser ausschließlich die Folge und Verfestigung, aber nicht die Ursache von Problemen darstellt. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die sich trotz Ächtung und Diskriminierung vom Heroin trennen können. “Etwa ein Drittel der Heroingebraucher werden im Stadium des
    Jungerwachsenseins abhängig und steigen jenseits des Alters von 30 – 35
    Jahren allmählich ohne irreversible Gesundheitsschäden von selbst aus
    der Abhängigkeit aus. Und einigen ermöglicht die Erfahrung auch den
    selbstkontrollierten, genussvollen Gebrauch.” Ich lehne einen freien Verkauf von beispielsweise Heroin zwar ab, allerdings darf man die “harten” Drogen nicht zu sehr dramatisieren. Auch “weiche” Drogen (?) können bei falscher Dosierung schädigend sein.
    Frage: Nach welchem Verfahren unterteilt man weiche und harte Drogen? Wo befindet sich Alkohol? Was ist mit Ecstacy, Speed, Pilze, LSD, Ketamin, MDMA und und und? Alkohol zum Beispiel schädigt fast alle Organe und kann stark psychisch und physisch abhängig machen, LSD hingegen hat ein vergleichsweise geringes körperliches Schädigungspotenzial und auch das Suchtpotenzial ist relativ gering. Ähnliches gilt für Pilze.Allerdings können dagegen die psychischen Auswirkungen sehr stark sein. Jede Droge hat ihre spezielle Wirkungsweise, ihre bestimmten Risiken sowie Vor- und Nachteile. Ist es also nicht das Konsummuster, welches die Gefahr bestimmt? Gibt der einzelne Mensch der Droge nicht die eigentliche Gefahr?

  • Pingback: Der Antrag der Linken vom 25. Januar – kleine Schritte zur Legalisierung von Cannabis | Die Freiheitsliebe

  • Pingback: Die Cannabis-Partei – Piraten mit neuen Forderungen? | Die Freiheitsliebe

  • http://www.facebook.com/tripsitter Christian Tripsitter

    Keine Substanz wird ungefährlicher, wenn man sie verbietet. Keine!
    Drogenverbote sind für die
    Gesellschaft viel teurer als legale Rauschmittel. Dazu kommt, dass ein
    Großteil der von Konsumenten erlebten Gesundheitsprobleme Folge des
    Schwarzmarktes, von fehlendem Jugendschutz, unkontrollierter Qualität,
    Streckmitteln etc. pp. sind.
    Drogenprobleme sind und bleiben in erster Linie DrogenPOLITKprobleme!Wer Drogen illegalisiert, beraubt sich der Kontrollmöglichkeiten.

    Es gibt keine harten und weichen Drogen. Es gibt nur harte und weiche
    Konsummuster! Gerade weil ich um die Risiken des Konsums von Drogen
    weiß, verstehe ich nicht, warum wir die Betroffenen mit ihren Problemen
    alleine lassen. Schlimmer noch – Mit dem Verbot haben wir dafür gesorgt,
    dass die Mafia gefährliche Substanzen mit noch gefährlicheren
    Streckmitteln verunreinigt, Konsumenten keinerlei Information über
    Inhaltsstoffe und Nebenwirkungen erhalten und Angst haben müssen, wenn
    sie um Hilfe bitten. Wer anderen mit seinem Rausch nicht schadet, sollte
    deshalb nicht staatlich verfolgt werden!
    Nur Aufklärung kann Drogenprobleme verhindern/ ihre Folgen mildern.

  • Steps

    “Harte Drogen, die nachweislich Körper und Geist schädigen und dafür
    sorgen, dass die Konsumenten für lange Zeit nicht auf eigenen Beinen
    stehen können, sollten in der Gesellschaft nicht als etwas normales
    angesehen werden. Sie sollten weiterhin als schädlich gelten und nicht
    an jeder Eckte erhältlich sein.” … an und für sich ein guter Gedanke, allerdings sollte man dann auch nicht vergessen, Alkohol mit auf die Liste der Drogen zu setzen, die man nicht an jeder Ecke erhalten können sollte ;)

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