Kriegserklärung an die Palästinenser und der vermeintliche Antisemitismus – Gespräch mit Evelyn Hecht-Galinski

Die Debatte über Kritik an Israel, ausgelöst durch einen rassistischen Artikel auf der Homepage der Linksjugend/solid in Duisburg und das von uns veröffentlichte Interview mit Hermann Dierkes, haben uns dazu veranlasst mit Frau Evelyn Hecht-Galinski zu reden. Sie ist Publizistin und die Tochter des 1992 verstorbenen Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland, dessen Lebensmotto: „Ich habe Auschwitz nicht überlebt, um zu neuem Unrecht zu schweigen“ auch für ihr  Leben und Handeln von großer Bedeutung ist!

Die Freiheitsliebe: Evelyn, du setzt dich schon seit einer langen Zeit für eine Lösung des Nahost-Konfliktes ein. Wie kommt es, dass du dich in, solchem Maße für eine Lösung dieses Konfliktes engagierst?

Evelyn Hecht-Galinski: Schon sehr frühzeitig störte mich anlässlich verschiedener Israel-Besuche die Arroganz der Israelis, die mit tiefer Ver- und Missachtung auf die palästinensischen Nachbarn/Unterdrückten herabsahen. Als ich mich dann aus vielen Büchern und unabhängigen Quellen weiterbildete, fiel es mir wie Schuppen von den Augen, welcher verlogenen Ideologisierung und Mystifizierung und Verzerrung der Geschichte ich durch die israelische Propaganda erlegen war. Ich hatte es satt, als deutsche Jüdin von Israel vertreten zu werden. Israel spricht nicht im Namen aller Juden. Aus diesem Grund, unter vielen anderen, muss mich dieser Palästina-Konflikt einfach besonders angehen.

Die Freiheitsliebe: Wie genau zeigt sich denn die Verachtung von Teilen der israelischen Bevölkerung gegenüber den Palästinenser und den israelischen Arabern?

Evelyn Hecht-Galinski: Durch das Wählen und der somit breiten Unterstützung der israelischen Regierungen,  macht sich die Bevölkerung seit Jahrzehnten mitschuldig! Das es dieser “einzigen Demokratie im Nahen Osten” gelungen ist, ein Apartheid System aufzubauen, dass seinesgleichen in der Welt sucht und die palästinensischen Bürger Israels als Menschen “2. Klasse” behandelt. Israel ist also, wenn überhaupt nur eine Ethnokratie, also eine Demokratie nur für die jüdischen Bürger. In diesem Zusammenhang möchte ich ausdrücklich das Buch des israelischen Historikers Prof. Ilan Pappe empfehlen “Die ethnische Säuberung Palästinas”, das die Vorgeschichte und Gründung des Staates Israel historisch genau schildert und im  Gegensatz zu den Unwahrheiten und Mythen steht!

Die Freiheitsliebe: Welche Rechte haben denn die palästinensischen Bürger innerhalb Israels nicht, dass man diese als Bürger 2ter Klasse bezeichnen kann?

Evelyn Hecht-Galinski: Israel definiert sich als jüdischer  Staat, d.h. damit werden die palästinensischen Bürger nicht als gleichwertig, betrachtet, sondern als 5. Kolonne, Eindringling und Fremdkörper und damit ausgegrenzt. Die israelischen Palästinenser, also die sogenannten “48er” kämpfen um die Gleichberechtigung und die Anerkennung als nationale Minderheit, das erscheint mir allerdings ausweglos. Stattdessen wird in israelischen Schulbüchern weiterhin die “Erbärmlichkeit” der Araber gelehrt. Übrigens gibt es  im offiziellen Sprachgebrauch, immer Araber anstatt Palästinenser, auch das von Anbeginn eine Diskriminierung im sprachlichen und anderem Denken, eine unter vielen anderen propagandistisch falschen Parolen! Auch die Nakba wird von Israel negiert und die Erinnerung und das Gedenken, wurde gerade eben per Gesetz unter Strafe gestellt. Auch haben die israelischen Palästinenser kein freies Niederlassungs-, Wohn- und Kaufrecht, für Grundstücke, Häuser, oder Wohnungen, nein man ruft sogar dazu auf, “nicht an Araber zu vermieten.”
Auch werden sie im Gegensatz zu den jüdischen Israelis von der Polizei weitaus stärker drangsaliert, als Staatsfeinde und Terroristen betrachtet und auch vor Gericht verurteilt man sie ungleich stärker. Man ruft offen zur Judaisierung Israels auf und betreibt diese in erschreckender Weise auch täglich. Auch aus diesem Grund das Beharren auf der Anerkennung als jüdischem Staat. Rabbiner rufen schamlos dazu auf, Palästinenser zu töten, auch ihre Babies und ihr Vieh. Ebenfalls werden die israelisch-palästinensischen Knesset Abgeordneten diskriminiert, man will von ihnen  als Loyalitätsbeweis die Anerkennung des jüdischen Staates fordern und am liebsten ihre Parteien verbieten. Auch die israelische Armee zeichnet sich durch Gnadenlosigkeit gegenüber den Palästinensern aus. Durch die rassistisch-faschistische Regierung Netanjahu-Lieberman hat sich die Situation nochmals zugespitzt, obwohl die Vor-Regierung, Olmert-Livni, auch nicht besser war und den Gaza Angriff startete. Aber im Grunde ist es völlig egal, ob Likud, Beitenu, Arbeitspartei, oder Kadima, das sind nur Nuancen, sie ziehen alle an einem Strang, gegen die Palästinenser. Der Rassismus ist in ganz “Groß-Israel” verankert.

Die Freiheitsliebe: Du sprichst von den verschiedenen Parteien in Israel und den geringen Unterschieden. Gibt es dort denn keine Partei, die wirklich den gerechten Frieden unterstützt?

Evelyn Hecht-Galinski: Ich sehe in der Tat keine israelische Partei, die einen wirklich gerechten Frieden  unterstützt. Da bleibt nach meiner Meinung nur die einzige palästinensische Israelin, Abgeordnete der Knesset, nämlich Haneen Zoubi, die auch die einzige Knesset Abgeordnete war, die an der Gaza Hilfsflotte im letzten Jahr teilnahm. Seitdem wird sie übrigens  von jüdischen Israelis innerhalb und außerhalb der Knesset mit Hass verfolgt. Es bleiben also nur noch israelische Friedensaktivisten und Menschenrechtsorganisationen übrig, die ich für unterstützenswert halte.

Die Freiheitsliebe: Wie stehst du denn zur Balad-Partei, der Partei der Hanen Soabi angehört? Ist es nicht zu hart zu sagen, dass sie von den jüdischen Israelis mit Hass verfolgt wird, damit schließt du das ganze Volk mit ein?

Evelyn Hecht-Galinski: Es geht mir nicht um die Balad Partei, sondern um die einzige Oppositionspartei und Abgeordnete, die die Oppositionsarbeit leistet, die ich von den etablierten israelischen Parteien vermisse. Es mangelt an einer gewichtigen Gegenbewegung in Israel und bei den Diaspora Juden, die sich dieser Politik widersetzen. Ich weigere mich, nur weil ich Deutsche jüdischer Herkunft bin, mich von Israel ideologisch missbrauchen zu lassen. Daher schließe ich auch das “ganze Volk” ein, das solche Regierungen und Parteien wählt, die diese Politik der Besatzung, Entrechtung, Enteignung und Unterdrückung der Palästinenser betreibt und das täglich immer schlimmer, seit Jahrzehnten.

Die Freiheitsliebe: Die Enteignung der Palästinenser lässt sich gut in Ostjerusalem beobachten. Siehst du eine Perspektive für die dort lebenden Palästinenser?

Evelyn Hecht-Galinski: Nein ich sehe keine Perspektive, da die USA als “Welt-Friedensstifter” Israel als jüdischen Staat weiter ungehemmt expandieren lassen. Ebenso Kanzlerin Merkel, die sofort Israel als jüdischen Staat anerkannte, den Palästinensern eine einseitige Staatsgründung verbat, die Hamas als Terrororganisation bezeichnete.  Es reichen keine Floskeln einer Zweistaatenlösung in den Grenzen von 1967, wenn das sofort aufgeweicht wird, mit Gebietstausch und Jerusalem muss die ungeteilte Hauptstadt Israels bleiben. Noch während Netanjahu in die USA flog, wurde der Bau neuer Siedlungen für Ostjerusalem verkündet. “Kriegsminister” Barak gab zur gleichen Zeit grünes Licht für neue Siedlungseinheiten im besetzten Westjordanland. Bei seiner Kongressrede bekam Netanjahu für seine “Unfrieden- Rede” 29 mal standing Ovations in nur 50 Minuten. Nein, nochmals, solange sich die israelische Lobby-Aipac sich der ungeteilten, erfolgreichen Lobbyarbeit so sicher sein kann, wird es keine erfreuliche Perspektive für die Palästinenser geben. Auch das Nahostquartett und der Uno-Generalsekretär sind zahnlose Tiger und spielen Israel in die Hand. Die Vertreibung der Palästinenser aus Israel schreitet unaufhaltsam voran.

Die Freiheitsliebe: Die Hamas verübt Terroranschläge gegen Zivilisten, ist in diesem Falle Merkels Einschätzung nicht richtig?

Evelyn Hecht-Galinski: Die Hamas als Organisation hatte mehrmals einer Waffenruhe mit Israel zugestimmt. Der letzte wurde willkürlich von Israel in der Nacht des 4. November 2009 gebrochen. Pikanter Weise war das die Wahlnacht von Präsident Obama. Hat nicht Israel schon vor, während und nach der Staatsgründung Terror Organisationen, wie Irgun und Stern-Gruppe gehabt, die ebenfalls vor den blutigsten Anschlägen und Morden an Zivilisten nicht zurückschreckten?  Wie viele Palästinenser sind seit der Staatsgründung Israels durch Kampfhandlung ums Leben gekommen? Sie haben es geschafft, der Welt ein einseitiges Bild zu vermitteln. Soviel zu zweierlei Maß. Vergessen wir nicht, dass die Hamas Regierung ebenso wie die israelische, aus demokratischen Wahlen hervorging. Selbstverständlich bin ich gegen das Töten von Zivilisten!

Die Freiheitsliebe: Gewalt zu verurteilen ist vollkommen richtig. Wieso gelingt es in Deutschland nicht, Gewaltakte der israelischen Siedler ebenso zu verurteilen wie solche der Hamas?

Evelyn Hecht-Galinski: Wieso fragen Sie eigentlich nur nach der Verurteilung der Gewalt durch israelische Siedler? Haben Sie die Armee vergessen? Selbstverständlich hat Deutschland eine besondere Verantwortung aufgrund der Geschichte. Das darf aber nicht dazu führen, dass die Palästinenser die heutigen Leidtragenden des Holocaust sind. Israel hat es immer verstanden, die Schuldgefühle und Traumatisierung Deutschlands für seine ideologischen Zwecke zu benutzen. Schon der frühere Präsident des jüdischen Weltkongresses Nahum Goldmann betonte, dass man in Deutschland besonders gut zurecht käme. Das zeigt sich heute auch besonders gut bei den großen Medienkonzernen,  diese haben ein extrem gutes Verhältnis zu Israels Politik und dem Zentralrat der Juden in Deutschland. In den letzten 10 Jahren hat sich das enorm gesteigert. Inzwischen wird durch selbsternannte Extremismus-Experten eine Haltung vermittelt, die die Kritik an Israel automatisch mit Antisemitismus gleichsetzt. Muss man vor solchen Journalisten wirklich so kuschen? Für mich ein Phänomen, einfach unbegreiflich! Die Sorge als Antisemit zu gelten, beeinflusst die direkte Berichterstattung und Haltung der Medien gegenüber dem Nahostkonflikt. Die Macht der AIPAC ist inzwischen auch in Europa erkennbar. Inzwischen gibt es in Berlin kaum eine jüdische Organisation, die nicht ihre Vertretung und ihr Netzwerk hat. Von dieser Propaganda Abteilung des “The Israel Projekt” können wir “jüdische Antisemiten” nur träumen. Ein anderes Beispiel, die IHH wird als “Hamas nah” und terroristisch verunglimpft, weil sie Spendengelder für die Gaza Flotte sammelt, aber für israelische “Hilfsorganisationen” wie Magbith, Keren Hayesoth oder Keren Kayemed, dem jüdischen Nationalfond, wird offen zum Spenden aufgerufen oder Benefiz Veranstaltungen abgehalten. Diese Organisationen haben aber in Wirklichkeit nur ein Ziel, die israelische “Siedlungsindustrie” zu unterstützen. Wenn man konsequent wäre, würde man diese Organisationen gezielt durchleuchten und feststellen, dass nicht alles so “koscher” läuft im Staate Israel. Unter Merkel ist es auch deutlich schwieriger geworden, Israel zu kritisieren. Israel ist nicht der kleine David gegen den großen Goliath, es ist einer der auch mit unserer Hilfe hochgerüsteten Staaten in der Welt! Hier laden wir uns erneut Schuld auf, diesmal gegenüber den Palästinensern. Wir müssen wegkommen von dem Bollwerks Denken, das heute gezielt gegen die Muslime geht und Israel weiter die Gelegenheit gibt, auch aus diesem Grund seine “Politik” ungestört weiter zu betreiben. Das muss endlich aufhören! Deshalb stehe ich auch voll hinter der BDS Kampagne, die sich gegen israelische Waren richtet und nicht gegen Juden! Die Medien versuchen zu suggerieren, dass die Unterstützung des BDS gleichbedeutend mit Antisemitismus sei. Das ist aber falsch, Israel und Deutschland sind ja auch für Boykott, wenn es ihnen nützlich erscheint. Daher auch das heutige Beharren Israels auf Anerkennung als jüdischer Staat. Für jeden Palästinenser unannehmbar, aber auch für nachdenkende Juden. Ich möchte aber nicht als Deutsche jüdischer Herkunft von Israel vereinnahmt werden. Gibt es etwa einen katholischen (außer dem Vatikan) oder evangelischen Staat? Ist das etwa die jüdisch christliche Allianz, von der inzwischen so viele deutsche Politiker schwadronieren? In der Tat, ich sehe in ferner Zukunft nur einen Staat Palästina/Israel, mit gleichen demokratischen Rechten für alle Bürger, diese Vision ist für mich die einzig übriggebliebene da es laut Netanjahu, in seiner letzten, Kongress Rede keinen lebensfähigen, zusammenhängenden palästinensischen Staat an der Seite Israels geben wird. Natürlich werde ich diese Zukunft nicht mehr erleben, dazu gehört Druck auf Israel, der momentan ausbleibt. Ich möchte aber nicht das Geschäft mit der Hoffnung verkaufen, das betreiben schon zu viele. Ich sehe mich als Realistin!

Die Freiheitsliebe: Gibt es in Deutschland noch Organisationen, die sich offen für einen gerechten Frieden einsetzen?

Evelyn Hecht-Galinski: Es gibt viele Organisationen und Vereine und “Einzelkämpfer”, auf die ich der Vielzahl wegen nicht einzeln eingehen möchte. Nur soviel, ich war am letzten Sonntag – Abend Gründungsteilnehmer/innen des gemeinnützigen Verein Cafe Palestine in Freiburg. Wir haben uns einen gerechten Frieden für Israel und Palästina zum Ziel gesetzt. Übrigens werde ich alle meine Honorare jetzt diesem Verein spenden. Nicht mehr der Rachel Corrie Stiftung in Düsseldorf, der ich zuvor alle Honorare, mehrere Tausend Euro gespendet hatte. In diesem neu gegründeten Verein sehe ich mehr Möglichkeiten in Deutschland zur Aufklärung beizutragen und gegebenenfalls auch Hilfe zu leisten. Es ist mir auch ganz wichtig und ein besonderes Anliegen, dass mein “Einsatz” für diesen gerechten Frieden für mich eine  Herzensangelegenheit ist und ich kein Geschäft damit betreiben möchte.

Die Freiheitsliebe: Wir danken dir für dieses Gespräch!

Wir fragten auch beim BAK Shalom wegen eines Interviews an, um die verschiedenen Standpunkte zu verdeutlichen. Leider hat uns dieser bisher nicht geantwortet!  Sobald wir die Möglichkeit zu einem Interview erhalten, werden wir dieses selbstverständlich durchführen und veröffentlichen!

  • B. Kant

    Applaus von Seiten der NPD ist Evelyn Hecht-Galinski gewiss: http://www.npd-loebau-zittau.de/?p=2278
    Ihre Ansichten in Bezug auf Israel decken sich 1:1.

    • Anonymous

      Krank einen Holocaust-Erben so zu beschimpfen!

      • B. Kant

        @ Die Freiheitsliebe: Sie sollten mal Ihr Wertekompass ein bisschen justieren. Er ist Ihnen ganz offensichtlich aus den Fugen geraten. Krank ist es, wenn Verwandte von Holocaust-Opfern sich so äussern wie es Frau Evelyn Hecht-Galinski tut – nämlich genau gleich wie die NPD.  http://www.npd.de/html/714/artikel/detail/1582/

        Herr Präsident, meine Damen und Herren,

        die aufgeregte
        Empörung der Blockparteien auf unsere Aktuelle Debatte “Keine
        Zusammenarbeit mit Schurkenstaaten – Deutsch-israelische Zusammenarbeit
        beenden” zeigt, wie notwendig diese Debatte ist; eine Debatte, die Sie
        am liebsten gar nicht zugelassen hätten. Doch weil die Angst vor einer
        Niederlage beim Verfassungsgerichtshof für Sie zu groß war, formulierten
        Sie lieber eine klägliche Präsidiumserklärung, mit der Sie einmal mehr
        Ihre Unterwürfigkeit gegenüber Israel dokumentiert haben!

        Fakt
        ist: Mit dem aktuellen Überfall auf einen Hilfsgüterkonvoi für den
        Gaza-Streifen hat sich Israel endgültig als Schurkenstaat entlarvt!

        Vor
        kurzem wurde die fast 90-jährige Journalistin Helen Thomas als
        dienstältestes Mitglied des Pressekorps im Weißes Haus abserviert, weil
        Sie den Satz äußerte: “Die Juden sollten zum Teufel noch mal aus
        Palästina abhauen”. Meine Damen und Herren, wie viel Wut muß in der
        alten Dame stecken, daß sie so einen Satz formuliert. Doch ihr
        Wutausbruch wird umso verständlicher, wenn man weiß, daß ihre Eltern aus
        dem Libanon stammen, einem Land, daß besonders unter Israel zu leiden
        hatte – ein Land, daß durch die israelische Invasion 1982 über 17.000
        Tote zu beklagen hatte.

        Für die NPD ist der aktuelle Überfall
        kein Ausrutscher, Gewalt ist eine historische Konstante des
        Zionistenstaates. Man könnte auch sagen: Israel hat nicht nur ein
        Sonderverhältnis zum Geld, sondern auch ein besondere Affinität zum
        Staatsterror!

        Meine Damen und Herren, zu Beginn der zionistischen
        Landnahme um 1880 lebten in Palästina 460.000 Menschen, darunter nur 5 %
        Juden. Schon zur Gründung Israels im Mai 1948 wurden 300.000 Araber aus
        Heimat gewaltsam vertrieben. Mit Terrororganisationen wie der Irgun und
        der Haganah zieht sich die Blutspur des Zionismus wie ein roter Faden
        durch Geschichte Palästinas!

        Doch bis heute leugnet Israel die
        blutigen Ursprünge seiner Existenz. Kein Wunder, gebärden sich doch die
        Juden seit 3.000 Jahren als Opfer der Weltgeschichte, während die eigene
        Rolle als Tätervolk verschwiegen wird. Und wer die gewalttätige Seite
        des Judentums anspricht, der wird wie der Bundestagsabgeordnete Martin
        Hohmann politisch kaltgestellt.

        Einer der eifrigsten
        Vertreibungsbefürworter war der erste Ministerpräsident Israels, David
        Ben Gurion: Ich bin für Zwangsumsiedlung; darin sehe ich nichts
        Unmoralisches. Nach der Vertreibung der Araber per Notstandsverordnung
        vom 12. Dezember 1948 wurden die Flüchtlinge schließlich auch ihres
        Eigentums beraubt.

        Müßte ich alle Verbrechen Israels in über 60
        Jahren Existenz aufzuzählen, müßte ich ein ganzes Verbrecheralbum
        aufschlagen. Ich erinnere an die zahlreichen Mossad-Morde an politischen
        Gegnern, an die Siedlungspolitik in den besetzten Gebieten, an den
        Bombenterror und das Gemetzel von Bodentruppen im Gaza-Streifens, dem im
        Dezember 2008 über 900 Menschen zum Opfer fielen, darunter über 300
        Kinder!

        Und wird Israel doch mal in einem UNO-Gremium kritisiert,
        ducken sich die Vertreter der Bundesrepublik vor der Israel-Lobby und
        der blühenden Holocaust-Industrie; stärken sie dem Apartheidstaat
        demonstrativ Rücken. Die Politiker machen sich damit verantwortlich, daß
        der jüdische Terrorstaat immer mehr zu einer tickenden Zeitbombe für
        den Weltfrieden wird. Denn ist doch offenkundig: Terrorismus und
        Unterdrückung tragen einen Namen: Den Namen des Staates Israel!

        Wenn
        Sie nicht wollen, daß auch an Ihren Händen das Blut palästinensischer
        Kinder klebt, machen Sie Schluß mit dem Kuschelkurs – Beenden Sie
        endlich die Zusammenarbeit mit diesem Schurkenstaat!

        ***

  • WJHSchmidt

    “AUS DEM ANTISEMITISMUS KÖNNT´SCHON NOCH WAS WERDEN, WENN SICH NUR DIE JUDEN SEINER ANNEHMEN WÜRDEN!”
    (ALEXANDER RODA-RODA)

    • Anonymous

       Wo ist in dem Interview bitte Antisemitismus

  • Frank

    “Die Tochter” halt.

  • Ninon

    Finde die Unterschiede:

    «Israels Besatzungs- und Siedlungspolitik ist unerträglicher und verabscheuungswürdiger Staatsterror.»
    Evelyn Hecht-Galinski einem Leserbrief im Stern Nr. 52, 2002.

    «Israel hat eine besondere Affinität zum Staatsterror!» Holger Apfel, NPD

    «Spontandemo gegen israelischen Staatsterror» – Berichterstattung auf der Neonazi-Website: http://de.altermedia.info/general/nationale-mahnwache-und-spontandemonstration-gegen-israelischen-staatsterror-in-bochum-090806_6596.html

    • Anonymous

       Weil von beiden Seiten Kritik kommt, willst du Frau Hecht-Galinski mit der NPD gleichsetzen?
      Sowohl CDU, SPD, Grüne, Linke und FDP sprechen von palästinensischen Terror, Le Pen tut das auch, sind sie nun alle gleich?

      • Ninon

        Ich setze Evelyn Hecht-Galinski nicht mit der NPD gleich, das macht sie durch ihre Aussagen selber.
        http://1.bp.blogspot.com/_5MYVPcTel_I/TA_QoELv_MI/AAAAAAAAAFg/CsAY3BejEUo/s1600/npd-1.jpg

      • Frank

        Tun sie nicht. Bitte zeige mir eine Stelle, wo eine Stellungnahme der LINKE zu “palästinensischem Terror”
        veröffentlicht ist.

      • Sam

        Wenn quer durch alle Parteien hindurch eine
        Ansicht vertreten wird, dann kann man eventuell auch von einem
        gesellschaftlichen Konsens sprechen, oder von einem Wertekonsens, das heisst es
        gibt eine Übereinstimmung von Vorstellungen, welche ethischen, moralischen oder
        sittlichen Werte in der Gesellschaft als Leitregeln gelten sollten. So
        entspricht es unserem Wertekonsens, dass Terrorismus menschenverachtend ist.

        Dass die Hamas eine antisemitische,
        reaktionäre, homophobe, antiemanzipatorische Terrororganisation ist, die auch
        gegen andersdenkende Palästinenser erbarmungslos vorgeht, ist eine allgemein
        bekannte Tatsache. Die Ideologie der Hamas und ihrer Unterstützer widerspricht
        dem Wertesystem jedes normal fühlenden Menschen von links bis rechts.

         

        Ausser eben jenen Leuten am äussersten
        linken und rechten Rand. Dort kommt wieder zusammen, was zusammen gehört, der
        Bodensatz der Gesellschaft: die braunen und roten Sozialisten, die vereint
        gegen Israel kämpfen.

         

        Lesen Sie sich mal in die Geschichte des
        Muftis von Jerusalem ein. Er war ein guter Freund Hitlers. Heute sind die
        Linken die Freunde der palästinensischen Terroristen. Beide haben das gleiche
        Ziel.

         

  • Esumid

    Es ist doch eine unwiderlegbare Tatsache: Evelyn Hecht-Galinski isst Brot. Holger Apfel tut das auch. Daraus folgt doch unweigerlich: Frau Hecht-Galinski ist eine Antisemitin und Neofaschistin. Wer das nicht nachvollziehen kann, hat echt den Schuss nicht gehört.

    • B. Kant

      Esumid: Sie machen einen Denkfehler, der eigentlich nur dummen Menschen passiert. Und Sie sind doch nicht etwa dumm, oder doch?

      Sie setzen Brot mit einer menschenverachtenden Ideologie, dem Antisemitismus, gleich.

      Dass das Gedankengut von Evelyn Hecht-Galinski und Holger Apfel in Bezug auf Israel absolut identisch ist, erkennt jeder, der die Texte der beiden liest. Sie sind austauschbar. Genau so wie die Kapitalismuskritik der Linken mit jener der NSDAP identisch ist. Lesen Sie mal das Parteiprogramm. Sie können vor dieser Tatsache aber durchaus die Augen verschliessen, wenn Ihnen dabei wöhler ist.

      Irgendwann aber, wenn Sie nicht völlig dumm sind, und das sind Sie doch nicht, oder, irgendwann, werden Sie sehen, dass beide Ideologien aus dem gleichen Sumpf stammen.

      • Esumid

        Dass Neonazis ihren Judenhass gerne als Israelkritik verharmlosen, sollte einem hochintelligenten Menschen wie Ihnen, werter Herr, bekannt sein. Deshalb jegliche Kritik an der Führung Israels als antisemitisch zu diffamieren, ist der demokratischen Kultur dieses Landes nicht förderlich und verharmlost den echten Antisemitismus auf gefährliche Art und Weise. Hört man einigen Menschen zu, so bekommt man den Eindruck, jeder außer der israelischen Rechten und deren ideologischen Mitstreitern wäre Antisemit. Eine grobe Verzerrung der Realität.

        Leider sind mir keine weiteren Texte von Frau Hecht-Galinski (außer den hier veröffentlichten) bekannt. Wenn Sie entsprechende antisemitische Passagen in den hier veröffentlichten Texten finden, bitte ich Sie, mir diese zu nennen. Andernfalls muss ich wirklich an meiner Intelligenz zweifeln, weil ich bisher keine solchen gefunden habe.

        Was die Kritik des Kapitalismus angeht: sie stammt originär von Karl Marx. Manche mögen auch ihn als Antisemiten bezeichnen, jedoch nicht solche Menschen, die im Besitz eines funktionierenden Gehirns sind. Leider haben die extrem Rechten immer schon von den Linken kopiert. Das kann aber den Linken nicht angelastet werden.

  • B. Kant

    Esumid: Ein Merkmal dummer Menschen ist,
    dass sie Urteile fällen, ohne im Besitz ausreichender Information zu sein. Dies
    merken sie freilich nicht mal, weil ihr Geist zu wenig geschult respektive zu
    träge ist. Ich bin eine Frau.

     

    Im Übrigen kann ich Ihnen das Denken und
    Recherchieren nicht abnehmen. Wenn sie noch nie von der Zusammenarbeit der
    Nazis mit den Palästinensern gehört haben, dann empfehle ich Ihnen, mal in ein
    Geschichtsbuch zu schauen. Wenn Sie nicht erkennen, dass die Aussagen der
    Linken identisch sind mit jenen der Neonazis, dann wollen Sie es wohl einfach
    nicht sehen.

    Sie verharmlosen den Antisemitismus, indem Sie sein Vorhandensein innerhalb der «Israelkritik» leugnen.

     

    Es sieht aus wie ein Antisemit, es wedelt
    wie ein Antisemit, es kläfft wie ein Antisemit – aber es will kein Antisemit
    sein. Was für ein Biest ist es denn?

    Darüber hinaus wirft es ein schlechtes Licht auf Sie, dass Sie hier eine Hausfrau mit Profilneurose dermassen verteidigen.

  • Pingback: Denk ich an Palästina! | Die Freiheitsliebe

  • Siggi

    Holger Apfel hat inzwischen einen neuen Freund: Siggi Gabriel.

  • Catherine Breslaw

    wenn man israels politik kritisiert und hinterfragt ist man gleich ein(e) antisemit(in). sind die kriegdienstverweigerer in israel auch antisemiten?

    • Serge Breslaw

       Blöde Kuh, stell nicht so doofe Fragen!

      • Freiheitsliebender

        Es gibt keine blöden Fragen, nur blöde Antworten. @Catherine nein ist man natürlich nicht, aber es gibt definitiv antisemitisch-motivierte Kritik an Israel!

    • mendoza

      klasse frage :-) bei den israel-nationalisten sind sies sicherlich… kranke welt – wie kanns sein, dass das volk, das am meisten unter rechten ressentiments zu leiden hatte, selber nun auch rechts ist? oder zumindest die, die das sagen haben? bedenklich

  • Alimpieva

    Rassismus, Militarismus, Sexismus, Antijudaismus bzw. Antisemitismus, Klassismus, Xenophobie  sind einfach krankhaft und kotzen uns an. Dazu gehört auch Antiarabismus und Homophobie.
    Die Sklaverei, die in manchen afrikanischen Staaten noch besteht wurde noch nie thematisiert. Wie man mit dunkelhäutigen Menschen auf der ganzen Welt umgeht ist jenseits von gut und böse. Auch in Afrika. Wir wollen die Verbrechen der Kolonialstaaten gar nicht verharmlosen. Im Gegenteil! Al Kaida greift gerne den Westen an, dabei ist Al Kaida, die Salafisten und die Verbrecherbande von Sklavenhaltern in Darfur (Sudan) kein bisschen besser.
    Wir wollen nicht den Nahostkonflikt ignorieren. Alle Konflikte auf diesem Planeten sollten allesamt und sofort beendet werden. Vergesst bitte auch nicht die Menschen die keine Stimme haben. Zum Beispiel die Ureinwohner in den Regenwäldern! Hört endlich auf Euch gegenseitig fertig zu machen!!!

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