“Die Facebook-FALLE” – Wie das soziale Netzwerk unser Leben verkauft
Facebook, das Aushängeschild sozialer Netzwerke , verbindet die Welt, die für Facebook-Mitglieder immer kleiner zu werden scheint.
Am Anfang war die Einladung
Alles fängt an mit einer harmlosen Facebook-Einladung eines Freundes. Da eine Einladung von einem Freund um vieles seriöser als eine direkte Einladung von einem Unternehmen ist, assoziiert man mit Facebook ein wohliges Gefühl, immerhin lädt ein Freund dich großzügung in ein Netzwerk ein, dass es mir ermöglicht mit 500.000.000 anderen Menschen via Facebook zu kommunizieren.
Das Monopol “Facebook”
Facebook wird immer mächtiger und mächtiger und die, die Macht Facebooks fördern, sind wir Konsumenten. Es gibt kaum noch eine Homepage, die nicht den “like-button” eingebaut hat. Dieser kleine Button bringt Facebook Milliarden von Dollar ein.
Es war die beste Geschäftsidee, die wir je hatten. Bret Taylor, Erfinder des “like-buttons”
Internet = Facebook ?!
Mark Zuckerbergs Pläne gleichen die eines Monopolisten. Der junge Facebook-Mitgründer und heute zu 30% Anteilseigner von Facebook, genügen offenbar seine jüngsten virtuellen-Coups nicht. Facebook soll der Inbegriff für das Internet werden. Zuckerbergs Traum von einer ganz eigenen Facebook-Welt wird immer realer.
Wie verdient Facebook eigentlich sein Geld?
Diese Frage mag sich der ein oder andere bereits gestellt haben. Die Antwort auf diese Frage ist jedoch sehr einfach: Durch Werbung. Dank Facebook muss die Werbeindustrie nicht mehr Briefkästen zumüllen oder kostenintensive Telefonumfragen durchführen, um zu erfahren was der Konsumer jetzt anstrebt zu kaufen. Der Fisch, so wie Sascha Adamek den Facebooknutzer beschreibt, lässt unser Beispiel-Fisch seinen Beziehungsstatus offen. Schon interpretiert der Facebookallgorithmus, dass der Fisch Single ist und so schaltet Facebook eine Anzeige mit “scout24″ – Einer Partnersuche.
Neben den Werbeeinnahmen erwirtschaftete Facebook 2009 einen unglaublichen Gewinn in Höhe von $150.000.000 in der Spiele-Sparte. Die Spieler kaufen sich mit Echtgeld <Facebook-Credits>, die ihnen Vorteile gegenüber anderen Spieler bringen. 2010 konnte der Gewinn weiter gesteigert werden. Ganze 200 mio. US-Dollar konnte Facebook im letzten Jahr allein durch den Verkauf von virtuellem Geld in die Kassen spülen.
Facebook und die Manipulation
Dass Facebook einerseits ein Unternehmen darstellt, was ökonomische Interessen verfolgt, ist offensichtlich und ersteinmal nicht verwerflich. Dass Facebook aber als Spionage gezielter Sabotage von Demokratiebewegungen, beispielsweise im Iran, eingesetzt wird, ist bedenklich. 2009 stand das iranische Volk auf, ging auf die Straßen und setzte sich friedlich für mehr Demokratie im eigenen Land ein. Organisiert wurden die Proteste zum Teil auch über Facebook-Gruppen und Seiten. Was die Initiatoren und Gruppenmitglieder nicht wussten: Virtuell schlichen sich Regimeanhänger unter die Demokratiebefürworter. Nach den Protesten war das Entsetzen dann groß: Sämtliche Gruppenmitglieder Demokratieaktivisten wurden hinter Gittern gesperrt.
Service bei Facebook: Fehlanzeige
Einestages entschließt sich der intestigative Journalist und Autor Sascha Adamek nach Hamburg zu fahren, um das erste Facebook-Büro Deutschlands aufzusuchen – vergebens. Ein Facebookbüro am Hamburger Hafen hat wohl nie existiert, nur eine Klingel mit der Aufschrift “Facebook” konnte der Autor ausfindig machen.Auffällig bei Facebook ist auch, wie schwierig es für einen Nutzer ist, sein virutelles Spiegelbild im Netz zu löschen. So konnte man vor einige Monaten problemlos seine komplette Pinnwand und Fotoalben löschen, so muss man heute mühsam jedes einzelne Bild bei Facebook löschen, ein ganzes Album ist nicht mehr löschbar. Auch die Funktion der “Pinnwand-Löschung” ist Schnee von Gestern. Für Facebook wird es dann brenzlich, wenn Mitglieder sterben – so ganz real! Doch virtuell bleibt Herr Mustermann noch ganz der Alte, postet zwar nicht mehr und “likt” auch nichts mehr, existiert zumindest aber noch – so ganz virtuell. Das Peinliche an der ganzen Sache ist es, wenn alte Kumpels auf die Pinnwand des verstorbenen soetwas schreiben wie “ey altes Haus, was läuft bei dir? Gib mal nen Lebenszeichen”. oder “lang nicht mehr gehört, meld dich mal wieder!!”. Facebook hat augenscheinlich ein “wegsterben” der Mitglieder nicht mit einkalkuliert. So müssen Familienangehörige und Freunde des Verstorbenen das hinterbliebene Profil aufwendig und kostenpflichtig löschen lassen.
Was wir tuen können
Wie gewohnt kann man auch von Adamek’s neustem Werk wieder guten Journalismus erwarten. Der Autor folgt der Fährte des durchdachten und strukturierten Arbeitens. Nur selten driftet Adamek, der auch sich auch schon mit der Atom-Lüge beschftigt hat, ab. Man muss aber auch ganz klar sagen, dass sich vieles im Buch Erklärte bereits ableiten lässt, die ganz dicken Überraschungen und Skandale bleiben aus. Nichtsdestotrotz ist und bliebt, wie Sascha Adamek penibel recherchiert, FACEBOOK ein erstzunehmender Monopolist im großen und mächtigen Kosmos namens Internet.
Die facebook-Falle: Wie das soziale Netzwerk unser Leben verkauft


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