Autorenarchiv
Wie geht individuelles Lernen in der Gemeinschaftsschule?
Wie geht individuelles Lernen in der Gemeinschaftsschule? Wie berücksichtigen wir verschiedene Lernniveaus? Wie funktionieren Kompetenzraster? Welche Ausstattung brauchen wir? Wie bilden wir uns fort?
Anmeldung an: GEW-Fachgruppe Hauptschule/Werkrealschule, Erhard Korn, Tel.: 07144-800911
Diskussion / Vortrag
19.06.2013 | 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr
RLS Regionalbüro Stuttgart, Stuttgart
Mit Matthias Wagner-Uhl, Rektor der neuen Gemeinschaftsschule Neuenstein
Wegen kritischem Blog entlassen:
Die Hamburger Jobcenter-Mitarbeiterin Inge Hannemann wurde bekannt durch die Veröffentlichungen auf ihrem Blog. Sie zweifelte die Grundgesetzkonformi-tät des Sozialgesetzbuches II (besser bekannt als Hartz IV) an und entlarvte die Sanktionspraxis im SGB II. Daraufhin wurde die Kollegin Inge Hannemann am 22. April 2013 nach ihrem Urlaub mit sofortiger Wirkung durch die Ge-schäftsführung der Teamarbeit Hamburg (Jobcenter Hamburg) vom Dienst „freigestellt“. Ihren Schlüssel musste sie sofort abgeben und ein Jobcenter darf sie nicht mehr betreten.
Über www.altonabloggt.wordpress.com/ solidarisierte sich nicht nur Inge Han-nemann mit den Hartz IV-Betroffenen, sondern stimmten auch andere Jobcen-ter-Mitarbeiter und Mitarbeiter der Agentur für Arbeit den Kritiken zu.
Inge Hannemann kommt nach Halle.
Ort: Hörsaal B im Melanchthonianum Universitätsplatz in Halle/S.
Unterstützt von Gewerkschaftern im DGB und Erwerbslosen aus der Region und der rls Sachsen-Anhalt
Diskussion / Vortrag
17.06.2013 | 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Melanchthonianum der MLU, Halle
Leben zwischen Grenzen
Alltag in Palästina
Die Referentin, 1956 in Bethlehem geboren, ist eine christliche Palästinenserin, die sich der arabischen Kultur verpflichtet fühlt. Sie beschreibt auf ihren Vorträgen sehr eindrücklich und spannungsreich den Alltag in einem Land, in dem Frieden und Versöhnung derzeit in weite Ferne gerückt sind. In ihrem Vortrag spricht sie über die besonderen Bedingungen des tagtäglichen Lebens im Heiligen Land.
Diskussion / Vortrag
16.06.2013 | 19:00 Uhr
Iranhaus, Weimar
Mit Faten Mukarker
Wachstum ohne Ende – Was bringt der grüne Kapitalismus?
Auch ein „grüner Kapitalismus“ zwingt alle Marktteilnehmer_innen zum profitablen Agieren. Gleichzeitig wird suggeriert durch moralisch richtiges Konsumieren könnten bestimmte ökologische Probleme gelöst werden. Lässt sich durch richtigen Konsum die Welt retten? Welche Alternativen sind denkbar?
Die Referentin Judith Dellheim ist Expertin für linke Wirtschaftspolitik und Ökonomie bei der Rosa-Luxemburg Stiftung. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich sozial-ökologischer Umbau und solidarische Ökonomie.
Diskussion / Vortrag
14.06.2013 | 18:00 Uhr
Lesecafé Nachschlag, Chemnitz
Mit Dr. Judith Dellheim, Referentin Solidarische Ökonomie der am Institut für Gesellschaftsanalyse der RLS, Berlin
Zehn Thesen – Iran, die Bürgerrechtsbewegung und der Westen von Ali Fathollah-Nejad
Der Text erschien zuerst in: FriedensForum: Zeitschrift der Friedensbewegung, Nr. 2/2013 (März), S. 31–33.
Vorbemerkung
Die folgenden Thesen entstanden Anfang 2010 unter dem Eindruck der Mobilisierungen der Grünen Bewegung.Seitdem ist die Schwächung eben jener zu konstatieren, die zum einen der staatlichen Repression und zum anderen ihrem programmatischen Defizit, die Frage der sozialen Gerechtigkeit ausgeblendet zu haben, geschuldet ist. Mit anderen Worten hat es die Grüne Bewegung versäumt, die Arbeiterschicht und ihre Belange personell und programmatisch einzubinden, was ein wichtiger Grund für das Ausbleiben ihres Erfolges hinsichtlich einer Transformation gesellschaftlicher Verhältnisse darstellt. Zu den wichtigsten Entwicklungen der letzten drei Jahre gehört neben den „Arabischen Revolten“ die beispiellose Verschärfungdes vom Westen initiierten Iran-Sanktionsregimes. Wie ich zu Jahresanfang in der FAZ schrieb, sind die Sanktionen „ein brutaler Angriff auf ein ganzes Land. Sie schwächen den hundertjährigen Kampf der Iraner um Demokratie, weil sie jene, die ihn zu führen haben, im Alltag plagen, während die Unterdrücker sich ungehindert bedienen und ausstatten können. […] Nun sind derzeit zwei Entwicklungen zu befürchten: Entweder muss eine notleidende Bevölkerung sich auf Jahre hinaus in einem durch die äußere Drohkulisse und Sanktionen gefestigten, sich in Richtung einer Militärdiktatur entwickelnden Regime um das schiere Überleben kämpfen. Oder ein Krieg wird jegliche Perspektive auf Demokratie und menschenwürdiges Leben begraben.“ Folgerichtig müsste heute die dringendste Forderung, ohne die weder die Aussicht auf Demokratie noch Frieden besteht, heißen: Schluss mit den Sanktionen! Diesen Beitrag weiterlesen »
Über Venezuela nach Hugo Chávez und den “Sozialismus des 21. Jahrhunderts”
Durch die Schaffung von vielfältigen Sozialprogrammen und die Festigung einer partizipativen Demokratie in seiner Amtszeit galt Chávez vielen als Personifizierung einer neuen Hoffnung – der Hoffnung, dass die Geschichte nicht in der globalen Vorherrschaft des Kapitalismus enden müsse. In Abgrenzung an die autoritären Sozialismen des 20. Jahrhunderts bezeichnete Chávez das Ziel des von ihm maßgeblich eingeleiteten “bolivarischen” Prozesses als einen “Sozialismus des 21. Jahrhunderts”.
Auch der neue Präsident und ehemalige Busfahrer Nicolas Maduro, betonte den “Aufbau eines neuen Sozialismus” als langfristige Perspektive. Bei den Präsidentschaftswahlen am 14.April konnte sich Maduro jedoch nur knapp gegen den oppositionellen Gegenkandidaten behaupten.
In der Veranstaltung soll der bisherige Weg der “bolivarischen Revolution” in Venezuela kritisch betrachtet und die aktuellen Entwicklungen beschrieben und analysiert werden.
Referent: Jan Kühn, Autor und Redakteur von amerika.21.de
Diskussion / Vortrag
13.06.2013 | 18:30 Uhr
Internationales Zentrum, Duisburg
Mit Jan Kühn
Frieden in Kurdistan?
Vom 15. – 25. März befanden sich knapp 25 junge Erwachsene auf einer Delegationsreise durch Nordkurdistan (Türkisch-Kurdistan), die vom Verband der Studierenden aus Kurdistan – Yekîtiya Xwendekarên Kurdistan e.V. (YXK) organisiert wurde.
Alle einte das Interesse, die kurdische Bewegung und ihren vielfältigen Kampf um Selbstbestimmung und Freiräume sowie den Aufbau einer alternativen, demokratisch-konföderalistisch geprägten Form des gesellschaftlichen Lebens besser kennenzulernen. Die gesammelten Eindrücke sollen in Deutschland nun nicht nur bekannt gemacht und diskutiert, sondern auch in der eigenen politischen Arbeit vor Ort reflektiert werden.
Anlass der Reise war jedoch auch die Teilnahme an den Newrozfeierlichkeiten. Millionen von Menschen warteten an Newroz, dem kurdischen Neujahrsfest, gespannt auf die Erklärung von Abdullah Öcalan. In einer historischen Erklärung rief er die kurdische Freiheitsbewegung zum Waffenstillstand auf.
In 10 Tagen sammelte die Delegation Informationen und Eindrücke über die kurdische Freiheitsbewegung, über die Kämpfe der Jugendlichen und Studierenden, über die Frauenbewegung, aber vor allem auch über die derzeitigen Friedensverhandlungen. „Wir wollen Frieden, aber wir haben Zweifel an der Ernsthaftigkeit der AKP-Regierung“. Dieser Satz prägte alle Gespräche der Delegation mit der Bevölkerung, Aktivist_innen und Politiker_innen. Deshalb wird die Veranstaltung schwerpunktmäßig auf die momentan laufenden Friedensverhandlungen zwischen dem türkischen Staat und den Repräsentanten der Kurd_innen eingehen und die Erlebnisse und Gespräche der Delegation vor Ort behandeln.
Diskussion / Vortrag
12.06.2013 | 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Uni Hamburg T-Stube im “Pferdestall”, HAmburg
Geschichte ohne Klassenbewußtsein? Georg Lukács’ kurzes 20. Jahrhundert
Die Bedeutung von Georg Lukács’ Essayband »Geschichte und Klassenbewußtsein«, 1923 erstmals veröffentlicht, kann nicht unterschätzt werden. »Die Wirkung dieses Buches kann man fast als unheimlich bezeichnen.« (Perry Anderson, Über den westlichen Marxismus) Es hat keinen Denker aus dem Kreis des »westlichen Marxismus« geben, der von »Geschichte und Klassenbewußtsein« unberührt geblieben ist. Das Werk gehört zu den wichtigsten seiner Zeit. (Detlev Claussen, Blick zurück auf Lenin. Georg Lukács, die Oktoberrevolution und Perestroika)
Obwohl Lukács seine Thesen später aus Parteigehorsam widerrief, stellt »Geschichte und Klassenbewusstsein« zusammen mit dem im gleichen Jahr publizierten Werk »Marxismus und Philosophie« von Karl Korsch den Wendepunkt in der marxistischen Theorie nach dem Ersten Weltkrieg dar. Der offizielle Marxismus der sozialistischen und kommunistischen Parteien war theoretisch bestimmt durch quasi-naturwissenschaftliche Annahmen, die einen evolutionären Gang zum Sozialismus antizipierten. Damit war die Theorie revolutionärer Befreiung zu Grabe getragen und ihre Prämissen mit der Katastrophe des Ersten Weltkriegs auch praktisch dementiert worden. Nicht zuletzt war zudem das Scheitern der Wiederholung der bolschewistischen Revolution in Westeuropa ausschlaggebend, die Krise des Marxismus zur Sprache zu bringen.
Nach der Relektüre von »Geschichte und Klassenbewußtsein« im Zuge der antiautoritären Revolte von »1968«,(Furio Cerutti, Detlev Claussen, Hans-Jürgen Krahl, Oskar Negt, Alfred Schmidt, Geschichte und Klassenbewußtsein heute) ist, nochmals vierzig Jahre später und neunzig Jahre nach der Erstveröffentlichung, die Anziehungskraft Lukács’ ungebrochen.(Georg Lukács u.a.: Verdinglichung, Marxismus, Geschichte. Von der Niederlage der Novemberrevolution zur kritischen Theorie) Gerade heute ist es relevant, dass zentrale Begriffe, trotz der Diskussion um ihre Bedeutung, wieder in die Debatte um eine der Gegenwart angemessene Gesellschaftskritik eingeführt werden: Warenform und Fetischcharakter, Verdinglichung, Dialektik, Totalität. Begriffe, die in einer aufklärerischen Tradition und quer zur postmodernen Verwischung von Gesellschaftskritik stehen. Zugleich ist aber fraglich, ob die tradierte und auch transformierte Idee einer revolutionären Veränderung noch gültig sein kann. Es ist ungeklärt, wie angesichts der Dialektik von steigender Vereinfachung und Komplexität, bei fortschreitendem Verlust spontan-subjektiver Momente mit transzendentem Charakter und immer tiefergehender Integration des Subjekts, die Utopie einer befreiten Gesellschaft überhaupt noch bewahrt werden kann – ohne in Revolutionsmythen zu verfallen, wie sie in der gegenwärtigen Linken wieder en vogue sind.
Die Frage inwieweit die Begriffe Lukács’ noch Geltung beanspruchen können und ob angesichts der vergangenen und andauernden Katastrophen »Geschichte und Klassenbewußtsein« aktualisiert werden kann, soll in der Veranstaltungsreihe diskutiert werden.
Diskussion / Vortrag
11.06.2013 | 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Westwerk, Hamburg
Mit Prof. Dr. Detlev Claussen (Frankfurt/M.), emeritierter Professor für Gesellschaftstheorie der Universität Hannover, u.a. Herausgeber von Lukács’ Aufsätzen zu Lenin, Oktoberrevolution und Perestroika.
Brothers in Arms – Die Verbrüderung der Gewerkschaftsspitze mit dem Militär
Die deutsche Massenmedien haben bisher nur äußerst wenig darüber geschrieveb, dass sich der Verteidigungsminister und der Vorsitzende des DGBs getroffen haben, über den Sinn ihres Treffens und die Vereinbarungen wurde fast ausschließlich geschwiegen. Dabei dürften die Folgen des Treffens weitreichend sein und einen neuen Schritt auf dem Weg Richtung Mitte darstellen, den einige Teile der Gewerkschaften gerne beschreiten wollen.
Manfred Dietenberger hat in einem hervoragenden Artikel für die Informationsstelle Militarisierung aufgearbeitet, worum es bei dem Treffen und der Partnerschaft geht.
Der Artikel basiert auf einem Vortrag mit demselben Titel, den der Autor am 7. Mai 2013 in Tübingen gehalten hat.
Die Empörung war zurecht groß, als der DGB-Vorsitzende Michael Sommer und Verteidigungsminister Thomas de Maizière bei einem Treffen Mitte Februar 2013 eine bis dahin in dieser Deutlichkeit nicht dagewesene Nähe zwischen Gewerkschaften und Bundeswehr bekundeten. Allerdings kam dieser für viele überraschende Schulterschluss nicht so unerwartet, wie man glauben könnte. Denn das Verhältnis der Gewerkschaften zum deutschen Militär ist schon länger zwiespältig und schwankt immer wieder zwischen Ablehnung und Anbiederung, wie im Folgenden dargestellt werden soll. Dass das Pendel in jüngster Zeit aber immer stärker in Richtung Anbiederung ausschlägt, sollte umso mehr als Anlass dienen, Druck auf die Gewerkschaftsführer auszuüben, damit sie sich auf die ursprünglichen friedenspolitischen Positionen der Gewerkschaftsbewegung zurückbesinnen, anstatt die Bundeswehr und ihre Kriege zu unterstützen.
Von der Ablehnung zum Burgfrieden Diesen Beitrag weiterlesen »


