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Wahnsinn, nicht Vernunft leitet Israels Führung

Ahmadinejad - Bild von Flickr http://www.flickr.com/photos/sharif/19652740/sizes/m/in/photostream/

Falls der Iran wagt, einen nuklearen Angriff gegen Israel auszuführen, wird der Iran einen allgemeinen, schmerzhaften Massenselbstmord begehen. Israel wird antworten, und die Welt wird nicht ruhig sein. Jerusalem weiß das, und was noch wichtiger ist, auch Teheran weiß das. Aber in Teheran – so wird uns vom Morgen bis Abend gesagt – könnte die „verrückte“ Führung die Karten mischen. ?? (shuffle the deck)
Und so könnte es sein, dass Israel Teheran zu bombardieren droht, bevor es zu spät ist, und viele Israelis wären sogar dafür. Aber die augenblickliche Debatte, die mit erschreckender Ernsthaftigkeit über die Möglichkeit, den Iran zu bombardieren, geführt wird, lässt einen daran zweifeln, dass dies tatsächlich hier in Israel ist, wo sich der Wahnsinn durchsetzt. Der iranische Wahnsinn muss noch bewiesen werden; in Israel ist es schon sonnenklar. Diesen Beitrag weiterlesen »

Flattrt die Twitter-Accounts – Neues aus der Flattr-Welt

Am vergangenen Montag war die Flattr-Webseite down, wie von den Bertreibern im Voraus angekündigt. Auf den ersten Blick hatte sich nicht viel verändert, als die Webseite wieder online war. Das Design war leicht verändert, das User-Interface sah fast aus wie vorher. Dennoch hatte sich viel verändert, denn es gibt einige neue und tolle Funktionen.

Flattr und Twitter

Bisher war es nur möglich gewesen Flattr mit seinem Twitter- und/oder Facebookaccount zu verknüpfen, dies brachte allerdings nicht wirklich viel, ausser einigen zusätzlichen Meldungen in dem jeweiligen Netzwerk. Seit Montag ist es aber möglich jeden einzelen Twitter-Account auf dieser Erde zu flattrn, dafür muss der oder die Besitzerin des Accounts noch nichtmal flattrn. Um diese Möglichkeit zu nutzen, muss nur ein Flattr-User den Twitter-Namen auf der rechten Seite der Sidebar, in ein entsprechendes Feld, eingeben. Dadurch wird ein Flattr-Button angelegt und dem entsprechenden User zugeordnet. Diesen Beitrag weiterlesen »

Niema Movassat: Anwort auf Ali Al Dailamis Replik zur arabischen Welt

Mein FAQ zum Umbruch in der arabischen Welt hat viele Reaktionen hervor gerufen, überwiegend positve, aber auch einige negative. Eine davon ist die von Ali Al Dailami, Mitglied im Parteivorstand DIE LINKE. Da diese im Internet in einigen Blogs und auch bei Facebook die Runde gemacht hat, stelle ich meine Antwort hier auch öffentlich einsehbar ein. Dies ist auch deshalb sinnvoll, weil dadurch nochmal einige Fragestellungen, die in meinem FAQ noch nicht vor kamen, angesprochen werden. Das FAQ kann übrigens eben nicht alle Punkte aufgreifen, ansonsten ließe sich über das Thema auch ein Buch schreiben. Hier nun die Antwort:

Lieber Ali,

Liebe Genossinnen und Genossen,

nach einer anstrengenden Sitzungswoche komme ich erst heute dazu, dir zu antworten. Bevor ich auf den Inhalt deiner E-Mail eingehe, möchte ich einige Sätze zu Stil und Form sagen.

Du schreibst ich würde „krasse Fehler“ machen und alles „auf das einfachste herunter brechen“. Dabei zeigt sich aber schnell, dass du einfach teilweise eine ganz andere Analyse  hast, was legitim ist, aber sicherlich keine Frage eines „falsch/richtig“ ist – so gesehen finde ich deine Analyse teilweise ebenso „falsch“ bzw. „vereinfacht“.

Ich habe meinerseits einen Aufschlag gemacht mit dem FAQ und versucht, Punkte, die ich für relevant halte und Analysen, die ich für richtig halte, darzulegen und zu begründen. Auch habe ich nicht westliche Mainstreammedien als primäre Informationsquelle genutzt, wie du behauptest. Vielmehr sind Gespräche mit Menschen aus den betroffenen Regionen der arabischen Welt und arabische und linke westliche Medien die Basis meiner Analyse.

Zu deinen Punkten: Diesen Beitrag weiterlesen »

Aktionstag gegen instituionellen Rassismus!

Aufruf zum bundesweiten Aktionstag am 22. März 2011 gegen Asylbewerberleistungsgesetz, »Residenzpflicht«, Lagerisolation & rassistische Sondergesetzgebung“
Bundesweit werden am 22.03. Aktionen gegen das Asylbewerberleitsungsgesetz und den daraus resulteirenden Folgen für die Betroffenen stattfinden. In Berlin wird es eine Kundgebung gegen die Heim&Lagerunterbringung geben, verknüpft mit einer Absage an eine der Firmen (K&S), die aus dem staatlich produzierten Elend der Flüchtlinge Profit schlagen. In Brandenburg organisiert das Bündnis gegen Lager eine Solidaritätsaktion mit den BewohnerInnen eines Heim dieses Betreibers. Achtet auf Ankündigungen und kommt zahlreich!

An vielen Orten in ganz Deutschland wehren sich Flüchtlinge mit Streiks und Protesten gegen unerträgliche Lebensbedingungen. Im Jahr 2010 haben sich allein in Bayern über 500 Flüchtlinge an Hungerstreiks und Essenspaketeboykotten beteiligt. In Thüringen haben Flüchtlinge durch ihren massiven Protest die Schließung des Isolationslagers Katzhütte erzwungen. In Mecklenburg-Vorpommern wurden die menschenunwürdigen Zustände im Lager Horst durch einen Hungerstreik an die Öffentlichkeit gebracht. Dies sind nur einige Beispiele für die Flüchtlingskämpfe im gesamten Bundesgebiet. Aus diesen Kämpfen wollen wir eine bundesweite Kampagne gegen die rassistische Sondergesetzgebung starten. Als ersten Schritt haben wir auf der antirassistischen Konferenz in Frankfurt im Dezember 2010 einen bundesweiten Aktionstag am Dienstag, den 22. März 2011, gegen das Asylbewerberleistungsgesetz, die so genannte »Residenzpflicht«, Lagerisolation und diskriminierende Sondergesetzgebung beschlossen. Diesen Beitrag weiterlesen »

FDP-Politiker lindert Schlafprobleme!

Manch ein Politiker ist dafür bekannt, dass er nicht grade mit seinen Worten fesselt. Dies kann man von diesem FDP-Politiker beim besten Willen nicht behaupten, denn es wäre maßlos untertrieben. Dieses Video ist definitiv ein Beispiel für Politiker, die lieber nicht reden sollten und eher durch Taten überzeugen, denn solche Reden wünschen sich nur Menschen die Schlafprobleme haben.
Bitte liebe FDP, lasst nicht jeden ein Youtube-Video machen, es schadet euch nur selber!

Nicht nur wir waren so begeistert von diesem Video, auch Spreeblick war begeistert!

Möglichkeit Wohltätigkeitsorganisationen zu Flattrn

Seit kurzem ist es möglich bei Flattr Wohltätigkeitsorganisationen zu flattrn. Die wurde ermöglicht durch die Zusammenarbeit von givv.org und Flattr. Givv.org ist ein ein Service, mit dem man Spendenbeträge genau festlegen kann und online eine sehr gute Übersicht enthält.

Eine Übersicht flattrbarer Organisationen sind hier zu finden: https://flattr.com/browse/charity. Dort könnt ihr eure Lieblings-Wohltätigkeitsorganisationen auswählen und flattrn. Diese werden natürlich von Flattr verifiziert und bzahlen auch nicht die üblichen 10% Gebühr.

Quelle

Verfassungsbeschwerde gegen Internetsperre

Auch hier in Deutschland bemüht man sich zunehmend die Internetsperre gesetzlich zu verankern. Dazu traf sich die CDU/ CSU Bundestagsfraktion mit der fanzösichen Partei UMP und erarbeiteten ein Papier mit gemeinsamen Forderungen. Beide Seiten waren sich beim gemeinsam Gespräch darüber einig ds es eine möglichkeit geben sollte Inhalte zu sperren.

Falls dem Provider aber zur Kenntnis gelangt, dass solche Inhalte zum Abruf bereitgehalten werden, müssen sie für deren Löschung sorgen. Völlig überein stimmen wir mit unseren Kollegen der UMP auch darin, dass dort, wo das Löschen von kinderpornographischen Seiten im Internet keinen Erfolg hat, hilfsweise auch das Sperren von Internetseiten möglich sein muss. Auch der Innenausschuss des Europaparlaments hat Anfang der Woche bekräftigt, dass dies gemacht werden muss, wenn an der “Quelle” nicht gelöscht werden kann.

Daraus folgt, dass nunmehr auch bei uns nicht länger auf das Sperren verzichtet werden darf. Ein Jahr lang wurde das entsprechende Zugangserschwerungsgesetz nicht angewandt, es wurde nur gelöscht und nicht gesperrt. Die Erfahrungen belegen, dass nicht alle Darstellungen von Kindesmissbrauch gelöscht werden konnten, sondern eine große Anzahl dieser Seiten verfügbar bleibt. Hier dürfen wir nicht länger zu warten und die Augen verschließen, sondern müssen dann diese verbliebenen Seiten sperren.

Da man in Deutschland auch darüber nachdenkt solch ein Gesetz zu erlassen hat der Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur) zum 22. Februar eine Verfassungsbeschwerde eingereicht. Weitere Informationen gibt es hier.

Zeichen der Zeit – Keine Diktatur kann gegen das eigene Volk bestehen

Drei Eidgenossen beim Schwur auf den Rütli

Die Schweizer sind bis heute stolz auf Ihren Volksaufstand von 1291. Friedrich Schiller verlieh dem Volksaufstand mit den berühmten Worten einen Ausdruck:

Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern,
in keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen

In diesen Tagen scheinen sich Ereignisse von epochaler Bedeutung abzuspielen, in denen eine Diktatur nach der Anderen auf Grund des Willens des Volkes strauchelt und sie auf den Müllhaufen der Geschichte wirft. Dadurch erhalten die Worte von Schiller eine neue Aktualität.

Wir können sehen daß ein Volk nach dem Andern zur Freiheit und Selbstbestimmung strebt. Ein Volk nach dem Anderen befreit sich vom Joch der Unterdrückung, der Entwürdigung durch Hunger und Entbehrung. Angst und Zwietracht, die bewußt von den Herrschenden gesät wurden und werden, überwinden sie in gemeinsamen friedlichen, gewaltlosen und erfolgreichen Revolten.
Wer Augen hat zu sehen und Ohren zu hören, der erkennt eine neue Kraft, es ist die unwiderstehliche Macht des geeinten Volkes,

„Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern,in keiner Not uns trennen und Gefahr“. Diesen Beitrag weiterlesen »

Jude sein nach Gaza!

Wir freuen uns euch, das erste Kapitel aus dem Buch “Jude sein nach Gaza” präsentieren zu können:

Wenn es schon nicht einfach ist, praktizierender Jude zu sein, so ist es doch noch viel schwieriger, ein nicht praktizierender Jude zu sein. Worauf sollte ein Jude, der seine religiösen Orientierungspunkte verloren hat – wie dies viele von jenen taten, die sich ständig auf die jüdische Religion berufen – seine Zugehörigkeit zur jüdischen Gemeinschaft gründen, wenn er diese Zugehörigkeit mit Leben erfüllen möchte, statt sich in Identitätslosigkeit aufzulösen?

Auf eine gemeinsame Geschichte, antworten die meisten. Doch das ist nicht so einfach. Diese „gemeinsame“ Geschichte nämlich ist zunächst eine angeeignete Geschichte, die meist in jener des Holocaust zusammengefasst wird. Diese Geschichte hat wiederum eine eigene Geschichte, die man kennen muss, wenn man die Haltung vieler Juden gegenüber Israelis und Palästinensern zu begreifen versuchen möchte. Diesen Beitrag weiterlesen »

Nach dem Sturz Mubaraks geht die Revolution weiter

Die Freude auf den Straßen war etwas, was ich noch nie erlebt hatte. Aus aller Richtungen kamen Menschen, kamen aus Autos, die im totalen Stau auf der Zahran-Straße steckten in die Seitenstraße, in der die Botschaft liegt. Es waren Junge und Alte und Familien mit Kindern. Ägyptische Arbeiter – das uneingestandene Rückgrat eines großen Teils der jordanischen Wirtschaft – sangen, trugen sich gegenseitig auf ihren Schultern und trommelten. Ägyptische Fahnen wehten und Transparente wurden hochgehalten.

Die Gesänge waren so unterschiedlich und lebendig wie die Menge, die auf Tausende anwuchs: „Lang lebe Ägypten!,“ „Das Volk hat das Regime gestürzt!,“ „Wer ist der Nächste?,“ „Morgen Abbas!“ Einige Leute warfen Süßigkeiten in die Menge, während die Raketen eines Feuerwerks in den Himmel stiegen. Viele machten Fotoaufnahmen, um einen Augenblick des Sieges festzuhalten, von dem sie fühlten, dass er vom ägyptischen Volk für uns alle errungen worden ist.

Nach Tunesien war ein weiterer großer Stützpfeiler der Unterdrückung niedergerissen worden, um den hohen Preis von Hunderten, die ihr Leben gaben, und von vielen Millionen, die sahen, dass ihr Leben so viele Jahre lang zerstört worden war. Es war eine Nacht der Freude, und die Feiern gehen auch heute weiter.

Nachdem die Feiern vorbei sind, muss auch die Revolution weiter gehen, denn sie wird nicht beendet sein, bis das ägyptische Volk sein Land so aufgebaut hat, wie es dieses haben will.

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