60.000 AKW-Gegner auf Tokios Straßen

Gestern stand die Stadt Tokio ganz im Zeichen der Anti-AKW-Bewegung. Das Motto lautete “Tschüss Atomenergie”. Als tatkräftiger Unterstützer holten die atomkritischen Organisatoren den japanischen Literaturnobelpreisträger Kenzaburô Ôe mit ins Boot.

kaum Aussicht auf Besserung

Vor rund einem halben Jahr ereignete sich der Super-Gau in Fukushima; Die Nachrichten, die uns in der Westlichen Welt erreichten, sorgen nicht gerade für Beruhigung. Erst vor kurzem wurden die höchsten Strahlenmessungen seit dem GAU in Fukushima gemessen, die Sperrzone von 20 Kilimeteren ist bis heute nie ausgeweitet wurden und den Menschen, die unmittelbar von der Atomkatastrophe betroffen sind, werden sogut wie gar nicht geholfen.

gefährliche “hot spots”

unter dem Begriff “hot spots” verbirgt sich kein Internet-spot, sondern stark strahlende Gebiete. Die japanischen unabhängige Organisation “Citizens Radioactivity Measuring Station” maß noch in einer Entfernung von 60 Kilometer vom havarierten Reaktor auf einem Kinderspielplatz mehr als 60 Mikrosievert pro Stunde. Ohne den GAU würde am Spielplatz eine Strahlung von weniger als 0,1 Mikrosievert herrschen.

WHO & Atomenergieagentur IAEA drücken sich vor Wahrheit

Der Tschnobyl-GAU und die Atombomben auf Nagasaki und Hiroshima zeigten der Menschheit die Konsequenzen von atomaren Katastrophen. “Missbildung” oder “Fehlgeburt” heißt oft die Diagnose bei Neugeborenen. Die Generation, die den GAU überlebt, erkrankte stark vermehrt an Krebs. Der WHO und der IAEA sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse bekannt, weigern sich jedoch die fatalen Folgen der Atomindustrie anzuerkennen. Die WHO sollte die Fehler eingestehen, die bei der Tschnobyl-Katastrophe begangen wurden. Damals wurden die Folgen des GAUS von 1986 verharmlost. Die WHO sollte nun endlich ihrem Namen gerecht werden, im Sinne der “Weltgesundheit” handeln, sich atomkritisch bekennen und die Menschheit vor nukearen Gefahren schützen!

60.000 Demonstranten schreien “Keine Fukushimas mehr”

Es war die größte Anti-AKW-Demonstration in Japan überhaupt. Yoshihiko Noda, Japans neuer Ministerpräsident sprach sich nach dem GAU für einen neuen Energiemix mit einem höhren Anteil an erneuerbaren Energien aus, schloss ein AKW-freies Japan aber nicht aus. Japan bezieht seinen Großteil an Strom aus 54 Atomkraftwerken.

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