Pazifismus
Es geht um Erdöl, Erdgas und Gold: Mali
Mali, wo liegt das eigentlich? Das dürfte für viele Menschen die erste Frage gewesen sein, als vergangenes Jahr erstmals über einen Militäreinsatz im afrikanischen Land öffentlich diskutiert wurde. Inzwischen hat die Bundesregierung beschlossen, bis zu 330 Soldaten nach Mali zu entsenden und das alles, „im Namen des Friedens“.
Bereits an diesem Freitag soll der Bundestag einem Bundeswehreinsatz in Mali beschließen. Die Zustimmung aller Fraktionen gilt sicher. Lediglich die Linksfraktion stellt sich konsequent gegen den Militäreinsatz und argumentiert für eine friedliche Lösung. Selbst Jürgen Trittin von den Grünen begrüßt diesen Schritt. Im vergangenen Oktober berichteten wir darüber, wie sich die Lage in Mali nach dem Militärputsch gegen die Zentralregierung verschlechtert hat. Für die Tuareg, welche seit den 1960er Jahren systematisch unterdrückt werden, brachte der Machtwechsel keine Verbesserung – im Gegenteil.
Rohstoffe, Rohstoffe, Rohstoffe
Mali ist reich an Rohstoffen. Öl, Gas und Gold werden im Binnenstaat abgebaut. Doch für Frankreich könnte der Uranabbau im benachbarten Niger deutlich wichtiger sein: Die französische Regierung befürchtete durch die Ausweitung des Konflikts, dass der drittgrößte Uranproduzent der Welt nicht mehr die geforderten Quoten erfüllen könnte.
Eine nicht gehaltene Rede an den Minister
Am 30. Mai 2012 lud der CDU-nahe RCDS Köln den so genannten Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) zum Thema “Wozu noch dienen? Die Bundeswehr als Freiwilligenarmee” ein. Leider hatte eine kritische Teilnehmerin dieser kriegsverherrlichenden Veranstaltung an der Universität zu Köln keine Gelegenheit, die unten dokumentierte Rede an den Kriegsminister zu halten. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass wir nicht glauben, dass Soldaten schuld am Krieg sind. Aber Soldaten sind dennoch für ihr Handeln verantwortlich und könnten auch Widerstand leisten.
Vielen Dank an den Kölner RCDS und die Kölner CDU für diese Gelegenheit für uns Studis an der Uni Köln, uns mit dem Herrn Verteidigungsminister austauschen zu dürfen.
Vielen Dank auch an Sie, Herr de Maizière, für ihren Besuch. Diesen Beitrag weiterlesen »
Wir müssen Kriege unmöglich machen!
Wer wenn nicht WIR?
Die Agenda ist bekannt, die Propagandamittel (Massenmedien) und die Methoden (Unterstellungen, Lügen) überschwemmen uns täglich, wir können Live erleben wie durch die sog. Massenmedien mit ihren Hassberichten, bei uns in jedes Hirn eindringen. Die Methoden sind die altbekannten, sie wurden auch vom Reich das tausend Jahre dauern sollte angewandt.
Die militärische mediale Strategie die in Libyen (Serbien, Afghanistan, Irak, Jemen…) anscheinend für das verfolgte Ziel erfolgreich war, funktioniert etwa so:
Phase 1 - Dämonisiere mit allen Mitteln das Staatsoberhaupt des Landes, das zu überfallen planst.
Phase 2 - Infiltriere in das ausgewählte Land Mörderbanden/Spezialeinheiten und schiebe ihre Taten der Regierung zu.
Phase 3 - Erfinde Greueltaten und präsentiere sie Medienwirksam.
Phase 4 - Mache die Gegendarstellung lächerlich und stelle sie ihrerseits als Lügen dar.
Phase 5 - Stelle die Mörderbanden (Söldnertruppen) die du mit reichlich Waffen ausgestattet hast, als nach Freiheit strebende Menschen dar. Unterbinde in unseren Medien jegliche Berichte und Bilder der Massenunterstützung für die Regierung und bezeichne sie konsequent nur als Regime.
Phase 6 – Jetzt erzeuge ein Bild dass die „Weltgemeinschaft“ dich anscheinend bittet eine sog. „humanitäre Katastrophe“ zu vermeiden.
Phase 7 – Nun schlage mit Offenen und verdeckten militärischen Mitteln zu! Zerstöre Kommunikations-,Infrastruktur-, Versogungsanlagen. Bombardiere und Zerstöre soviel du kannst ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung. Bezeichne tote Kinder als Kollateralschaden. Je mehr du zerstörst desto mehr Aufträge kannst du deinen Firmen zuschieben. Dann verbreite, es würden massenhaft Soldaten zu den „Freiheitskämpfern“ überlaufen.
Phase 8 -Lass symbolträchtige Plätze oder Gebäude besetzen. Verkünde die Befreiung vom Tyrannen/Regime. Zeige Bilder vom johlenden Mopp und bezeichne sie als Siegesfeier.
Phase 9 – Die „Berichterstattung“ lässt du nun einfrieren und die installierten Marionetten deine Befehle ausführen.
Phase 10 – Nun beginnst du wieder mit der Phase 1 im nächsten Land. Diesen Beitrag weiterlesen »
Krieg in Libyen bereits gewonnen? – Nein, noch lange nicht!
18.000 Einsätze , darunter 7.000 Bombenangriffe. Im Durchschnitt sind das 60 Einsätze pro Tag. Die Zahlen sind gigantisch, doch der erhoffte Erfolg bleibt aus. Nichts ist es draus geworden aus dem Blitzkrieg. Seit nun mehr als fünf Monaten führt das NATO-Rebellen-Bündnis Krieg gegen Gaddafi und seine Regierungsanhänger. Dem gemeinsamen NATO-Rebellen Ziel, die Regierung zu stürzen, sind sie nicht viel weiter gekommen – bis vor einigen Tagen.
Die Experten sind wieder einmal verblüfft. Keiner rechnte mit dem schnellen Vormarsch der NATO-Truppen nach Tripolis. Der Grund für den schnellen Durchbruch sind die intensivierten Bombardements. Derek Flood, ein US-Thinktank bezeichnete das Zerstören der umkämpften Städte als ”Aufweichung” der Angriffszielen der verbündeten Rebellen. Neben den Bombardierungen tötete die NATO-Bodenoffensive allein in Tripolis 1.300 Menschen.
Es gehörte zum Plan der NATO, dass sie in den ersten Tagen des Krieges sämtliche Nachrichtin und TV-Senderzentralen in Schall und Rauch aufgehen ließen. Erst so war es möglich, völlig übertriebene Erfolgsmeldungen zu veröffentlichen und das Lybische Volk zu in Angst und Schrecken zu versetzen. Es gibt nun keine neutralen Medien mehr, die die Publikationen und falschen Meldungen widerlegen können.
Tatsächlich sind nur wenige Städte von Rebellen und der NATO erobert worden. Die Medien jedoch berichten fast Täglich von neuen eroberten Städten.
Salih oder “die Liebe zur Macht”
“Es geht mir gut, ich bin bei guter Gesundheit.” Diesen Satz verkündete Ali Abdallah Salih, Präsident von Jemen, im Staatsfernsehn nachdem er laut eines Vertreters bei einem Angriff leicht am Hinterkopf verletzt wurde. Einige Medien berichten von einem Granatenangriff, andere widerrum von einem Raketenangriff. Neben Präsident Salih soll auch der Parlamentspräsident, mehrere Minister und weitere Politiker bei dem Angriff verletzt worden sein. In Sanaa, der Hauptstadt Jemens, regiert das Chaos. Via Twitter konnte man erfahren, dass der Flughafen geschlossen sei, auf der Straßen würde “überall geschossen”. Die Regierungsgebäude sind hart umgekämpft; Die Spezialeinheiten der Armee kämpfen gegen die Stammeskämpfer. Diesen Beitrag weiterlesen »
German revolution – lasst uns etwas bewegen!
In den letzten Wochen habt Ihr, liebe Leser, gemerkt: Wir, die Autoren der Freiheitsliebe schauten oft zur Arabischen Welt, Griechenland und Spanien. In diesen Ländern ist der Großteil der Bevölkerung unzufrieden, haben das Gefühl vom System hintergangen zu werden, wollen nicht mehr länger hinschauen, wie ein Großteil der Bevölkerung versucht sich mit Hungerlöhnen ihr Existenzminimum zu sichern.
Wir analysierten die Lage Europas, urteilten über die Wahrscheinlichkeit von Demonstrationen für soziale Gerechtigkeit in Deutschland. Man kann immer Dinge analysieren und dann interpretieren; Einfacher ist auch effektiver ist jedoch der Selbsttest. Lasst uns etwas initiieren, eine Gemeinschaft bilden, die sich friedlich für die soziale Interaktion einsetzt. Lasst uns diskutieren, lasst uns frei denken, lasst uns philosophieren, lasst uns Konzepte entwerfen für eine bessere Welt. Diesen Beitrag weiterlesen »
Die gestrige Anti-Atomkraft-Demo in Bonn – Japaner kämpft für seine Landsleute
Am gestrigen Samstag versammelten sich ca. 7000 Demonstranten, darunter Eltern mit ihren Kindern, Rentner und eine Menge Jugendlicher, in Bonn. Zusammen protestierte man für einen sofortigen Atomausstieg. An drei verschiedenen Orten versammelten sich die Demonstraten, darunter auch Skater, Fahrradfahrer und Traktorfahrer.
schwache Redner am Kaiserplatz
Diejenigen, die sich am Kaiserplatz versammelten, durften sich schwache Rednerbeiträge anhören. Ein Redner berichtete über die Zustände im AKW Jülich. Nach jeder “Abschalten-Chöre” der Demonstranten schrie der Redner immer wieder die selbige Chöre in das Mikrofon und lachte dabei jedesmal. Nicht nur die unverständlichen Lacher waren fehl am Platz, sondern auch die unzähligen Verhaspler und “ähms”. Zudem war diese Rede viel zu lang und zäh, sodass sich unter den Demonstranten Ernüchterung breit machte. Besser wurde die Stimmung als die Demonstranten sich in Bewegung setzten. Gegen 13 Uhr erreichte man die Kennedybrücke, um gegen die “Brückentechnologie” Atomkraft zu protestieren. Auf der Mitte der Brücke konnte man einem guten Beitrag von zwei Jugendlichen zuhören. Dieser Beitrag war inhaltlich gut und wurde nicht mit “ähms” und Verhasplern begleitet, welche auch die Gründe dafür sind, dass die bieden Jugendlichen viel Applaus ernteten. Diesen Beitrag weiterlesen »
Ist weltweiter Frieden möglich in einem kapitalistischen System – Ein Gespräch mit Otmar Steinbicker
Die Bundeswehr hält Vorträge an Schulen. Otmar Steinbicker, der Gründer des Aachener Friedensmagazins, hatte die Idee, dass auch die Friedensbewegung Möglichkeiten haben soll um ihre Ideen an Schule zu verbreiten. Über diese Idee, die Schwäche der Friedensbewegung und Pazifismus im Kapitalismus sprachen wir mit ihm.
Die Freiheitsliebe: Herr Steinbicker, Sie hatten die Idee die Positionen der Friedensbewegungen in die Schulen zu bringen. Wodurch entstand diese Idee?
Steinbicker: Es gibt dafür zwei Aspekte. Der eine ist, dass die Bundeswehr leider immer noch an Schulen auftreten darf. Offiziell ist ihr zwar Werbung untersagt, aber de facto dienen diese Auftritte der Werbung für die Bundeswehr. Dem muss Friedensbewegung entgegentreten. Sie kann und soll das Verbot solcher Bundeswehrauftritte fordern. Wenn aber Bundeswehrauftritte in Schulen gestattet werden, darf Friedensbewegung meines Erachtens die Schülerinnen und Schüler nicht mit der Bundeswehr allein lassen.
Der zweite Aspekt ist, dass über die Zukunft der Bundeswehr eine große gesellschaftliche Diskussion geführt werden muss. Die Bundeswehr ist 1956 mit dem einzigen Auftrag “Landesverteidigung” aufgestellt worden. Seit 20 Jahren gibt es keine Armee mehr, die die Bundesrepublik Deutschland bedroht. Also ist ihr Auftrag hinfällig. Sie kann aufgelöst werden. Leider ist diese logische Konsequenz derzeit noch lange nicht mehrheitsfähig. Daher ist eine große gesellschaftliche Diskussion über die Zukunft der Bundeswehr dringend nötig – auch in den Schulen. Wenn diese Diskussion überzeugend sein soll, wird sie auch mit Bundeswehrvertretern geführt werden müssen.
Interesse der Jugend am Frieden? Diesen Beitrag weiterlesen »
The Danger of a single story
Was assoziierst Du mit Afrika?
Bürgerkriege? Ausgehungerte Kinder? Freilaufende Giraffen und Elefanten? staubig Wüsten? Guerillas? Trommeln? Sansibar?
Das Problem der Einseitigkeit.
All diese Bilder, all diese Eindrücke, all diese Dinge existieren und verkörpern einen Teil, aber eben auch nur einen Teil Afrikas.
Wenn sich erst einmamal eine “single story” in den Köpfen der Menschen festgesetzt hat, werden auch eher Geschichten erzählt, die diese bestärken.
Man sieht nur noch die “single story” und ist blind für andere Informationen bzw. für gegenteilige Nachrichten.
Chimamanda Adichie, eine nigerianische Schriftstellerin, hielt eine 20 minütige Rede zu der Gefahr des einseitigen Informationsflusses.
Bei der jährlich stattfindenen TED – Konferenz (Technology, Entertainment, Design) erhielt Chimamanda Adichie die Chance dazu, ihre Gedanken, die teils tief gehen und teils lustig wirken, auszudrücken.
Chimamanda Adichie: The danger of a single story
Darf man Terroristen ermorden?
Am heutigen Tag gibt es eigentlich nur ein Thema: Die Tötung Osama Bin Ladens durch ein US-Kommando. Somit wurde der meist gesuchte Mensch der Welt getötet, doch statt zu jubeln sollten wir uns fragen, ob man einen Terroristen töten darf ?
Osama Bin Laden interessieren die Werte des Humanismus und der Aufklärung nicht, so ist es nicht verwunderlich, dass er Menschen ermordet um seine Ziele zu erreichen. Doch darf ein Staat, der vorgibt die Menschenrechte zu verteidigen, einen Menschen umbringen, weil er gegen Gesetze verstoßen hat und vor allem darf man ihn umbringen ohne ihn vor ein Gericht zu stellen?
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