Geeinte Rechte will in Köln marschieren
Die Stadt Köln ist immer wieder “Opfer” von neofaschistischen Demonstrationen, am kommenden Wochenende wird in Köln wieder einmal eine rechte Demonstration stattfinden “der Marsch der Patrioten”, den die rechtspopulistische und islamfeindliche Splittergruppe “German Defence League” ( GDL) veranstaltet. Bemerkenswert ist vor allem, dass die versprengten rechten Kleinsparteien es anscheinend geschafft haben eine gemeinsame Veranstaltung zu organisieren und gemeinsam ihre Angst vor der angeblichen Islamisierung zu zeigen.
Der Marsch soll am 11. August 2012 in Köln stattfinden. . Geplant ist der Marsch vom Heumarkt zum Hauptbahnhof.
“Wir sehen deutlich wie unsere Werte und Strukturen von vielen Seiten abgegraben und zerstört werden”, heißt es in dem Aufruf, der im Internet auf dem rassistischen Blog “pi-news” zu finden ist. Man stehe “klar gegen die Islamisierung unseres Landes ein”. Der Kampf gegen die “Islamisierung” scheint das einzige zu sein, was die Islamfeinde einen kann.
Einheit fehlte bisher
Bis vor wenigen Monaten schien es so als könnte die zerstrittenen Rechte nicht geeint werden, die GDL scheint das Werkzeug zu sein, das das ändern könnte. Da “Einigkeit benötigt” werde, hat die GDL, die in NRW auch über eine “Division Westfalen” verfügt, “Vertreter aller freiheitlicher, konservativer, patriotischer Parteien und Organisationen” eingeladen, “sich an diesem Marsch zu beteiligen”. Der „Marsch der Patrioten“ solle “von da an regelmäßig stattfinden” und man habe “die Hoffnung, dass diese Idee sich auf andere Städte ausbreitet”. Als Redner angekündigt werden bislang Jörg Uckermann (“pro NRW”), Nicolai Vandchali (“Die Freiheit”), Alexander Wettermann (“Deutsche Konservative Partei”) und Sebastian Nobile von der GDL. Es würden aber noch weitere Redner hinzukommen.„Die rechten Parteien und Personen sollen gemeinsam laufen und ihre Distanzierungen und Streitereien beiseite lassen, unserem Land und unserer Zukunft zuliebe!“, schreibt Sebastian Nobile, der als Leiter der Kölner GDL-„Division“ fungiert, bei „Politically Incorrect“. Als besonderes Zeichen dürfte die Zusammenarbeit von Pro NRW und der Freiheit gewertet werden, die Freiheit hatte, mit Bezug auf die Erwähnung von Pro NRW im Verfassungsschutzbericht, eine Zusammenarbeit bisher abgelehnt.
Große Worte – Nichts erreicht
DIe GDL macht zwar mit großen Worten und vielen rechtskonservativen Versprechen auf sich aufmerksam, Taten folgen selten bis nie. Lediglich die GDL-”Division Köln” ist bisher in Erscheinung getreten, die sich seit April 2012 zu Wort meldet und bis dato an drei “pro”-Kundgebungen in Duisburg, Köln und Frankfurt am Main teilnahm. Die “Division Westfalen” teilte bisher lediglich mit, sie befinde sich “momentan im Aufbau”.
Im Internet, dem einzigen Ort, an dem man die GDL bisher wirklich wahrnehmen konnte, schreibt die Organisation von 16 Divisionen. Die GDL orientiert sich im Aufbau und Struktur an der neofaschistischen EDL (Englisch defence League), die mit anderen gewalttätigen Organisationen zusammenarbeit.

