Die Unschuld der Muslime – Eine muslimische Sicht

Stop Islamophobie

Der Auftakt zu neuen Diskussionsrunden, Talkshowdebatten und globalen Auseinandersetzungen hat wieder einmal begonnen. Worum es geht ist nicht schwer zu erraten. “The Innocence of Muslims”, der “Islamfilm”, der einen perfekten Anlass zum perfekten Debattenthema bietet. Dem Islam.
Es gab ja viele Parteien und viele Aussagen zu diesem Schwachsinn von Film. Von entrüsteten, zutiefst verletzten Muslimen bishin zu wahren Fans dieses Machwerkes, die sowohl den Inhalt als auch die Reaktionen, insbesondere auf Seiten der islamischen Welt, die es bewirkt hat, verherrlichen. Was mich nicht wundert: Das so ein Film überhaupt produziert und veröffentlich wurde. Was mich doch wundert und zudem traurig stimmt: Die Reaktionen der Muslime.

Ich bin auch Muslimin, sogar eine, die von vielen als “strenggläubig” und “konservativ” bezeichnet werden würde, was ich als störend empfinde, aber dazu später mehr. In jedem Fall ist meine Religion eine Lebensrichtlinie für mich, der ich immer versuche zu folgen, undzwar unter allen Umständen. Aber um ehrlich zu sein, bin ich, wenn es um “Kritik” und solchen blasphemischen schwachsinnigen Provokationsversuchen – und nur das wollten die Macher des Filmes erreichen; provozieren! – geht, völlig gefühlskalt. Die einzige Emotion, die ich beim Ansehen des 12-minütigen Videoausschnittes auf Youtube verspürte, war pure Belustigung. Keine Belustigung im Sinne von Vergnügen, eher etwas Spöttisches und Geringschätziges. Nicht eine Sekunde lang habe ich mich angegriffen gefühlt. Wieso auch? Weder im Video, noch in den Feedbacks, die ich dazu las, wird meine Religion oder mein Prophet beleidigt oder auf irgendeine Art und Weise bloßgestellt. Denn das Video spricht rein gar nichts an, was ich als gläubige und praktizierende Muslimin irgendwie mit dem Islam in Verbindung setzen könnte. Nichts von alldem, was ich gehört und gesehen habe, assoziierte ich mit meinem Wissen über den Propheten Muhammad und der Basis meines Glaubens. Der Film zeigte ein komplett falsches und leicht widerlegbares Bild. Und genau das ist der springende Punkt.

Das der Prophet Muhammed, den einst Gandhi oder Goethe für seine Menschlichkeit lobte, ein Vergewaltiger oder ein kriegswütiger, vollkommen hassentbrannter Wahnsinniger war, lasse ich mal außer Acht, da das niemand ernsthaft behaupten, und wenn doch, nicht belegen kann. Selbst die Macher dieses Filmes, da bin ich mir sicher, wussten, was für Lügen sie da produzieren und aufgabeln, aber darum ging es auch nicht. Darum geht es nie. Nie geht es um den Inhalt, das ist völlig irrelevant. Worum es geht, ist die Art und Weise wie etwas, in diesem Fall der Islam, dargestellt wird. Dass die Muslime wütend auf die Straße gingen oder amerikanische Flaggen anbrannten gesah nicht, weil sie den Thesen im Film widerlegen wollten. Nicht weil sie zeigen wollten, dass der Islam keine Hassreligion ist und der Prophet in keinem Fall so war, wie er präsentiert wurde. Sonst würden sie mit verbaler Wucht dagegen schleudern, versuchen zu artikulieren in Form von Beiträgen im Internet, Videos hochladen, die all den Vorwürfen entgegensteuern oder Dialoge mit Nichtmuslimen aufsuchen, die dem, ja ganz genau dem Quatsch, wirklich Glauben schenken. Aber was bringt es ihnen, den Nichtmuslimen oder der gesamten Weltbevölkerung ganze Nationen oder Religionen zu verteufeln, Sachen zu beschädigen, Feuer zu legen und immer weiter Hass zu schüren? Ich wundere mich wirklich über die Reaktionen einiger Muslime. Was wollen sie mit alldem bezwecken und vorallem, warum sind sie so voller Hass? Während sie ihre Zeit verschwenden, Slogans durch die Straßen zu rufen und versuchen sich vergeblich dagegen zu wehren (wobei ich immer noch nicht weiß wogegen..), halten sich die Macher des Films in L.A. die Bäuche vor Lachen.

 

Wahrscheinlich haben sie mit solch ähnlichen Reaktionen gerechnet, sonst hätten sie sich die ganze Mühe gespart. Wobei von viel Mühe kann angesichts der billigen Produktion nicht die Rede sein. Doch wieso hätten die Muslime nicht einfach das getan, was zur Abwechslung mal der Vernunft und vorallem ihrer Religion, für die sie sich doch einsetzen wollen, entsprechen würde. Wieso haben sie mal wieder die ganzen Vorurteile und die Antipathie bestätigt, sich selber nur geschadet? Heutzutage sind die Muslime viel zu emotional, viel zu leicht zu beeinflussen. Ich wünschte es wäre nicht so, aber das wird mir mit jeder Propagandaaktion und jedem noch so billigen Provokationsversuch klar.

De Facto: Wir wissen, dass nichts von alldem wahr ist, andere wissen es sehr wahrscheinlich auch, und diejenigen die dem primitiven Film Glauben schenken, hätten auch ohne ihn so gedacht und die vorurteilhaftenden Gedanken weiterhin gehegt, also wozu der Aufstand? Hätten wir nicht alle unsere Energie und vorallem die Minuten in den Nachrichten für Wichtigeres einsparen sollen? In Syrien stirbt und verzweifelt ein ineinander geratenes Volk ohne jegliche Führung, in vielen Ländern herrscht extreme Armut, im Nahen Osten gibt es ein Blutbad nach dem anderen, wieso also die Aufmerksamkeit der gesamten Weltbevölkerung auf so einen derartig lächerlichen Film lenken und so etwas viel Schlimmeres und Ungerechtes tun, als die Macher des Filmes, über die sich jeder aufregt. Die wollten doch “nur” etwas Spaß haben und die armen, armen Muslime zum Schreien bringen – was ihnen wieder einmal leider, leider gelungen ist.

 Ein Beitrag von Büsra Delikaya

  • Esumid

    Man muss sich allerdings auch vor Augen halten, dass der Teil der Muslime, die dort schreiend und fahnenverbrennend durch die Straßen gezogen sind, nur einen verschwindend geringen Prozentsatz der Muslime weltweit darstellt. Nur wird es natürlich sehr gerne so dargestellt, als ob dies ein repräsentativer Teil der islamischen Welt wäre.

  • Lol

    Islam ist schon was tolles ! Führend im Automobilbau, Weltraumtechnik, Flugzeugbau, Computertechnik, und hat auch die meisten Handyhersteller ! Man denke nur mal an die vielen wissenschaftlichen Nobelpreise, der 1,6 Milliarden Muslime….es waren 3 ! Ok..27 Millionen Juden hatten 150, aber was sind schon Zahlen ! Die Christen sind doch nur neidisch, weil ihr Jesus keine 6 jährige zur Frau hatte, und nicht nach einem gepflegten Massenmord, die Frauen seiner Feinde vergewaltigen durfte ! Wer wäre da nicht überzeugter Islamist….bei diesem tollen Propheten !

  • khalil el khatib

    USA

    In den USA Leben Hundertausende
    Menschen aus arabischen Ländern.

    Und die Amis werden besonders stolz
    wenn ein Moslem getötet ist.

    Eines Tages werden wir über den Atlantik
    zu euch kommen,
    aber nicht um euere Kinder zu töten,
    wie der Norden die nördliche Welt
    mit den palästinensischen Kindern macht.

    Bald werden wir Palästina befreien.
    Das arabische Vermögen reicht
    in den Tresoren der Prinzen
    für alle Muslimen.
    bis in die fünfte Generation.

  • khalil el khatib

    Sei zufrieden,Vogel,

    Weil Du nicht Mensch bist,
    Schade,ich Weiß,dass du unschuldig bist,
    Doch der nächste Krieg wird auch Dich treffen.

    Er wird alles,was in der Welt lebt,angehen.
    Ich weiß,du hast nicht mitgemacht.
    Das ist unsere moderne Zeit,
    Der Tod ist eine Form unserer Kulter.

    Ich beneide Dich nicht,
    Weil du auf der Erde bist.

    Ich beneide Dich,
    Weil Du im Käfig allein bist
    Und mit uns stirbst,ohne zu wissen warum.

    Sing, Vogel,
    Denn Du bist allein,
    Unbehelligt von der Welt.

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