Mitt Romney knockt sich selbst aus

Letzte Chance vertan? Quelle: http://www.flickr.com/photos/gageskidmore/5447036181/sizes/m/in/photostream/

Obamas Haar mag in den letzten vier Jahren als Präsident der Vereinigten Staaten stark ergraut sein. Seine hochgesteckten Ziele, das Guantanamo-Gefängnis zu schließen, eine gesetzliche Krankenversicherung einzuführen und die Finanzindustrie an die kurze Leine zu nehmen, misslangen. Nun konzentriert sich Obama auf den Wahlkampf gegen Romney, der es aber immer wieder fertig bringt, sich selbst ins Abseits zu manövrieren.

Lange hat es gedauert, bis die Republikaner einen Gegenkandidaten zum Demokraten Obama aufgestellt haben. Mitt Romney soll es richten – oder sollte man sagen: sollte es richten? Denn vor kurzem gelangte ein Video an die Öffentlichkeit, in dem zu sehen ist wie Romney die Obama-Wähler verschmäht. Diese sollen rund “47%” aller Wähler ausmachen – nicht dass er nur seine politischen Gegner diffamiert, nein er gibt auch noch eine äußerst arrogant Figur ab.

Kein Präsident

“And so my job is not to worry about those people..they should take personal responsiblity and care for their lives…”. Sehr interessant ist zu sehen, dass Romney offesichtlich auf der Seite der Multis steht und sich nicht um die wegbrechende Mittelschicht und die Arbeiter schert – nichts neues, aber seine eigene Entlarvung sollte hohe Wellen auslösen. Ein Präsident, der das Herzstück eines Volkes rausreißt kann weder Wahlen gewinnen, noch Präsident sein.

Romney steht zu seinen Aussagen

Auch wenn Romney nicht stolz auf seine Worte ist, die wohl am 17. Mai bei einem Spendertreffen aus seinem Mundwerk fielen, sieht Romney zähneknirschend ein, dass er sich “nicht elegant” ausgedrückt habe. Leugnen konnte er die Wortwahl wohl kaum, das Video befand sich bereits im Netz. Als Erklärung führt er an, dass er auf die Fragen “aus dem Stegreif” beantwortet hätte. Dass er seine üblichen Reden auf das in seinen Augen essenzielle und aussagekräftigste herunterbricht, lässt die Maske fallen.  An den Aussagen hielt der frühere Finanzinvestor und Gouverneur von Massachusetts aber fest.

Romny liegt zurück

Lange sagten die Medien ein Kopf-an-Kopf Rennen voraus. Nun aber dürfte Obama vier bis sechs Prozentpunkte vorne liegen. Auch in den besonders hart umkämpften Bundesstaaten Ohio und Florida liegt Obama vorn. Sind die Würfel bereits gefallen?

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