Die Abwertung der anderen!
Die EU-Grundrechtecharta unterstreicht „die unteilbaren und universellen Werte der Würde des Menschen, der Freiheit, der Gleichheit und der Solidarität“ und verbietet Diskriminierungen aufgrund zugewiesener
Gruppenzugehörigkeiten. Die Basis der Menschenrechte und ein vielseitiges, tolerantes und multikulturelles Selbstbild Europas sind nicht nur für den Schutz von Minderheiten essentiell. Sie sind zudem Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Demokratiefestigkeit in Europa.
Maßgeblich dabei ist nicht nur die bloße Akzeptanz des „Anderen“: Ob sich Europa für oder gegen Toleranz und Vielfalt entscheidet, hängt von der tatsächlichen Integration heterogener Gruppen ab. Dabei gibt das Ausmaß von Vorurteilen gegenüber bspw. Migrant/innen, Muslim/innen, Homosexuellen oder Arbeitslosen Aufschluss darüber, wie es um den Willen der Europäer/innen zu gegenseitiger Akzeptanz und Anerkennung steht. Auch die zunehmenden Erfolge rechtspopulistischer und rechtsextremer Bewegungen attestieren eine eklatante Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Gerade zu Krisenzeiten schafft es die extreme Rechte vielerorts, mit Ausgrenzungsparolen und vermeintlich einfachen Antworten zu punkten. Mit Blick auf Wahlerfolge in Ländern wie Schweden, Dänemark, Österreich, den Niederlanden und Ungarn drängt sich die Frage auf, wie es um unsere demokratischen Grundwerte in Europa bestellt ist.
Wie halten es die Europäer/innen also mit menschenrechtlich verbrieftenWerten wie Toleranz, interkultureller Vielfalt und Solidarität? Wie verbreitet sind Vorurteile gegenüber dem vermeintlich „Anderen“? Und inwieweit sind wir bereit, soziale, ethnische, kulturelle und religiöse Minderheiten auf Augenhöhe zu akzeptieren und gleichberechtigt zu beteiligen?
Die Studie „Die Abwertung der Anderen“ zum Ausmaß von Vorurteilen, Intoleranz und antidemokratischen Einstellungen in acht Ländern Europas liefert eine „Europäische Zustandsbeschreibung“.
Dies ist der Text mit dem die Veranstaltung von Dipl. Soz. Andreas Hövermann, Universität
Bielefeld, und Nina Schillings, M.A. – Politikwissenschaftlerin, beworben wird.
Die Veranstaltung findet am Samstag, 28. Mai 2011 on 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr in Köln in dem Bürgerzentrum Alte Feuerwache( Melchiorstr. 3, Kleines Forum) statt!


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