Wenn die Geldgier Krüppel gebärt

Bitte lies den Text, falls Du nach dem Lesen Entsetzen in deinem Kopf feststellen kannst, beteilige dich bei der Online-Petition.
Die Netzpolitik laesst uns in neue Dimensionen stossen; Nutzen wir diese Chance!

Chega! Es reicht! Ein Dorf wehrt sich!

Die Bauern des Dorfes Capanema im Süden von Brasilien hatten bei der diesjährigen Ernte ein böses Erwachen. Seit den 90er Jahren haben sie sich erfolgreich von der herkömmlichen Produktion mit Chemiedüngern und Insektiziden gelöst und sich einen Markt mit Bio-Produkten aufgebaut.
Bei den strengen Routinekontrollen der Bio-Abnehmer wurden in diesem Jahr jedoch erhöhte Werte des hochgiftigen Insektizids Endosulfan in ihrem Soja gefunden. Die Ernte konnte somit nicht mehr als Bio verkauft werden. Ein Schock für die Bauern, da diese auf die höheren Einnahmen der Bio-Produktion angewiesen sind.
Durch aufwändige Tests konnte nachgewiesen werden, dass die Ernte durch den Endosulfan-Einsatz benachbarter Dörfer verseucht wurde.

Seit 1991 in Deutschland und in über 60 weiteren Ländern verboten, verkauft der Chemiekonzern Bayer – Erfinder und Produzent des gefährlichen Giftes – in Brasilien und vielen Entwicklungsländern Endosulfan bis heute unter mehreren Marken. Produziert wird das Pestizid von einer Bayer-Tochterfirma in Indien.
Endosulfan gehört zu den umstrittensten Pestiziden, da es für die meisten Organismen hochgiftig ist, sich in der Umwelt nur sehr langsam abbaut und via Atmosphäre über weite Distanzen transportiert werden kann. Tödliche Unfälle und starke Vergiftungen bei direktem Kontakt, sowie Missbildungen bei Neugeborenen sind die Auswirkungen von Endosulfan.

Die brasilianischen Bio-Bauern haben gemeinsam mit der Fairtrade-Firma gebana eine Kampagne gegen die Verschmutzung ihrer Bio-Soja durch Pestizide gestartet. Insbesondere fordern sie den sofortigen Verkaufsstopp für Endosulfan und weitere problematische Pestizide.
Die Kampagne, die unter dem Namen CHEGA! (port: Es reicht!) läuft konnte bereits erste Erfolge verbuchen.

Bayer hat sein Pestizid mit dem Wirkstoff Endosulfan vom brasilianischen Markt zurückgezogen. Die Restbestände seien bei den Kooperativen abgeholt worden, bestätigt Adrian Wiedmer, Geschäftsführer der gebana ag, aus Capanema in Südbrasilien. Allerdings dürfen in Brasilien endosulfanhaltige Pestizide noch bis 2013 verkauft werden.

Derzeit sucht die gebana den Kontakt zu den lokalen Verkäufern, um sie auf die Gefährlichkeit von Endosulfan und die gesetzlichen Bestimmungen im Zusammenhang mit dessen Verkauf aufmerksam zu machen. Ausserdem werden weiterhin Unterschriften gesammelt, um die Forderung an die brasilianische Regierung, Endosulfan per sofort zu verbieten, zu unterstützen.

Hier unterschreiben und und Teil der Petition werden.

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