Romney und die Kontakte zu rechten Mördern

Mitt Romney – Quelle Wikipedia

Mitt Romney, der Kandidat der Republikaner, ist bisher vor allem mit antipalästinensischer, neoliberaler und kriegsfördernder Rhetorik aufgefallen, nun dürften ihm auch die Kontakt zu neofaschistischen Banden in Mittelamerika Probleme bereiten. US-amerikanische Medien deckten indirekte Verbindungen zu rechtsextremen Todesschwadronen auf.

Der Republikaner soll seit den 80er Jahren Kontakte zu Clans aus El Salvador unterhalten haben, die Todesschwadrone aufbauten und das Land während des Bürgerkrieges (1979-1992) mit blutigem Terror überzogen. Die Geschäfte waren vor allem finanzieller Natur um Romneys Unternehmen zu stärken, zeigen aber die “Menschlichkeit” des Politikers.

Werben für Bain Capital

Laut Angaben der Huffington Post, die sich auf ein Buch über Romney bezieht, warb der Republikaner ab 1984 unter Mitgliedern der mittelamerikanischen Oberschicht Millionengelder für den privaten Finanzinvestor Bain Capital ein, bei dem er drei Jahre zuvor eingestiegen war und dem er bis 2002 treu blieb. Bei einem Treffen in einer Bank in Miami Mitte 1984 seien so 40 Prozent der nötigen Einlagen Romneys für Bain Capital gesichert worden, schreibt der Mitarbeiter der US-Tageszeitung “The Boston Globe”, Michael Kranish, in seinem jüngst erschienenen Buch “The Real Romney”. Die Kontakte, die Romney persönlich kannte, hatten die Terrorschwadrone mitaufgebaut, die das Land terrorisierten, Linke und Bauern ermordeten.

Strachan, Romneys ehemaliger Geschäftspartner, sagte das Romney Anfangs bedenken hatte, da seine neue Investoren Mörder finanzierten, diese habe er aber über Bord geworfen und mit den Clans zusammengearbeitet.

Dankbarkeit und Morde

In Miami zeigte Romney seine Dankbarkeit für die Unterstützung seiner Firma und gab im Rahmen seines Präsidentschaftswahlkampfs ein Dinner mit dem Namen “Amerikanern lateinamerikanischer Herkunft”.  Auf diesem Treffen nannte er die Namen mehrere Unterstützer unter anderem Ricardo Poma, Miguel Dueñas, Pancho Soler, Frank Kardonski und Diego Ribadeneira. “Er hätte auch die Namen der Clans der De Sola und Salaverria nennen können”, schreiben Ryan Grim und Cole Strangler von der US-Onlinezeitung »Huffington Post«.

Die Salaverria-Familie dürfte einer der mächtigsten und rechteste Familien  des Landes sein und vor allem eine der Familien, die sich am meisten Verantwortung für die Morde aufgetragen haben. Als die Regierung 1980 eine vorsichtige Landreform begann, begann die Familie mit dem Aufbau von rechten Milizen. Sie finanzierte zusammen mit den De Solas die neofaschistische ARENA-Partei, deren Gründer Roberto D’Aubuisson sich bis zu seinem Tod 1992 mit dem Terror der Todesschwadrone brüstete.

Romney störte sich nicht daran, dass zu dem Zeitpunkt der Kontaktaufnahme schon über 35.000 Menschen der Gewalt zum Opfer gefallen waren.

Die ARENA-Partei stellte bis 2009 den Präsidenten, wurde dann aber sowohl bei den Parlaments, bei denen sie finanzielle Unterstützung der CSU-nahen Hans-Seidel-Stiftung erhielten,- wie den Präsidentschaftswahlen von der linken FMLN geschlagen.

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