Graue Wölfe und die CDU – Extremisten in den eigenen Reihen?

Das Logo der Grauen Wölfe

Vor wenigen Tagen gab der Duisburger Landtagsabgeordnete Olaf Lehne, CDU, der konservativen Welt ein Interview, in dem er sich mit den Grauen Wölfen auseinandersetzt. In diesem Interview spricht er davon, dass es sich bei den Grauen Wölfen um Feinde der Demokratie und der Integration handeln würde, mit dieser Meinung scheint er allerdings in seiner Partei ziemlich alleine zu stehen!

Zafer Topak ist vielen Menschen, die aktiv in dem sozialen Netzwerk Facebook diskutieren, ein Begriff. Da er dort sehr häufig an Diskussionen teilnimmt in denen er sowohl die Grauen Wölfe als auch die CDU verteidigt. Die Diskussionen mit ihm verlaufen meist über längeren Zeitraum, in denen er zwar häufig eine andere Meinung vertritt als die anderen Demonstranten, ansonsten aber nicht weiter auffällt, sowohl positiv als auch negativ.

Extremisten und die Grauen Wölfe

Olaf Lehne sagt gegenüber der Welt über das Verhältnis von CDU und Grauen Wölfen:

Auch in der Union müssen wir viel deutlicher die Grenzen des Dialogs herausarbeiten. Mit Feinden elementarer Verfassungswerte kann es keine Gemeinsamkeit und keinen Dialog geben, der zu Verharmlosung führt.

Welt Online: Das sehen manche in Ihrer Partei anders. Die Linksfraktion im Bundestag zitierte jüngst aus einer Studie der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung. Ihr zufolge solle man „aus politstrategischen Gesichtspunkten“ im Einzelfall abwägen, „inwieweit eine zielgerichtete Zusammenarbeit“ mit Anhängern der Grauen Wölfe möglich sei.

Lehne: Was ich für völlig falsch halte. Ich werde bald den CDU-Landesvorsitzenden Norbert Röttgen bitten, für Klarheit zu sorgen. Wer in der Union mitmacht, darf nicht gleichzeitig verfassungsfeindliche Ziele verfolgen oder Gruppen mit solchen Zielen angehören – das ist Inhalt unserer Satzung, daran müssen unsere Mitglieder unüberhörbar erinnert werden.

Mit diesen Aussagen dürften auch Mitglieder wie Zafer Topak gemeint sein, welche die Grauen Wölfe verteidigen. Er selbst sagte auf Facebook, dass dieses Interview der Integration schade, da die Grauen Wölfe benachteiligt würden!
Die CDU muss sich entscheiden, entweder sie akzeptiert die Grauen Wölfe in ihren Reihen und Olaf Lehne muss sich bei den Mitgliedern der CDU entschuldigen, welche ebenfalls die MHP unterstützen oder Herr Lehne setzt sich mit seinen Forderungen durch, was den Ausschluss etlicher CDU-Mitglieder zur Folge hätte. Beide Forderungen zusammen können aber nicht funktionieren, es ist nicht möglich einerseits die Grauen Wölfe als extremistisch anzusehen und sie aber gleichzeitig mit Posten in Ortsverbänden in der Partei zu akzeptieren.

  • Emru

    Auch wenn es vor einem Jahr geschrieben wurde, man kann die Grauen Wölfe nicht mit dem Nationalsozialismus vergleichen, Nationalismus ist etwas anderes. Dort spielt die “Rasse” keine Rolle. Jeder der sich dazu gehört fühlt, gehört auch dazu. Gewalt ist keine Lösung, die “Grauen Wölfe” wollen lieber alles mit Bildung meistern.
    Natürlich gibt es MöchteGern Graue Wölfe, die eigentlich nicht den Sinn kennen und deswegen einen schlechten Eindruck hinterlassen. Man sollte hier beachten, dass man nicht nach solchen leuten gehen kann…

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