Glauben an den Fortschritt
Wohnungsloser Max Bryan: «Ich liebe mein Leben und ich hole es mir zurück»
- Warum der Obdachlose jetzt Rad fährt -
Ein Rucksack, eine Isomatte und ein Schlafsack, umhüllt von einer blauen Mülltüte, so kennen ihn viele, den in Hamburg gestrandeten Wissenschaftsautor Bryan Leland, besser bekannt auch als Max Bryan.
(ddp-tp) Vor 16 Monaten die Wohnung verloren, verschlug es ihn nach Hamburg, hier konnte er seine Sachen unterstellen, in einem 30 Kubikmeter-Container einer Hamburger Einlagerungsfirma, für die er monatlich 160 EUR bezahlt, die Hälfte seines Einkommens, Bryan lebt von nur 350 EUR im Monat und am Ende reicht sein Geld nie.
Betteln kommt für den 35-Jährigen dennoch nicht in Frage. „Ich habe nie geschnorrt, viele sammeln auch Flaschen, aber das ist nichts für mich, da müsste ich in Mülleimern wühlen“, erklärt der Wahl-Hamburger im Interview.. Diesen Beitrag weiterlesen »
«Armut fliesst durchs ganze Land» Obdachlose radeln für ein besseres Leben
- Jetzt mitmachen und Flagge zeigen gegen Armut und Ausgrenzung -
Einladung zur Radtour vom 5.8.-19.8.2011 von Eriskirch am Bodensee nach Hamburg / 14 Tage – 14 Etappen – 1300 km quer durch Deutschland und vielleicht auch in Ihrer Nähe/ Start am 5. August in Eriskirch um 8.00 Uhr, Treffpunkt Alte Holzbrücke / Den Startschuss gibt Bürgermeister Markus Spieth.
(ddp-tp) Am 5. August ist es endlich soweit. Nach Monaten der Vorbereitung startet in Eriskirch am Bodensee eine Radtour der ganz besonderen Art. 10 Obdachlose und/oder Menschen in Armut fahren mit dem Fahrrad 1300km quer durch Deutschland und setzen ein Zeichen gegen Armut und Ausgrenzung
Die Teilnehmer der Tour sind mehrere Jahre arbeitslos und zum Teil auch obdachlos. Für die „Newbies“ unter den Radfahrern bedeutet das hartes Training, eine völlige Umstellung ihrer Tagesstruktur, Disziplin und Zuverlässigkeit und als Individualisten in einem Team ihren Platz finden. Diese bundesweite Tour soll am Beispiel einzelner auf das Schicksal vieler Menschen aufmerksam machen und aufzeigen, zu welcher Leistung Menschen in Armut fähig sind, wenn man sie nur lässt und ihnen eine Chance gibt. Diesen Beitrag weiterlesen »
Gebt das Hanf frei – Geben Grüne fortschrittliche Position auf?
Die Grünen sind schon seit ihrer Gründung dafür bekannt, dass sie sich auch für eine andere, eine entkriminalisierende, Drogenpolitik einsetzen. Sie waren bis zu der Gründung der Linken die einzige Partei, welche sich konsequent für eine moderne und fortschrittliche Drogenpolitik eingesetzt hat. Sie hatten erkannt, dass die Legalisierung von Cannabis ein wichtiges Vorhaben ist, welches von der Partei mitgetragen werden muss! Nun scheinen sich die Positionen geändert zu haben!
Cannabis ist keine Einstiegsdroge, Cannabis ist ein Genussmittel, welches nur verboten ist, weil es angeblich nicht zur deutschen Kultur passt. Millionen Menschen in Deutschland fordern Cannabis zumindest zu entkriminalisieren, wenn nicht sogar zu legalisieren!
Legalisierung verhindert Kontakte zur Drogenszene Diesen Beitrag weiterlesen »
Der neue Rechtsextremismus – wir nennen ihn Rechtspopulismus!
Der Kampf gegen Rechtsextremismus ist ein Kampf, den wir alle führen müssen. Doch wenn wir diesen Kampf gewinnen wollen, dann müssen wir zuerst einmal definieren, was den Rechtsextremismus heute ausmacht. Der Rechtsextremismus lässt sich nicht mehr erkennen an Springerstiefeln, Glatzen und dem Hass auf Juden. Es ist schon schwierig zu sagen “der Rechtsextremismus”, denn seine Facetten sind so vielseitig.
Wir wollen die NPD verbieten und die Autonomen Nationalisten von den Straßen verbannen, zwei vollkommen sinnvolle Ideen. Aber diese beiden Gruppen werden nicht akzeptiert von der Masse der Gesellschaft und von den Medien erst recht nicht, sie sind nicht unser größtes Problem.
Unser größtes Problem sind die sogenannten Rechtspopulisten, Gruppen die Geert Wilders anhimmeln, den Koran verbieten wollen und die Islamisierung Europas stoppen wollen.
Rechtspopulist oder Rechtsextremist?
Die sogenannten Rechtspopulisten unterscheiden sich von den Rechtsextremisten. Sie unterscheiden sich in ihrem Auftreten, die Autonomen Nationalisten und die Nationalen Sozialsten, sie wirken aggressiv und wollen Angst schüren, die Rechtspopulisten versuchen dagegen den Biedermann zu spielen, geben sich bürgerlich und würden in der Masse nicht auffallen.
Die Rechtspopulisten geben vor die Demokratie schützen zu wollen, welche nach ihrer Auffassung durch den Islam und nicht durch sie bedroht wird. Bei ihrem Einsatz für den “Schutz der Demokratie” und “unserer Rechte” wollen sie Linken und Muslimen den Mund verbieten und verhindern, dass diese sich äußern. Ihr Einsatz für europäische Traditionen gilt nur, solange sie davon profitieren. Die Meinungsfreiheit ist ein Gut, dass sie verteidigen wollen, allerdings nur für ihre Anhänger, für Muslime gilt dies nicht. So will der bekannteste Rechtspopulist, Wilders, den Koran verbieten und Millionen Menschen ihrer Religion, ihres Glaubens und ihrer Freiheit berauben und zwar im Namen der Demokratie!
Die Rechtsradikalen sind in diesem Punkt “ehrlicher”, sie behaupten nicht von sich, dass sie mit unserem System einverstanden wären oder diese Werte verteidigen wollen, sie sagen offen, dass sie Rassisten sind und die Rechte nicht für alle gelten sollten!
Begriffe anders deuten
Rechtspopulisten und Rechtsextremisten unterscheiden sich auch bei der Auswahl ihrer Freunde und ihrer Feinde. Während der klassische Rechtsextremist die USA, Israel und die BRD verteufelt, da sieht der Rechtspopulist in all diesen seine Freunde und wählt lieber den Muslim und die ganze islamische Welt, sowie die sogenannten “Gutmenschen”, also Menschen, die sich für eine gerechtere und freiere Gesellschaft einsetzen, als Feind!
In einem sind sich Rechtsextremisten und Rechtspopulisten einig, sie hassen Menschen auf Grund ihrer Einstellung, ihrer Werte, ihrer Herkunft und ihrer Religion.
Vorgehen gegen Rechtspopulisten!
Das Polizei und Staat, sowie Parteien und Bürger gegen Rechtsextremisten vorgehen ist bekannt, ein Vorgehen gegen die Rechtspopulisten ist leider sehr selten. Aber können wir es wirklich tolerieren, wenn nun gegen Muslime gehetzt wird, diesen jede Freiheit abgesprochen wird und ihnen keine Rechte mehr zugestanden werden?
Rechtspopulisten und Rechtsextremisten unterscheiden sich, doch die deutlich größere Gefahr geht von den Rechtspopulisten aus. Mit ihrer Kritik an den angeblich asozialen Migranten und den so intoleranten Muslimen, versuchen sie sich als Liberale oder Konservative darzustellen, die uns beschützen wollen. Ihre Kritik stößt auf Zustimmung, denn der Zorn auf Migranten ist verbreitet in ganz Europa.
Wenn wir nun konsequent gegen Rassismus und Intoleranz vorgehen wollen, dann müssen wir den Rechtspopulisten als das erkennen was er ist, ein Extremist und zwar ein Rechtsextremist. Er unterscheidet sich äußerlich, doch der Hass ist der Gleiche, die Zielgruppe eine andere! In unserem Kampf gegen Rechts dürfen wir nicht halt machen vor den Biedermännern, die uns vor dem Islam schützen wollen, wir müssen genau über diese aufklären und verbreiten, für was sie stehen.
Wir dürfen es nicht dulden, wenn sie andere Menschen beleidigen und ihnen ihre Rechte absprechen! Es ist ein Grundrecht seine Meinung zu äußern, wenn sie keinen anderen beleidigt oder diskriminiert.
Der Kampf gegen Rechtsextremismus, er beginnt bei den Rechtspopulisten, denn ihre Worte ziehen heute die Massen an, Wilders und die Niederlande sind das beste Beispiel, wie erfolgreich die Hetze gegen Muslime sein kann.Wenn wir uns für eine Welt ohne Rassismus einsetzen wollen, dann dürfen wir nicht die Augen verschließen vor der wirklichen Gefahr, es macht keinen Unterschied gegen welche Religion oder welches Volk gehetzt wird, Rassismus ist und bleibt ein Verbrechen, vor dem wir nicht die Augen verschließen dürfen!
Dies ist der fünfte Teil der Reihe “Glauben an den Fortschritt”!
Bedingungslose Solidarität mit Israel oder Palästina?
Die deutsche Staatsräson fordert von uns bedingungslose Solidarität mit Israel, so sagt zumindest unsere Bundeskanzlerin! Diese Bekenntnis hat viele Unterstützter, in den verschiedensten politischen Gruppierungen! Es gibt aber auch diejenigen, die eine bedingungslose Solidarität mit Palästina fordern, meist in linken Kreisen. Man findet diese aber auch bei der extremen Rechten, die dies allerdings nicht aus Liebe zu Palästina, sondern wegen ihrem Hass auf das Judentum fordert!
Bedingungslose Solidarität? Nein Danke!
Darf man sich in Deutschland tatsächlich bedingungslos auf eine der beiden Seiten stellen? Auf den ersten Blick gibt es viele Gründe, weswegen man die eine oder die andere Seite unterstützen könnte. So sind die Deutschen, aufgrund des Holocausts, in einer schwierigen Situation. Sie können zwei Lehren aus diesem ziehen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Frei wie ein Adler
Freiheit ist das höchste Gut nach dem wir Menschen streben können, Freiheit ist das größte Geschenk von Mutter Erde, Freiheit ist es wert für sie zu kämpfen.
Ich habe nicht die vollkommene Freiheit, doch als in Deutschlandlebender habe ich die Freiheit zu sagen was ich denke. Diese Freiheit haben die Revolutionäre in der arabischen Welt nicht.
Doch wir alle haben die Freiheit zu träumen. Wir träumen von den unterschiedlichsten Dingen, wir träumen meist, wenn wir schlafen.
Doch in letzer Zeit träume ich auch tagsüber, ein Tagträumer. Ich träume davon über Kairo zu fliegen, nicht in einem Flugzeug, ich träume ich könnte Kairo sehen aus der Perspektive eines Adlers.
Ich träume, ich würde die Menschen dort sehen und mit ihnen über die soziale freiheitliche Revolution reden. Ich träume davon, dass alle Menschen fest hinter den arabischen Revolutionären stehen und nicht nur die Menschen, die sich für Politik interessieren oder die aus der Region stammen.
Tauben über dem Tarir-Platz Diesen Beitrag weiterlesen »
Wir brauchen kein Frontex – Wir brauchen keinen Schutz!
Die Bilder aus Tunesien und Ägypten lassen auch die Menschen in Europa jubeln! So hoffen wir, dass es in der arabischen Welt nun auch Demokratien entsehen, dass die Menschen frei sind, “so frei wie wir” und dass die Menschen dort jetzt ein besseres Leben führen können. Viele Menschen haben für Freiheit, Gleichheit und Solidarität gekämpft! Viele allerdings sind durch die Revolutionen nun noch ärmer als vorher und wollen nach Europa um ein besseres Leben zu beginnen!
Frontext hat es sich zur Aufgabe gemacht unsere Grenzen sauber zu halten, uns zu schützen vor diesen “bösen” Flüchtlingen. Menschen die aus ihrer Heimat flüchten, weil diese nach Jahrhunderten der Unterdrückung, durch europäische Kolonialmächte und der Herrschaft von Diktatoren, keine Perspektive für ein menschenwürdiges Leben bietet.
Geld geben aber keine Verantwortung Diesen Beitrag weiterlesen »
Die Jugend steht auf – Wann folgt Deutschland?
Letztes Jahr ist es auch in Deutschland gelungen, die Bürger zu Demonstrationen zu bewegen. Dies war ein wichtiger Schritt für eine Demokratie. Es wurde gegen Stuttgart 21 demonstriert und für ein Ende der atomaren Energien. Wann aber kommt der Tag, an dem die Menschen in Deutschland aufstehen und gegen die herrschenden sozialen Verhältnisse demonstrieren?
Die Verhältnisse in Deutschland sind vielleicht nicht so schlimm, wie in Spanien oder in Griechenland, Länder in denen immer mehr Menschen aufstehen und für eine sozialere, fairere und freiere Gesellschaft demonstrieren. Die Arbeitslosenquote ist im Verhältnis zu anderen europäischen Staat auf mittlerem bis niedrigem Niveau und nach offiziellen Angaben sinkt sie sogar. Dies liegt aber auch an der Art und Weise, wie diese in Deutschland berechnet wird!
Leben von der Arbeit? Diesen Beitrag weiterlesen »
Bildungsstreik ohne die Opfer des Bildungssystems?
Wie jedes Jahr, wird es auch in diesem Jahr einen Bildungsstreik geben. Der Bildungsstreik, wenn man von einem einheitlichen Projekt sprechen kann, hat viel erreicht. Die Studiengebühren in NRW und Hessen wurden abgeschafft, da die Studierenden und Schüler auf die Straßen gegangen sind, um sich für ein gerechteres Studiensystem einzusetzen!
In diesem Jahr soll wieder „gestreikt“ werden. Dieses Wort ist “echt” unpassend, denn es vermittelt, dass man gegen Bildung streikt und nicht für ein bessere Bildung. Ein passenderer Name für die Demonstrationen wäre wohl “Bildungssystem bestreiken” oder etwas ähnliches, damit schon durch den Namen klargestellt ist, dass es sich um eine Aktion handelt, die sich gegen das aktuelle System richtet und nicht etwa gegen die Bildung!
Opfer des Systems werden vergessen! Diesen Beitrag weiterlesen »

