AntifaschistInnen demonstrieren für Frieden

Widerstand in Dortmund – DSSQ

Der 1 September ist der internationale Antikriegstag, in Dortmund wurde der Tag in den vergangenen Jahren von Neofaschisten missbraucht um ihre rassistische Hetze zu verbreiten. In diesem Jahr wurde der “nationale Antikriegstag”, ein Widerspruch, da der Tag an den Überfall von Hitler-Deutschland auf Polen erinnern soll, zum ersten mal verboten. Tausende AntifaschistInnen ließen es sich nicht nehmen in Dortmund gegen die rassistische Hetze zu demonstrieren.

Auf der Route, die vom inzwischen verbotenen „Nationalen Widerstands Dortmunds“ als Marschroute geplant war , organisierte das Bündnis „Dortmund stellt sich quer“ eine  breite Gegendemonstration, die sich zu Internationalismus, Frieden und Antifaschismus bekannte . Aus dem ganzen Bundesland waren AntifaschistInnen angereist um ein Zeichen gegen Rassismus und Faschismus zu setzen. Aufgerufen hatten die Linke, die SDAJ, die Linksjugend, DIDF und viele andere Organisationen.

Das Bundesverfassungsgericht hatte am Vortrag das Verbot der Nazidemo bestätigt. Die Organisatoren der Demo zeigten sich erfreut, aber auch erstaunt über den “Sinneswandel” des Staates. So sagte Iris Bernert-Leushacke, Sprecherin des Bündnisses, dazu: „Der plötzliche Sinneswandel der staatlichen Entscheidungsträger kommt nicht von ungefähr. Seit Jahren machen Linke und AntifaschistInnen Druck in der Stadt, damit endlich etwas passiert.“Die Stadt zeigte aber, dass der Druck der Linken nicht nur Auswirkungen auf die Neofaschisten hat, auch eigene Demonstrationen sind betroffen und Opfer der Gleichsetzung von Faschismus und Antifaschismus. Nach der offiziellen Demo organisierte  “Dortmund stellt sich quer” eine weitere Versammlung mit AktivistInnen des von der Polizei verbotenen Antifa-Camps. Die  zweite  Demonstration wurde aber nach wenigen hundert Meter von der Polizei gestoppt. Dem Bundestagsabgeordneten Niema Movassat und dem Düsseldorfer Stadtratsabgeordneten Frank Lauenburg gelang es nicht bei der Polizei eine neue Demonstration anzumelden.

Der antifaschstische Widerstand in Dortmund hat ein Umlenken der staatlichen Behörden notwendig gemacht, die Gleichsetzung von links und rechts bleibt aber herrschende Ideologie und ist ein Hindernis für antifaschistischen Widerstand!

 

  • Dani Landwehr

    In einem gleichen diese Demonstranten den angeblich von ihnen bekämpften Rechtsextremisten: Sie tragen zu vorderst eine Palästina Fahne. Das Ziel der Palästinenser ist die Auslöschung des Staates Israel von der Landkarte. Genau wie bei den Nazis.

    • gast

      Wie passt eigentlich der Fakt in Ihr schwarz-weiss-Denken, dass Israel eine rechtsextreme Regierung hat? Wollen die sich selbst umbringen?

      • Dani Landwehr

        Man soll a) niemals eine Regierung mit einem Land und seinem Volk verwechseln und
        b) Kann man – im Gegensatz zu Palästina – in Israel gegen die eigene Regierung Demonstrieren und Politisieren.
        PS. Israels Regierung als ist rechts. So rechts wie die in Deutschland und in zahlreichen anderen Ländern. Sie als “Rechtsextrem” zu bezeichnen deutet nicht gerade auf politische Bildung hin.

        • esumid

          So undifferenzierte Aussagen können nur von einer Person aus dem antideutschen Spektrum kommen.
          Es gibt natürlich Palästinenser, die sich für die Auslöschung des Staates Israel aussprechen. Zu behaupten, dass “die Palästinenser” gemeinhin dieses Ziel verfolgen würden, ist nicht nur falsch, sondern pauschalisierend und strukturell rassistisch.
          Dann bleibt die Frage: Warum muss Ihrer Ansicht nach die Solidarität mit Palästina automatisch eine Feindschaft zu Israel bedeuten (oder umgekehrt)? Eine solche Ansicht kann nur von einem Extremisten kommen. Friedliche Menschen streben die Zweistaatenlösung an.
          Und was die rechtsextreme Ausrichtung der israelischen Regierung angeht: Wer Terroristen töten will und zu diesem Zweck großflächig Städte und Siedlungen angreift, vollkommen egal, wieviele Menschen dabei umkommen, solange sie nur der zweitklassigen Ethnie angehören, ist für mich eindeutig rechtsextrem. Das hätte beispielsweise die ebenfalls rechte deutsche Regierung zu RAF-Zeiten nicht gemacht. Glücklicherweise gibt es in Israel, wie Sie bereits erwähnten, eine wachsende Opposition zu diesen Kriminellen. Immer mehr Israelis erkennen, dass eine “harte Haltung” gegenüber den Palästinensern nur zu mehr Gewalt und Toten führt. Eine Einsicht, die die sogenannten “Israelsolidarischen” hierzulande, die mit ihrer vorgeschobenen Israelsolidarität oft nur ihren Hass auf Muslime tarnen wollen, meist noch nicht gewonnen haben.

  • susan

    Der 1. September ist der WELTFRIEDENSTAG! Ein bisschen mehr als nur Antikriegstag.

  • Samaram

    Diese sogenannten AntifaschistInnen stehen den Braunlingen, die sie zu bekämpfen vorgeben in Sachen Gewalttätigkeit und Demokratiefeindlichkeit und Rassismus in kaum etwas nach. Deren Rassismus richtet sich halt primär gegen Europäer und Deutsche und bei den Nazi-Aufmärschen sind es regelmäßig die “Antifaschisten”, die für Verletzte sorgen.

  • Samaram

    Diese sogenannten AntifaschistInnen stehen den Braunlingen, die sie zu
    bekämpfen vorgeben in Sachen Gewalttätigkeit und Demokratiefeindlichkeit
    und Rassismus in kaum etwas nach. Deren Rassismus richtet sich halt
    primär gegen Europäer und Deutsche und bei den Nazi-Aufmärschen sind es
    regelmäßig die “Antifaschisten”, die für Verletzte sorgen.

    • gast

      Antifaschisten sind damals wie heute die einzigen, die offen den Faschos entgegentreten, während der spießbürgerliche deutsche Michel heute wie damals insgeheim mit den Brauen sympathisiert.

      Gerade die, die sich “genau in der Mitte” wähnen, sind meist sehr weit rechts außen.

      • Samaram

        Sind die Verbrechen der etablierten Parteien von CDU, FDP SPD und GRÜNE nicht viel größer, und ist deren Macht nicht viel ausgeprägter als das kleine Häufchen marginalisierter “Faschos”, wie du sie nennts. Sollten sich echte Antifaschisten nicht auf jene konzentrieren die wirklich Macht im System haben.

        Du hast natürlich recht, dass die Mehrheit der deutschen eher rechts ist, d. h keine Lust mehr auf “Multikulti”, Gender-Ideologie, und die eigene demographische Verdränfung hat,
        umso bedenklicher dass in einem Staat, der sich als Demokratie versteht, keine Partei im Bundestag oder in den Landtagen vertrten ist, die diese Bevölkerung repräsentiert.

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