“Es droht eine humanitäre Katastrophe” – Interview mit Gaza-Gouverneur

Quelle: http://www.al-frangi.de/de/index.html

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Vor einigen Tagen brach der Nahost-Konflikt wieder aus. Nach zwei Jahren Waffenruhe zwischen der Hamas und der israelischen Armee tauchen alte Fragen wieder auf: Welche Seite trägt die Schuld für das jüngste Blutvergießen? Ist jede Kritik an Israel antisemitisch? Wann ringen sich die Staatschefs dieser Welt zu einem Waffenembargo durch? Nun sprachen wir mit dem neuen Gouverneur von Gaza Abdallah Al-Frangi und suchen nach Antworten. Er ist momentan in Gaza, äußert sich zur Situation vor Ort und zum Interview mit Claus Kleber.

diefreiheitsliebeSeit einigen Tagen sind sie Gouverneur von Gaza – wie kann der Krieg ihrer Meinung nach gestoppt werden? Welche Auswirkungen hat der Krieg auf den Lebensalltag?

Abdallah Al-Frangi: Schon aus humanitären Gründen muss dieser Krieg umgehend beendet werden. Voraussetzung hierfür sind Verhandlungen zwischen allen beteiligten Parteien unter Vermittlung der USA und Ägypten mit dem Ziel, die Blockade des Gazastreifens zu beenden. Meine Aufgabe als Gouverneur kann ich angesichts der Bombardierungen durch die israelische Armee und dem Ausmaß der Zerstörungen momentan nicht wahrnehmen. Dies wird erst nach einem Waffenstillstand möglich sein. Die Auswirkungen auf die palästinensische Bevölkerung sind so katastrophal, dass ich sie kaum beschreiben kann. Wir haben nur begrenzt Strom, Trinkwasser ist kaum vorhanden, den Ärzten fehlen Instrumente und Medikamente, um Verletzte versorgen zu können. Unsere Kinder sind traumatisiert. Diesen Beitrag weiterlesen »

Das “Wundermittel” der Zukunft

Grüne Lebenskraft; Quelle: https://www.flickr.com/photos/wildtofu/4474262474/in/

Grüne Lebenskraft; Quelle: https://www.flickr.com/photos/wildtofu/4474262474/in/

Heutzutage wird in den Supermärkten und Bio-Läden, Öko-Shops und in der Werbung so ziemlich alles als “gesund” ausgeschrieben, selbst dann, wenn es das nicht ist oder noch viel gesünder sein könnte. Doch Vorsicht ist geboten….

Das Bewusstsein für die eigene Umwelt und die Gesundheit steigt, und damit auch die Anfrage nach Produkten, die diese Gesundheit am besten kompakt und praktisch in der Flasche liefern. Doch sollte man sich nicht täuschen lassen: nicht überall, wo gesund drauf steht, ist gesund drin. Vor allem bei vermeintlich gesunden Obst-Säften greift man oft zu Konzentraten, die mit Zucker versetzt wurden, dabei gibt es einige Vorteile beim Kauf frisch gepresster – und vor allem kalt gepresster – Säfte.

Gepanschte Säfte Diesen Beitrag weiterlesen »

Spenden für Gaza – Jeder kann helfen

depalLiebe LeserInnen, das Leid in Gaza erschüttert uns, deswegen wollen wir heute einen Moment innehalten und am heutigen Tag nur einen Spendenaufruf für die leidenden Menschen in Gaza veröffentlichen.

Spendenaufruf der deutsch-palästinensischen medizinischen Gesellschaft: Durch die israelischen Luftangriffe auf Gaza ist auch die medizinische Versorgung schwer getroffen und völlig überfordert, es fehlt an allem! Medikamente, Verbandsmaterial und medizinische Instrumente werden dringend benötigt.

Wir rufen alle friedliebenden Menschen auf, Medikamente, medizinisches Material sowie finanzielle Mittel zu spenden, damit den vielen Verletzten geholfen werden kann.

Mit Ihrer Solidarität lindern Sie das Leiden der Menschen und retten Menschenleben!

Die unterzeichnenden Vereine sind als gemeinnützig anerkannt.

Deutsch-Palästinensische Medizinische Gesellschaft (DPMG e.V.)
in Kooperation mit:
Soziale Hilfsorganisation Najdeh e.V.
Deutsch-Palästinensischer Frauenverein e.V.
Europäische Allianz für die Unterstützung der palästinensischen Gefangenen

Spenden bitte an: Deutsch-Palästinensische Medizinische Gesellschaft e.V.
c/o Dr. Khaled Hamad, Liegnitzerstr. 28, 53721 Siegburg

Spendenkonto DPMG:
Deutsche Postbank Dortmund
Konto Nr. 999511461
BLZ: 44010046
Oder:
IBAN:DE48 4401 0046 0999 511461
Swift-Code:PBNKDEFF

Kontakt: Dr. Khaled Hamad mobile: 0171-5411168

Bundesabgeordnete stellen sich hinter Friedenskungebungen

Netzwerk Gegen Rechts (Foto: Netzwerk Gegen Rechts)

Netzwerk Gegen Rechts (Foto: Netzwerk Gegen Rechts)

Nach der Friedenskundgebungen  in Essen am vergangenen Freitag, kam es innerhalb der Linken zu deutlichen Auseinandersetzungen zur Positionierung im Nahostkonflikt und den dazu stattfindenden Kundgebungen.  Nun hat sich die größte Gruppe innerhalb der Bundestagsfraktion der Linken, die NRW Landesgruppe hinter die Kundgebungen gestellt und gleichzeitig deutlich Position gegen Rassismus und Antisemitismus bezogen.

Die Friedenskundgebungen in Essen und Köln waren mit insgesamt über 5000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die größten Veranstaltungen, die von der LINKEN in NRW seit langem durchgeführt worden sind. Auch die Polizei bestätigt, dass sie einen friedlichen und nicht-„extremistischen“ Verlauf hatten. Wir halten es für unerträglich, dass nun ausgerechnet aus der eigenen Partei völlig verzerrte, ehrenrührige Vorwürfe kommen, die nicht nur den Erfolg der NRW-Genossinnen und Genossen schlecht machen, sondern sie gar in die Nähe von AntisemitInnen rücken. Wir stellen uns ausdrücklich vor die NRW-Linksjugend und den Landesvorstand der LINKEN in NRW.

Besonders bedauerlich ist die Einmischung von LINKEN-Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn, der in einer Pressemitteilung suggerierte, auf der LINKEN-Kundgebung in Essen habe es „beschämenden Antisemitismus” gegeben. Höhn hat seine Informationen ganz offenbar ausschließlich aus der Presse, er hat sich aber nicht mit der Linksjugend oder dem LINKEN-Landesvorstand in Verbindung gesetzt, um zu klären, ob diese Vorwürfe überhaupt zutreffen. Nicht nachvollziehbar für uns ist auch die Teilnahme des Bundestagsabgeordneten Harald Petzold auf der antideutschen Gegenkundgebung. Unseres Wissens hat es das bisher nicht gegeben, dass prominente Mitglieder unserer Partei direkt daran mitwirken, eine Aktion einer Landesgliederung zu diskreditieren. Das war ein offener Affront gegen die Landespartei. Diesen Beitrag weiterlesen »

Ist Kritik an Israel antisemitisch?

Solidarität: Juden und Palästinenser auf einer Anti-Kriegs-Demonstration in Washington, D.C. (Foto: Matthew Bradley)

Solidarität: Juden und Palästinenser auf einer Anti-Kriegs-Demonstration in Washington, D.C. (Foto: Matthew Bradley)

Die israelische Bodenoffensive gegen Gaza hat weltweite Empörung ausgelöst. Selten stand der Staat im Nahen Osten so stark in der öffentlichen Kritik. Unterstützer Israels sagen hingegen, dahinter verberge sich plumper Antisemitismus – und werfen damit Dinge zusammen, die nicht zusammengehören. Von Stefan Bornost

Für den Gießener Sozialwissenschaftler Samuel Salzborn steht fest: »DIE LINKE hat ein Antisemitismusproblem.« Anlass für diese Behauptung war die Teilnahme der beiden Bundestagsabgeordneten Inge Höger und Annette Groth an der vom israelischen Militär angegriffenen Gaza-Hilfsflotte. Die beiden verurteilen, wie andere Mitglieder der LINKEN auch,  die Politik des israelischen Staats gegenüber den Palästinensern. Für Salzborn grenzt das an Judenhass. Vor allem die Kritik mancher Linker an der israelischen Staatsideologie, dem Zionismus, stößt ihm auf: »Der Antizionismus ist eine jüngere Spielart des Antisemitismus. Die Dämonisierung Israels, die permanenten Vergleiche mit dem Nationalsozialismus und die permanenten einseitigen Verurteilungen machen schon deutlich, dass wir es nicht mit wohlmeinender Kritik zu tun haben. Das Motiv ist Antisemitismus.«

Salzborn wirft hier jedoch zwei Dinge in einen Topf, die nicht zusammengehören: Der Antisemitismus ist eine rassistische Theorie, die einer vorgestellten einheitlichen Gruppe, nämlich »den Juden«, vermeintlich gemeinsame Eigenschaften wie Geldgier oder Hang zur Verschwörung zuschreibt. Sie dient dazu, Ablehnung, Diskriminierung und Ausgrenzung von Juden zu rechtfertigen. Während der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland war der Antisemitismus menschenverachtende Staatsideologie. Er mündete in der Vernichtung von Millionen europäischen Juden im Holocaust.
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“This Land is mine”, because god gave it to me!

"This Land is mine" erobert die Debatten um Nahost im Sturm. (Screenshot: Freiheitsliebe)

“This Land is mine” erobert die Debatten um Nahost im Sturm. (Screenshot: Freiheitsliebe)

Ein Video dass den Palästina-Israel Konflikt in all seiner Brutalität zeigt: “This Land is mine” eröffnet einen Blick in die blutige Geschichte von Menschen, die ein exklusives Recht auf Palästina/Israel/Kanaan/Judäa/Levante beanspruchten. Angefangen bei den Kanaanitern über Kreuzritter und endend bei Briten, Israelis und Arabern. Dem Video Folgend, kann diese Gewaltspirale erst dann durchbrochen werden, wenn alle Seiten kein exklusives Recht auf die Levante erheben, sondern friedlich koexistieren, getreu dem Motto: “This land is not my land, this land is OUR land” Diesen Beitrag weiterlesen »

Der Rausschmiss des CIA-Vertreters aus Deutschland ist eine Farce

Edward Snowden portrait by FrankMoritz

Edward Snowden deckt massenhafte Überwachung auf (Quelle: http://fc05.deviantart.net/fs70/i/2013/230/f/f/edward_ snowden_portrait_by_frankmoritz-d6inqoi.jpg)

Als vor gut zehn Tagen die Bundesregierung entschieden hat, den Repräsentanten der amerikanischen Geheimdienste in Berlin aus Deutschland zu verweisen, sollte das ein Zeichen an die deutsche Bevölkerung sein à la wir lassen uns nicht länger gefallen, dass die US-Amerikaner uns ausspitzeln. Das Zeichen ist aber nichts als eine Farce. Wenn man richtige Aufklärung möchte, sollte man sich für die Befragung Edward Snowdens in Deutschland einsetzen.

Nach dem nahezu peinlichen Bericht, dass die NSA einen deutschen BND-Mann als Spitzel angeworben hat, um unter anderem geheime Informationen aus eben jenem Untersuchungsausschuss zu erlangen, der sich mit der NSA-Spähaffäre beschäftigt, musste in der Tat etwas getan werden. Mit hohem Symbolwert, um zu zeigen, dass es so nicht weitergehen kann. Aber statt sich für ernsthafte Aufklärung einzusetzen – und zum Beispiel Edward Snowden in Deutschland aussagen zu lassen -, war der Vorstoß der Bundesregierung nichts anderes als ein geschickter Versuch vom eigentlichen Problem – nämlich der massenhaften Ausspähung aller Deutschen – durch scheinbares Aktivwerden abzulenken. 

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#35 Filmtipp am Montag: “We feed the world”

Quelle: https://www.flickr.com/photos/astromysicism/2928862568/in/

Quelle: https://www.flickr.com/photos/astromysicism/2928862568/in/

Alle vier Sekunden verhungert ein Kind. Und in genau diesem Augenblick kämpfen gerade eine Milliarde Menschen gegen ihr Verhungern – obwohl es derzeit eine weltweite Nahrungskapazität für 171% der Weltbevölkerung gibt! Wie kann das sein? Der Dokumentarfilmer Erwin Wagenhöfer begibt sich auf die Suche nach Antworten.

Wir wissen es. Unsere Nahrungsgmittelindsutrie ist aus den Fugen geraten. Wir leben dermaßen verschwenderisch(mehr als die Hälfte aller produzierten Lebensmittel landen letztlich in der Tonne) und wir sind uns darüber im Klaren – doch die Schritte der Veränderung sind klein. Diesen Beitrag weiterlesen »

7 Friedensnobelpreisträger und 57 Weitere für Waffenembargo gegen Israel

Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu und 63 weitere Intellektuelle  für Waffenembargo gegen Israel (Foto: flickr.com/ W-J/ CC-Lizenz)

Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu und 63 weitere Intellektuelle für Waffenembargo gegen Israel (Foto: flickr.com/ W-J/ CC-Lizenz)

64 Personen des öffentlichen Lebens, darunter sieben Nobelpreisträger, rufen zum Waffenembargo gegen Israels auf. Als Grund dafür werden Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit des israelischen Staates genannt. Unter den Zeichnern befinden sich Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu aus Südafrika und Autor Noam Chomsky.

Die Erklärung der 64 ZeichnerInnen veröffentlichten ihre Forderungen in der Britischen Tageszeitung „The Guardian“ an diesem Freitag. Im der Erklärung heißt es, das „Israel wieder einmal seine volle militärische Macht gegen die in Haft gehaltene Palästinensische Bevölkerung los gelassen hat, hauptsächlich im belagerten Gaza-Streifen, in einem inhumanem und illegalen militärischen Angriff. Israels Fähigkeit solch verheerende Angriffe zu führen, kommt straffrei durch die Verbandelung großer Waffenfirmen und dem Handel den es mit vorbelasteten und mitschuldigen Regierungen in der ganzen Welt führt.“

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Selfies machen krank

...wenn Mona Lisa ein Smartphone gehabt hätte...

…wenn Mona Lisa ein Smartphone gehabt hätte…

Social-media affine Menschen kommen nicht um sie herum. Selfies. Egal ob mit Kussmund oder stolzer Miene – dieser Selfietrend sagt viel über unsere Gesellschaft aus. Schauen wir einmal genauer hin. 

Weiblich. 18-24 Jahre. Das ist es. Wer weiblich ist und wer sich innerhalb der zarten Altersspanne von 18-24 Jahren befindet, wird sich aller Voraussicht nach stark zu Selfies hingezogen fühlen. Drei von Vier Mädchen zwischen 18 und 24 Jahren in Deutschland sagen, dass sie regelmäßig Bilder von sich im Internet hochladen.

Es geht um das Ego Diesen Beitrag weiterlesen »

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