Spaniens Jugend vor dem Abgrund

Rein rechtlich gesehen dürfen die vielen Tausenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen nicht auf den Straßen demonstrieren – sie tuen es aber trotzdem. Sieben Tage nun schon verharren die jungen Menschen auf den Straßen und protestieren gegen den harten Sparkurs der Regierung. Ministerprädident Zapatero kündigte anfangs ein hartes Durchgreifen bei Demonstranten an; Das Blatt hat sich aber nun gedreht. Zapatero wolle nicht mit dem Lösen des einen Problems neue Probleme schaffen.

höchste Arbeitslosenquote in der EU

Spanien hat seit Jahren mit einer enorm hohen Arbeitslosenquote zu kämpfen. Gerade bei den 18- bis 25-Jährigen ist die Arbeitslosenquote dramtisch hoch. Sie liegt bei 45 Prozent. Fast jeder zweite in diesem Alter verfügt nicht über genügend Geld, um sich eine eigene Wohnung leisten zu können. Sie müssen bei ihren Eltern wohnen bleiben. Das Selbstvertrauen sinkt und das Wort Perspektiven wird zum Fremdwort.

die arabischen Revolutionen machen der Welt Mut

Bei diesen erschütternden Zahlen kann man sich fragen: “Warum erst jetzt?”. Hätte man sich nicht viel früher für mehr Arbeitsplätze einsetzen sollen; hätte man nicht viel früher auf die Straße gehen sollen? Warum steht eine sozialistische Partei an der Spitze der Regierung, die nichts gegen die hohe Arbeitslosigkeit unternimmt? Der plötzliche Handlungsdrang der spanischen Jugend kann man in Verbindung zu den arabischen Revolutionen bringen. Die Welt sieht, wie effektiv es ist zusammen für Rechte und bessere Bedingungen zu kämpfen.


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