Immer weniger Menschen in Bolivien leiden unter extremer Armut!

Hunger geht zurück
Seit 2007 ist die Zahl der Armen in Bolivien um 1,4 Millionen zurückgegangen, noch bemerkenswerter ist der Rückgang bei extrem armen Menschen. Großen Anteil an dieser positiven Entwicklung dürfte die Bewegung zum Sozialismus (MAS) haben, die unter der Führung von Evo Morales die Armut bekämpft.
Dies geht aus einem diese Woche in La Paz vorgestellten Zwischenbericht der Vereinten Nationen (UNO) hervor. “Die letzten Jahre waren eine sehr wichtige Zeit für die Verbesserung der Lebensbedingungen der bolivianischen Bevölkerung”, konstatiert das Experten-Papier Fortschritte in der Armutsbekämpfung. Die Anzahl der in extremer Armut lebenden Bevölkerung Boliviens ist um mehr als ein Drittel zurückgegangen. Nach Angaben von Entwicklungsministerin Viviana Caro hat sich die extreme Armut in den vergangenen zehn Jahren von 38 Prozent auf 24 Prozent reduziert.
Die Zahl moderater Armut ging von 5,7 Millionen auf 5,2 Millionen zurück. Damit haben insgesamt 1,4 Millionen Menschen die Armutsgrenze hinter sich gelassen. “Das ist der größte Rückgang den Bolivien in den letzten 50 Jahren erlebt hat”, stellte Vizepräsident Álvaro García Linera, Mitglied der sozialistischen Bewegung, fest.
Was ist extreme Armut
Extrem-Arm sind die Menschen, die nicht genug Geld für den Kauf von “Basis-Nahrungsmittelkorbes” aufbringen können. Die Reduzierung der extremen Armut auf 24 Prozent bedeute, dass nun eine Million Menschen sowohl aus den Städten als auch den ländlichen Regionen dieser Situation entkommen sind und als moderat arm bezeichnet werden können.
Moderate Armut bedeutet, dass die Menschen noch für das Überleben notwendige Nahrungsmittel erwerben können.. Für weitere Dinge des täglichen Lebens wie Transport, Bildung und Gesundheit reicht das Einkommen in der Regel jedoch nicht. In Bolivien würde die Armutsgrenze an einem “Basis-Nahrungsmittelkorb” gemessen, so Caro.
“Mit der Armutsreduktion habe Bolivien das übergeordnete Ziel des Millenium-Gipfels der Vereinten Nationen erreicht. Dieser hatte im Jahr 2000 in New York stattgefunden und konkrete Ziel- und Zeitvorgaben vorgegeben, um die Armut in der Welt bis zum Jahr 2015 zu halbieren”, so die Ministerin gegenüber internationalen Medien.
Die positive Entwicklung in Bolivien sei vor allem dem nationalen Entwicklungsmodell des “Vivir Bien”, des Guten Lebens, zu verdanken. Dieses basiere auf einer Investitionspolitik im öffentlichen Sektor, wobei Bildung, Gesundheit und Transport universell zugänglich gemacht werden und der Beteiligung von breiten Gesellschaftsschichten an der Wirtschaft des Landes.
Morales hat damit eines seiner zentralen Wahlversprechen erfüllt und den Menschen einen Weg aus der Armut gebahnt, auch wenn dieser Weg noch nicht vollendet ist. Die Bekämpfung der extremen Armut ist ein zentrales Versprechen der verschiedenen linken und sozialistischen Politiker in Lateinamerika gewesen.


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