Der Goldbarren im Edel-Sarg

Roosevelt, der Retter einer Generation

Roosevelt, der Retter einer Generation

In diesen Jahren, in Jahren der Schnelllebigkeit, in Zeiten der Finanzkrisen, Hungersnot und Kriegen scheint das Leben immer vielschichtiger und komplexer zu werden. Warum eigentlich? Und wonach streben wir?

Der große Oscarpreisträger und Schriftsteller Alexander Peter Ustinov stellt zu Lebzeiten eine schwierige Frage und weiß dabei zumindest, dass er nicht danach strebte wozu einige seiner Zeitgenossen es taten.”Was der Sinn des Lebens ist, weiß keiner genau. Jedenfalls hat es wenig Sinn, der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein.”

Dass Ustinov mit diesem Worten recht behählt, mag  wohl keiner bezweifeln. Wenn man sich von der Welt verabschiedet, sich trockenen Auges der feuchten kühlen Erde widmet, erleichtert kein Dollar, kein Euro, kein Rubel, keine Krone und auch kein Golddukate den Gang in die Kiste.

Wonach streben wir?

Viele Menschen in unserer Gesellschaft scheinen den Sinn des Lebens, sofern man ihnen als diesen beschreiben kann, vergessen zu haben. Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit stellen dabei die wohl wichtigsten Attribute, um die Frage nach dem Sinn zu erklären. Wollen wir aber in Freiheit und Frieden leben, so brauchen wir zwangsläufig eine gleichberechtigte Gesellschaft, eine Gesellschaft mit den gleichen Chancen, die sich vom kapitalistischem Gedankengut loslöst. Beruhend auf einer realtiv gleich starken Gesellschaft würde auch die Demokratie wieder

Früchte tragen können. Man kann förmlich spüren, wie mit jeder Transaktion die global player immer mächtiger und mächtiger werden und gleichzeitig mit der gleichen Macht immer mehr Politiker mit Fäden verstehen und Kasperletheater spielen. Man muss kein Ökonom sein, um das kapitalistische System in seinen Grundgedanken zu kritisieren: Ein System, welches auf grenzenlosen Wachstum in einer Welt endlicher Rohstoff basiert, ist zum scheitern verurteilt. Die Frage ist nicht ob das System zugrunde geht, sondern lediglich: Wann kippt das kapitalistische System?

Während Merkel und Co. weiterhin versuchen, Europa und somit ein wichtiges Zahnrad im globalen kapitalistischem Uhrwerk zu manifestieren, ist auch dieser Weg zum Scheitern verurteilt. Ein mittelständiges Unternehmen, das schon seit Jahren in der Krise steckt und immer mehr Schulden aufnimmt, um die alten Schulden zu tilgen, wird von der Konkurrenz verspottet. Da das Familienunternehmen in fünfter Generation eine Pleite um keinen Preis akzeptieren würde, steht plötzlich der Insolvenzverwalter vor der Tür, verscherbelt den Fuhrpark und Maschinen. Am Ende heißt es dann noch “Insolvenzverschleppung”. Was in der großen makroökonmie völlig legitim und essneziell ist, ist in den Mikroökonomie ein Verstoß gegen das Gesetz.

Die Millionen im Parkhaus

Deutschland zählt knapp 900.000 Millionäre. Hinzu kommen steinreiche Unternehmen, die ihre Gewinne in form von Rücklagen parken oder an ihre Aktionäre ausschütten, an Menschen ausschütten, die widerrum aus dem gehobenen Mittelstand entstammen. Nur knapp 10% der Bevölkerung in Deutschland besitzt Aktien.

Der Wirtschaft ging es immer gut, wenn möglichst viele Menschen am wirtschatlichen Aufschwung beteiligt waren. Zu Zeiten Roosevelts beschloss er den New Deal, ein nues Wirtschafts und Sozialprogramm, welches eine Umverteilung des Reichttums beabsichtigt. Am Ende mussten die Reichen 78% Steuern Zahlen, die Umverteilung gelang und Roosevelt starte mit diesem Coup einen beispiellosen Wirtschaftsboom. Die Bürger konsumierten, investierten, fütterten die Wirtschaft. Plötzlich hatte jeder die Möglichkeit mit einer Idee einen Kleinbetrieb zu eröffnen, sein eigenen Business zu führen.

Was wir übernhemen sollten

<Die Geschichte lehrt uns, dass wir aus der Geschichte nichts lernen.> Dieser Satz klingt sehr traurig und ernüchternd, aber Fakt ist, dass wir aus der Geschichte lernen sollten und Programme seitens der Poltik erwarten sollten, die genau jene Veränderung Roosevelts beabsichtigen. Um die Gesellschaft und ihre Ökonomie zu sichern, ist sowohl ein passiv erzeugtner Machtentzug der global Player als auch eine Umverteilung des Vermögens in der Gesellschaft zwingend notwendig.

Noch werden die einen mit Goldbarren ins Grab begleitet, wohingegen die anderen dabei nur die letztes Hemd an sich tragen. Es wäre doch schön, wenn sich alle bloß in einem schicken Anzug zu Grabe getragen würden.

 

  • Sumi

    Tut mir Leid das ich zu so später Stunde nur die Aufmerksamkeit auf einen Tippfehler (Erster Abschnitt in “Die Millionen im Parkhaus” Beölkerung) lenken kann, aber vielleicht schreib ich Morgen noch mehr :) Gute Nacht.

BannerFans.com
Soziale Netzwerke



Creative Common