Instrument Antikommunismus – Sonderfall Bundesrepublik

Instrument Antikommunismus - Sonderfall Bundesrepublik

Instrument Antikommunismus – Sonderfall Bundesrepublik

Abgesehen vom Faschismus dürfte keine politische Ideologie den Deutschen mehr Angst einjagen als der Kommunismus.
Jan Korte, Bundestagsabgeordneter der Linken, dem wohl die wenigsten unterstellen würden, dass er ein Kommunist ist, hat das Buch “Instrument Antikommunismus – Sonderfall Bundesrepublik” geschrieben, in dem er sich mit dem Antikommunismus in der Bundesrepublik auseinandersetzt.

Der Antikommunismus der Bundesrepublik hat eine lange Geschichte, er wurde aufgebaut mit der Angst vor einer sowjetischen Invasion. Die Hetze der deutschen Medien gegen die Sowjetunion, welche in der Realität wohl wenig bis nichts mit dem Kommunismus von Marx gemein hatte, und die Propaganda der CDU, aber auch der SPD haben ihren Beitrag zum besonderen Antikommunismus in der Bundesrepublik geleistet. Einer der Höhepunkt des deutschen Antikommunismus war das Verbot der KPD (Kommunistische Partei Deutschlands) im Jahre 1956, die zu diesem Zeitpunkt schon deutlich an Kraft verloren hatte.

Antikommunismus heute

Die Angst vor dem Kommunismus, den bisher wohl noch niemanden im realen Leben kennengelernt hat, ist auch heute noch in den Köpfen der Menschen verankert. Die LINKE , eine Partei, die nicht grade kommunistisch erscheint, wenn sie von Regierungsbeteiligungen und Reformen im System spricht, bekommt dies immer wieder zu spüre. Sie wird verbunden mit der DDR, der Stasi und dem Kommunismus, bei den Menschen sorgt dies für Ablehnung und innerhalb der Partei für merkwürdige Debatten. Gefördert wird die Ablehnung der Linken von den Medien und den anderen Parteien, welche immer wieder den Vergleich zu dem Unrecht der DDR ziehen. Jan Korte befasst sich in seinem Buch mit der Frage, welche realen Auswirkungen der Antikommunismus hatte und wie er heute wirkt.  Seine Beispiele wirken dabei gut belegt, obwohl sie vor allem aus den 50er Jahren stammen, schafft es das Buch einen Überblick über den überdauernden Antikommmunismus der BRD zu bieten.

Antikommunismus der 50er

Der Höhepunkt des deutschen Antikommunismus stellen die 50er Jahre dar, in denen Kommunisten von der Polizei verfolgt wurden, der Geheimdienst Anhänger der KPD asspioniert und massive Rechtsbrüche vornahm. Herhalten musste für alle Brüche des eigenen Gesetzes, die KPD, welche in der damaligen Zeit als Agent des Feindes galt. Eine Behauptung, die nicht ganz verkehrt scheint, wenn der Wandel der KPD seit der Mitte der 20er Jahre betrachtet wird. Deren Untergang sieht Jan Korte auch in dem eigenen Versagen und der strafen Ausrichtung auf die stalinistische Sowjetunion.

Jan Kortes Buch zeigt deutlich, welche Auswirkungen der Antikommunismus auf die Menschen hat, er spart aber auch nicht mit Kritik an der KPD, wenn er auch den Umgang mit ihr deutlich kritisiert.

Das Buch ist definitiv lesenswert, für alle die sich über den Umgang mit der deutschen Linken wundern.

  • McCarthy

    Vor dem Kommunismus kann gar nicht genug gewarnt werden.

  • Cora

    Wer McCarthy heißt, muss das wohl sagen.

  • Klaus0815

    Weshalb muß heute noch vor dem Kommunismus gewarnt werden?
    Man sollte sich mal Gedanken darüber machen, was der Kapitalismus
    zur Zeit anrichtet. In Europa geht die Welt unter, Griechen können ihre
    Kinder nicht mehr ernähren, Spanier werden zusammengeprügelt weil
    sie gegen die Ausbeutung durchs Kapital protestieren.
    Der Kommunismus spielt doch fast keine Rollen mehr in dieser Welt.
    Ist China kommunistisch? Nein kapitalistische Diktatur. Die Sowjetunion
    gibt es nicht mehr. Der Warschauer Pakt wurde aufgelöst.
    Was bleibt ist die Nato, ein Relikt das die Reichsten der Welt schützt
    und für diese Angriffskriege führt, die nur möglich sind weil der kommunistische
    Block als Gegenpart weggefallen ist.
    Wer Angst vor Kommunismus hat, der sollte sich Gedanken machen ob er
    diese Angst nicht besser vor den Kapitalismus haben soll.

    • http://www.facebook.com/la.rs.7777 La Rs

      Der Warschauer Pakt ist nur in die nächste Phase gegangen. Lenin hatte das schon einmal mit seinen NEP gemacht, sich gestärkt und dann richtig zugeschlagen.

  • http://www.facebook.com/la.rs.7777 La Rs

    Torsten Mann hat mit seinem Buch “Weltoktober” gezeigt warum man vor dem Kommunismus warnen sollte. Man sollte immer dessen Langzeitstrategie betrachten. Immerhin ist ja auch er es den die Elite nutzt für die NWO. Auch die EUdSSR ist wiedermal nur eine Ausprägung dessen, auch wenn sie oft fälschlicherweise als Kapitalismus bezeichnet wird. Klar, freie Marktwirtschaft mit zentraler Plannung, klingt ja auch schon so logisch. >..<

    Aber danke, ich werde mir das Buch mal zu Gemüt führen, um zu sehen wie das die andere Seite so sieht.

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