Der Kampf gegen Links geht weiter!

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Das Familienministerium stuft die Zeitung “Neues Deutschland” als linksextrem ein. Dieses befindet sich nun in einer Reihe mit Zeitungen wie der “Jungen Welt”, der “Jungle World” oder “Unsere Zeit”.  Die Grundlage für diese Beurteilung lautet wie folgt: ”Beiträge in diesen Medien unterstützen kommunistische bzw. anarchistische Weltdeutungen und diskreditieren zugleich gegenläufige Nachrichten als bürgerlichen Manipulationszusammenhang”

Das Neue Deutschland ist im Gegensatz zu Zeitungen wie der Jungen Welt alles andere als kommunistisch, sondern vertritt eher Positionen, die linkskeynsianistisch einzuordnen sind. Der Zeitung eine revolutionäre Perspektive zuzuschreiben und sie als linksextrem zu verorten geht weit an den Tatsachen vorbei.

Linksextrem als Gefahr

Kristina Schröder geht damit einen Weg, der von der “neuen Rechten” seit langem gefordert und auf deren Medien gefördert wird. Sie geht den Weg Linken (nicht nur der Partei der Linken) und Antifaschisten den Kampf anzusagen und aus dem Ministerium heraus die Unterstützung für rechte Kräfte in der Gesellschaft zu fördern. Zu den neofaschistischen Morden, über die ganz Deutschland sich empörte, wollte sie sich nicht äußern und zeigte mal wieder, dass sie auf dem rechten Auge blind zu sein scheint.

Das “Neue Deutschland” als linksextrem einzustufen scheint nur ein weiterer Schritt zu sein, der von den wahren Gefahren für unsere Demokratie ablenken soll. Die Rechte wird behandelt als würde sie keine Gefahr darstellen, obwohl mehr als 150 Morde als rechtsextrem gelten, die Linke dagegen gilt als Brandherd der Gefahr für die Demokratie.

Zeitungen wie das “Neue Deutschland” stehen im politischen Spektrum sicherlich links und gehen einen Mittelweg zwischen wirklicher Sozialer Marktwirtschaft und Sozialismus, je nach Autor und Themengebiet, revolutionäre Aktionen oder  Befürwortung von Gewalt lassen sich aber in keinem Beitrag finden.

Kampf gegen Links nimmt zu

Der Kampf gegen Links, welcher fälschlicherweise als Linksextremismus bezeichnet wird, wird von der Rechten in der CDU deutlich vorangetrieben um ein breiteres Agitationsfeld für ihre Ideen und Ideale zu schaffen. 9 Morde an “Migranten” werden von dem Ministerium nicht beachtet, obwohl die ganze Republik über diese spricht, der Kampf gegen links wird auch vorangetrieben in einer Zeit, in der man nicht über den Rechtsextremismus hinwegsehen kann.

Bei dem von Frau Schröder geführten Ministerium handelt es sich um eine Aktionsbasis für den Kampf gegen links und nicht um ein Familienministerium, das mit Ideen zur Förderung von Frauen und Kindern auffällt. Der Weg, den dieses Ministerium seit 2009 geht, ist mehr als gefährlich und schädigt die Verteidiger von Demokratie und Toleranz.

Wenn das “Neue Deutschland” schon als linksextrem eingestuft wird, dann scheint es nicht mehr lange bis auch die TAZ und die Zeitung der Jusos als linksextrem eingestuft werden!

  • Thanthalas

    Eine Studentin fragte mich warum die Mediziner bei uns soviel lernen müssten. Im Kongo seien die Mediziner ja schließlich schlechter als bei uns.
    Ich gab ihr Recht, Medizinstudenen müssen bei uns viel lernen. Jedoch erwiderte ich auch, dass nur weil die Mediziner im Kongo schlecht sind, die Mediziner bei uns nicht auch schlecht sein müssen.

    Ähnlich verhält es sich im Artikel auch. Die “Rechten” sind ja die viel schlimmeren und deshalb muss man nichts gegen “LInks” machen. Tja, egal welche Extremisten man muss beide bekämpfen. Warum hier wieder auf rechts und links rumgeritten wird versteh ich nicht. Keine extreme Ausrichtung ist besser als die andere.

    • Freiheitsliebender

      Das Neue Deutschland ist sicherlich links, aber extremistisch ist es mit Sicherheit nicht! Haben sie schon Artikel der Zeitung gelesen?

      • Thanthalas

        Nein, habe ich und werde ich bestimmt auch nicht. Wenn ich noch eine Zeitung dazu nehme dann bin ich den ganzen Tag nur noch am lesen.

        Ich habe mich auch nicht auf die Zeitung bezogen sondern auf die Argumentationsart. Hier wird so getan als sei die eine Seite besser als die andere. Ich verweise lediglich darauf, dass Extremisten egal welcher Couleur für ihre Taten bestraft werden müssen sofern sie welche begehen. Jeder der eine Straftat begeht muss bestraft werden. Man kann “Linke” nicht eine Straftat begehen lassen und sie dann nicht bestrafen weil es ja gegen “Rechts” war. Mit der Argumentation könnte jemand einen Passanten erschiessen und sagen er habe das gegen “Rechts” gemacht. Das ist dann ja kein Verbrechen oder?
        Ich weiß, das letzte Beispiel ist überspitzt. Das Prinzip sollte aber klar sein.

        Was die Zeitung angeht so würde es mich nicht wundern wenn es der Auftakt einer “Beobachtungswelle” von linken und rechten Zeitungen/Blogs war.

  • Hardismos

    Aber nicht doch.  Die Schröder kann auf beiden
    Augen gut sehen, links und rechts sind eine Frage der Perspektive. Bei
    unserem “junge Freiheit”-Liebling Schröder ist braun-rechts nur nicht so
    “extrem” weit rechts von ihrer ganz persönlichen “Mitte”.
    @Thanthalas: Als Kommunist möchte ich Menschen dazu anregen für ihre Interessen als lohnabhängige Arbeiter und Angestellte(kurz: als Arbeiterklasse) zu kämpfen und sich für eine solidarische, friedliche und menschenwürdige Gesellschaft einzusetzen. Ich laufe nicht rum und ermorde Menschen wegen einem barbarischen Menschen- und Gesellschaftsbild. Das ist ein sowas von unübersehbarer Qualitativer Unterschied.

    • Thanthalas

      Vll hilft ein anderes Gleichnis.

      Mir ist es egal ob ein linker oder rechter mir aufs Maul haut. Im Endeffekt habe ich Schmerzen und möchte das der Übeltäter bestraft wird.

      Stimmt, die “rechten” mögen mehr Tote auf ihrem Konto haben. Mir ist dies schlicht egal. Jemand der eine Straftat begeht gehört auch entsprechend bestraft. Die politische Ausrichtung ist mir dabei relativ egal.

      • Freiheitsliebender

        Jede Straftat sollte bestraft werden, allerdings gehen von dem Neuen Deutschland keine aus!

  • Esumid

    Um mal ein wenig zynisch zu werden: wen wundert es ernsthaft, dass auch gemäßigte Presseorgane jetzt in den Fokus der Hexenjäger geraten? Dass der Kampf gegen Links intensiviert wird, ist doch sonnenklar. Denn von links geht die weitaus größere Gefahr aus. Die Rechtsextremisten ermorden vielleicht mal einen Dönermann, den keiner vermisst, der in diesem Land zu entscheiden hat. Aber die Linken, und nicht nur die Extremisten (die zu verurteilen sind, keine Frage) haben das Potential, die Gesellschaft zu verändern. In unserer Zeit des gescheiterten Kapitalismus gewinnt Links immer mehr Sympathie. Dagegen müssen die Machthaber angehen, wenn auch mit illegitimen Mitteln.

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  • dadude

    Über die hier erwähnte Zeitung weiß ich nichts, aber was mich an dem Artikel stört ist das typisch linke Totschlagargument “Aber die Rechten…”. Wer gegen links ist, ist nicht automatisch für rechts. Der ist pro konservativ, oder pro liberal, oder eben einfach nur nicht links. Wegen der Einstufung der Zeitschrift wird hier direkt gewettert, dass man die Rechtsradikalen nicht bekämpfe. Das ist kein Vorrecht der Linken, dass können auch durchaus konservative tun. Ihr Linken müsst endlich mal begreifen, dass die Mehrheit der Menschen weder Links noch rechts ist und verständlicherweise gegen beides gleichzeitig kämpft.

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