Die Rechte und die Autonomen Nationalisten

Christian Worch – Gründer der Rechten

Vor wenigen Monaten berichteten wir über die Gründung einer neuen, der extremen Rechten angehörigen Partei, die sich passenderweise auch “Die Rechte” nennt. In den Medien wollte sie sich als bürgerliche Alternative zur NPD darstellen, eine Behauptung, der alle Fakten widersprachen. In den letzten Wochen wurden neue Kreisverbände gegründet und deren Mitglieder zeugen davon, dass die Partei selbst die NPD von Rechts überholt.

Die Rechte hat in NRW ihre ersten Kreisverbände gegründet und dabei vor allem auf NeofaschistInnen aus verschiedenen Kreisverbänden zurückgegriffen.

In wichtigen Positionen sind dabei die beiden ehemaligen Kameradschaftsführer, Dennis Giemsch (Dortmund) und Sascha Krolzig (Hamm/Bielefeld). Die beiden Neofaschisten gehörten vorher den inzwischen verbotenen Gruppierungen “Nationaler Widerstand Dortmund” und “Kameradschaft Hamm” an und sind seit dem 13. Oktober als Parteivorstand vertreten. Giemsch wurde  Landesvorsitzender der Partei, es darf daher nicht verwundern, wenn im Landesverband NRW vor allem Autonome Nationalisten zufinden sind. Der wichtigste Kreisverband dürfte daher auch in der Hochburg der ANs zu finden sein, in Dortmund. Der dortige Kreisverband wird geleitet von Siegfried Borchardt, der auf einer Gründungsversammlung zum Kreisvorsitzenden gewählt wurde. Auf der rechten Internetseite “Dortmund Echo”, wird inzwischen behauptet, dass „Die Rechte“ in Dortmund “bereits jetzt als mitgliederstärkste nationale Partei eine feste Größe geworden” sei. Die NPD scheint damit in ihren Bastionen in NRW an Gewicht zu verlieren, der Umzug nach Essen dürfte ein weiteres Zeichen für die Schwächung der NPD in Dortmund sein.

Weitere Neugründungen

Am 27. Oktober  wurde nicht nur der Dortmunder Kreisverband gegründet, sondern auch die Kreisverbände in “Hamm, Mülheim und Rhein-Erft-Kreis, sowie der Bezirksverband Münster gegründet”, wie auf der Homepage des Dortmunder KVs berichtet wird. Der Mülheimer Kreisverband meldete, dass “ohne eine Gegenstimme oder Enthaltung Marc Rostkowski” zum Kreisvorsitzenden gewählt” worden sei, “als stellvertretender Vorsitzender und Schatzmeister wurde Ralph Liebermann gewählt, neben dem Vorstand ist Janina Schmadalla als Beisitzerin gewählt worden”. Neben dem ehemaligen Mülheimer NPD-Stadtverbandsvorsitzenden Rostkowski hätten “bis auf wenige Ausnahmen alle Mülheimer NPD-Mitglieder” der NPD den Rücken gekehrt und den Weg zur “Die Rechte” gefunden. Der Hammer Kreisverband, der hauptsächlich aus ehemaligen Kameradschaftlern und ANs besteht,  meldete, dass “der 25-jährige Jura-Student Sascha Krolzig zum Kreisvorsitzenden gewählt” wurde, “als stellvertretender Vorsitzender fungiert der 29-jährige Industriemechaniker Dennis Möller”.  Die Rechte könnte in Teilen des Ruhrgebiets die NPD als Mitgliederstärkste neofaschistische Partei ablösen, ohne über ein Programm zu verfügen. Die Zersplitterung der rechten Szene dürfte durch den Aufbau von Kreisverbänden der “Rechten” stärker werden.

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