Broder erklärt die faulen Südländer
Henryk M. Broder ist sicher vieles, aber kein Linker. Wer an dieser Aussage zweifel hat, der sollte seinen neuen Artikel lese. In diesem erklärt
er bei WELT ONLINE den vermeintlichen Unterschied zwischen fleißigem Nord- und faulem Südländer, eine Theorie, die wohl keine wissenschaftliche Studie belegen kann:
Niemand, der auch nur einen Tag in Neapel oder auf einer Ägäis-Insel verbracht hat, wird bestreiten, dass die südeuropäisch-mediterrane Palaver- und Kaffeehauskultur viel schöner und lustiger ist als die im Norden praktizierte Disziplin. Aber am Ende des Tages, wenn der Kellner die Rechnung bringt, muss die Zeche beglichen werden.
Vorbild sind für den “Politikexperten” die Dänen, die in letzter Zeit vor allem durch eine rechte Einwanderungspolitik auf sich aufmerksam machten:
Anders als die Deutschen sind die Dänen aber eine ethnisch und kulturell ziemlich homogene Gesellschaft, in der auch ungeschriebene Regeln beachtet werden. Zum Beispiel die, dass es unfein ist, nicht zu arbeiten und anderen zur Last zu fallen.
Vorbild USA
Ein weiteres Vorbild scheinen die USA zu sein, die vor allem durch hohe Armutsraten und riesige Lohnunterschiede überzeugen können, was Herr Broder aber ignoriert:
Wer in die USA einwandert, kommt in eine Gesellschaft, die den Migranten nur minimal fördert, dafür aber maximal fordert.
Nur die Deutschen scheinen die falsche Politik zu machen:
In Europa ist es genau umgekehrt. Der Einwanderer macht sich zuerst einmal mit der Wundertüte des Sozialstaates vertraut. Er wird maximal gefördert und nur minimal gefordert. Allein, dass ihm abverlangt wird, Deutsch zu lernen, wird schon als ‘Zwangsgermanisierung’ kritisiert.
Er scheint zu verkennen, dass die meisten Menschen in Deutschland gern arbeiten wuerden. Auch uebersieht er, dass auch die Dänen Europäer sind.
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http://www.facebook.com/rolf.mueller.775 Rolf Mueller
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