UN-Gipfel zum Milleniumsplan – Deutschland hat kein Geld, aber Geschenke..

UN-Gipfel zu den Milleniumszielen

Im September 2000 wurde auf der in New York stattfinden Generalversammlung der Vereinten Nation ein Maßnahmenkatalog mit konkreten Zielen festgelegt. Aufgabe der Vereinten Nationen sei es die Armut in der Welt bis zum Jahr 2010 zu halbieren. Der Maßnahmenkatalog bzw. die Milleniumziele umfassen folgende Punkte:

1. Bekämpfung von extremer Armut und Hunger
2. Primärschulbildung für alle
3. Gleichstellung der Geschlechter
4. Senkung der Kindersterblichkeit
5. Verbesserung der Gesundheitsversorgung
6. Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen schwerwiegenden Krankheiten
7. Ökologische Nachhaltigkeit
8. Aufbau einer globalen Partnerschaft für Entwicklung


2010 – 10 Jahre später; Merkel will in den Sicherheitsrat

Erneut treffen die Vereinten Nationen in New York zusammen, um sich über die Milleniumziele zu beratschlagen. Die meisten Staats- und Regierungschef der Industriestaaten ließen sich bereits zu Finanzzusagen hinreißen. Kanzlerin Merkel wird dieser in ihrer Rede vor der Versammlung jedoch nicht machen, da laut Bundeskanzleramt kein Geld für solche Zusagen da sei.

Kein Geld für Milleniumplan, aber für Wahlkampfgeschenke

Deutschland besitzt kein Geld um sich am Milleniumplan zu beteiligen, verfügt scheinbar über genug Geld um kleine Geschenke, wie günstige Kredite oder Hilfszusagen an New Yorker Gesprächspartner zu verteilen. So sicherte sie ihre Hilfe Marokko, Togo, Vietnam und anderen Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika zu.

Nicht jedoch um die Armut generell zu senken, sondern viel mehr um die benötigten Stimmen für den Einzug Deutschlands in den UN-Sicherheitsrats zu sammeln.

Der Freiheitsliebende hat mir gerade noch einen interessanten Link zukommen lassen. Wolfgang Gehrcke äußert sich, wie folgt dazu:

Deutschland als drittgrößter Waffenexporteur gehört nicht in den Weltsicherheitsrat

„Beschämende 0,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes für ‚Entwicklung’ in der Welt auszugeben, aber Milliarden Euro für den Krieg in Afghanistan zu verschwenden und Waffen in alle Welt, auch in Spannungsgebiete, zu verkaufen, schafft Unsicherheit und prädestiniert nicht für eine führende Rolle in der UNO“, so Wolfgang Gehrcke zum Kampf Merkels um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Der außenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Deutschland will zu den Großen der Welt gehören, politisch, ökonomisch und militärisch. Das ist die Kontinuität der deutschen Außenpolitik von Schröder/Fischer über Merkel/Steinmeier bis Merkel/Westerwelle. Aber Großmachtpolitik hat Deutschland schon immer geschadet und schadet auch heute noch. Die Teilnahme an den Kriegen gegen Jugoslawien und Afghanistan und die Unterstützung des US-Krieges gegen den Irak sind der Preis. Deutschland als drittgrößter Waffenexporteur gehört nicht in den Weltsicherheitsrat.“

Quelle: waehlt-gehrcke.de

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