Rechte geben sich als Verteidiger von Homosexuellen
Die rechte Organisation Pro Köln e.V. möchte sich am Juli dem Christopher Street Day in Köln anschließen, weil, so liest es sich auf der Internetseite, Homosexuelle angeblich besonders häufig von intoleranten Muslimen angegriffen würden. Die Veranstalter des CSD Köln prüfen gerade alle Möglichkeiten, um sich gegen die Teilnahme von Pro Köln zu wehren.
Pro Köln will beim CSD mitmarschieren
Auf ihrer Facebook Seite macht Pro Köln im Moment jede Menge Wind, um zu zeigen, dass sie sich für die Freiheit von Homosexuellen stark machen, die, so ihre Auffassung, durch die religiösen Überzeugungen von Moslems bedroht und Gewalt ausgesetzt würden. Dabei hetzten die Akteure von Pro Köln noch 2011 bei kreuz.net gegen Homosexuelle. Die Freiheitsliebe berichtete. 2002 wollte Pro Köln in Köln eine Mahnwache gegen den CSD abhalten – auch gegen die Homoehe machen sich Pro Köln und Pro NRW stark. Die Taktik der homophoben Hetze will man jetzt aufgeben – zugunsten eines neuen Feindbilds: Den Moslems.
Islamfeindlichkeit – Gegenstrategien und Handlungsbedarfe in Schleswig-Holstein
Zum Abschluss werden die VeranstalterInnen mit Blick auf die Reihe Position beziehen. Bei der Podiumsdiskussion sollen Gegenstrategien und HAndlungsbedarfe für Schleswig-Holstein benannt werden. PolitikerInnen aller im Bundestag und im Kieler Landtag vertretenden Parteien werden dazu die aus ihrer Sicht zielführenden ansätze vorstellen. Sozial-, ordnungs-, arbeitsmarkt- und integrationspolitische HAndlungsbedarfe zur Bekämpfung von Islamfeindlichkeit und der Vorschlag eines Antidiskriminierungskonzeptes für das Bundeslan werden zur Diskussion gestellt.
Bitte bringen Sie ihren Personalausweis mit.
Um Anmeldung wird gebeten:
Im Büro des Beauftragten für Flüchtlings,- Asyl- und Zuwanderungsfragen
des Landes Schleswig-Holstein:
Monika.Buttler@landtag.ltsh.de
FAX: 0431 – 9881293
Hintergrund der Veranstaltung
Aktuelle Studien stellen eine erschreckend hohe Zustimmung zu antidemokratischen Überzeugungen fest. In Ostdeutschland teilen 16% und im Westen 7% der Bevölkerung ein ‚geschlossenes rechtsextremes Weltbild’. Immer stärker entlüden sich dabei die Vorbehalte gegen Muslime und den Islam insgesamt.
Der Aussage, dass Muslimen nicht die gleichen Rechte eingeräumt werden sollten, wie allen anderen, stimmen 27% von insgesamt 2.500 im Sommer 2012 Befragten voll und ganz, 30,1% zumindest überwiegend zu. Kritische Haltungen gegen den Islam herrschen im Osten bei zwei Dritteln der Bevölkerung vor, in Westdeutschland bei über der Hälfte. Protestanten und Konfessionslose sind diesbezüglich anfälliger als Katholiken. Regelrecht feindselig sind ein Drittel der Bevölkerung gegen den Islam eingestellt. Bei Männer ist dies deutlicher ausgeprägt, als bei Frauen. Eine Entwicklung, die in Gesellschaft und im Alltag auch jenseits extremistischer Verirrungen ihre Intensität entfaltet.
Die Mehrheitsgesellschaft schreibt Muslimen gern die Verantwortung für ihre eigenen orientalischen Klischees zu. Die Wirklichkeiten in islamischen Staaten wird pauschal über den Leisten vermeintlich europäischer Werte geschlagen.
Und die Alltagskultur der in Deutschland lebenden Muslime muss regelmäßig mediale sogenannte Islamkritik über sich ergehen lassen. Auf dem Arbeitsmarkt bestehen für Muslime besondere Hürden.
Gute Gründe also für eine Veranstaltungsreihe, die sich intensiver
mit Ursachen und Wirkungen bestehender Islamfeindschaft
sowie dem Schubladendenken in Gesellschaft und in den Institutionen beschäftigt – und mit der Politik bestehende Handlungsbedarfe diskutiert.
Diskussion / Vortrag
21.05.2013 | 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Schleswig-Holstein Saal, Landeshaus Kiel, Kiel
Deutschland, das Land der geschlechtlichen Lohnungleichheit
Veröffentlichungen des statistischen Bundesamtes zeigen: Aktuell verdienen Frauen in Deutschland im Schnitt 22 Prozent weniger als Männer. Das Problem der Lohnungleichheit ist altbekannt, die Politik ist sich einig. Dennoch geschieht zu wenig, um dem entgegenzuwirken. So lag die Lohn- bzw. Einkommenslücke zwischen Männern und Frauen, das sogenannte „Gender Pay Gap“ (GPG), in hierzulande bereits 1999 bei knapp unter 20 Prozent.
Im europäischen Vergleich (durchschnittlicher GPG: 16 Prozent) zählte Deutschland im Jahr 2011 mit dem drittletzten Platz zu den Ländern mit der größten Lohnungleichheit. Art. 3 Abs. 2 GG sagt: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ In einem Land wie Deutschland, das die demokratische Gleichheit aller Länder betont, gleicht diese stark ausgeprägte Lohnungleichheit einem Armutszeugnis.
Es wird zwischen dem bereinigten und dem unbereinigten GPG unterschieden. Das unbereinigte GPG misst den Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern im Allgemeinen. Im bereinigten GPG werden strukturelle Faktoren, wie etwa, dass Frauen auf Grund von Schwangerschaft oder Mutterschaft häufiger aus dem Erwerbsleben aussteigen, herausgerechnet. Nach Bereinigung vermeintlich nicht-diskriminierender struktureller Faktoren bleiben 7 Prozent, welche auf direkte Diskriminierung von Frauen zurückgeführt werden. Ferner gehören zu strukturellen Faktoren, dass Frauen häufiger in Branchen mit geringerem Verdienst arbeiten, häufiger Teilzeit oder Minijobs inne haben und seltener das Ziel verfolgen, Karriere zu machen oder gar mit niedrigeren Ansprüchen in Lohnverhandlungen gehen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Vier Parteien gegen Kampfdrohnen – Militär will handeln
Die Diskussionen um Kampfdrohnen ist in den letzten Wochen ein wenig leiser geworden, dass sei für Regierung und Militär aber kein Hindernis diese anzuschaffen, meint das Bündnis “Keine Kampfdrohnen”. So werden unter Ausschluss der Öffentlichkeit wichtige Fakten geschaffen, die die Drohnen auch in Deutschland etablieren könnten. Darüber hinaus teilt das Bündnis mit, dass der Appell “Keine Kampfdrohnen” nun von mehreren Parteien auf Bundesvorstands-Ebene unterstützt wird.
Die Bunderegierung behauptet momentan, dass die Entscheidung über Kampfdrohnen erst nach der Wahl gefällt würde, aus Angst vor einem öffentlichen Aufschrei. Der Bundeswehr geht dies allerdings nicht schnell genug, weswegen sie bereits mit dem israelischen Drohnenhersteller IAI verhandelt und das Verteidigungsministerium noch in diesem Sommer die Anschaffung bewaffneter Drohnen beschließen will. Diese Handlungen widersprechen dem Versprechen der Bundesregierung eine öffentliche Diskussion zu führen, an der sich auch die Bevölkerung beteiligen kann.
Bündnis fordert Einstellung aller Vorbereitungen Diesen Beitrag weiterlesen »
Lenin: Was hat er uns heute noch zu sagen?
http://www.rosalux.de/event/47586/lenin-was-hat-er-uns-heute-noch-zu-sagen.html
21.05.2013 | 14:00 Uhr
Bernauer Str. 71, Oranienburg
Mit Dr. Holger Politt (Warschau/Berlin)
Die Strompreislüge
„Die Politik ist schuld“, „Erneuerbare Energien sind unbezahlbar“, „die Kosten laufen völlig aus dem Ruder“ sind nur einige Kommentare die man aus der Wirtschaft und von Energieproduzenten zur Energiewende und den aktuellen Strompreisen hört. Dabei sprechen die Fakten eine ganz andere Sprache: Von Geldgierigen Stromversorgern, unfairen Gesetzen und bevorteilter Industrie. Der Verbraucher muss wegen allem am Ende die Zeche zahlen.
Die Strompreise haben sich in den letzten 12 Jahren verdoppelt. Lag der Preis für eine Kilowattstunde 2001 noch bei 14 Cent, zahlen private Verbraucher 2013 im Durchschnitt 28 Cent. Für die Privatwirtschaft gibt es zahlreiche Ausnahmen, um sich um Steuern, EEG und Netzausbaukosten zu winden.
Erneuerbaren-Energie Umlage
Die EEG-Umlage wurde im Januar diesen Jahres von 3,59 auf 5,27 Cent erhöht. Sie macht insgesamt 36% der Preissteigerung zwischen 2001 und 2013 aus. Gleichzeitig hat die Schwarzgelbe Bundesregierung die Ausnahmeregelungen angepasst. Waren ursprünglich nur Stromintensive Betriebe ab zehn Millionen Kilowatt Jahresverbrauch vom EEG befreit, wurde diese Grenze auf eine Million abgesenkt. Das hat zur Folge, dass das EEG im Durchschnitt um 1,3 Cent pro Kilowattstunde angehoben werden musste um die fehlenden <einnahmen zu kompensieren. Beim EEG ist ersichtlich, dass sich vor allem die Ausnahmeregelung negativ auf die Strompreise auswirkt. Waren sie ursprünglich dazu gedacht, große, Stromhungrige Industrieanlagen vor dem Abwandern abzuhalten, gelten die Regeln inzwischen auch für Betriebe wie die Rostocker Straßenbahn. Leider führt die Ausnahmeregelung zu einer Umverteilung von Unten nach Oben, da Wind- und Solaranlagen zumeist von Großindustrie und der Mittelschichten gebaut und betrieben werden.
Was kostet Oma? Das Pflegesystem in der Krise.
Denken wir über das Altern nach, stoßen wir unweigerlich auf die Frage: „Was, wenn ich eines Tages pflegebedürftig bin? Oder jemand aus dem Kreise meiner Angehörigen?“ Von den eigenen Verwandten gepflegt zu werden ist im Alltag unserer westeuropäischen Gesellschaft nicht immer möglich und selbstverständlich.
Fremdpflege in Pflegeheimen oder durch mobile Pflegedienste, das sind heutzutage die einzigen Optionen für viele pflegebedürftige Menschen in Deutschland. Das kostet selbstverständlich, und daher haben Wirtschaftskrise und Privatisierung auch im Pflegebereich ihre Spuren hinterlassen. Marode Kassen und mangelnde Fachkräfte veranlassen uns dazu, immer häufiger Personal aus dem Ausland anzuwerben, und die infrastrukturelle und personelle Situation in Alten- und Pflegeheimen wird zunehmend beklagenswerter.
Welches Menschenbild spiegelt sich in der Beschaffenheit unseres Pflegesektors wider? Wie moralisch ist es, bei der Pflege hilfebedürftiger und alter Menschen zu sparen? Wie genau wirken sich Wirtschaftskrise und Privatisierung auf den Pflegebetrieb aus? Welche alternativen Konzepte gibt es im Pflegebereich?
Es diskutieren:
Markus Breitscheidel (Schriftsteller, Autor des Buches „Abgezockt und totgepflegt“),
Kathrin Senger-Schäfer (Pflegepolitische Sprecherin DIE LINKE),
Anna Eisold (Diplompflegewirtin & Leiterin „Lebenszentrum für Menschen mit Demenz“ des Katharinenstifts Wiesbaden),
David Langner (Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie).
Diskussion / Vortrag
19.05.2013 | 12:00 Uhr
Zitadelle , Mainz
Mit Markus Breitscheidel, Kathrin Senger-Schäfer, Anna Eisold, David Langner
“Schere zwischen Arm und Reich wächst zusammen” – Freiheitsliebe-Tv #2

Jens Brandenburg; Quelle: http://jens-brandenburg.de/wp-contnt/uploads/Landesparteitag-3K-2013-Jens-Brandenburg2.jpg
Als die FDP 2009 auf einen Stimmanteil von 14,6% kam, war die Euphorie innerhalb der Partei groß. Doch die folgenden Skandale und das nicht Durchsetzen der Steuersenkungen machte die FDP immer unglaubwürdiger. Die Medien stürzten sich auf die Liberalen – ein gefundenes Fressen. Zwar hat sich die FDP von ihrem Allzeitumfragetief(2011: 2%) erholt und liegt nun wieder bei knapp 5%, muss sich in Zukunft jedoch klarer positionieren – die Piratenpartei und die AfD machen ihr deutliche Konkurrenz.
Nicht selten wird das Blog “diefreiheitsliebe” auf den ersten Blick mit einem liberalen Portal in Verbindung gebracht. Klar, die Freiheitsliebe, die Liebe zur Freiheit – das könnten auch das wichtigste Attribut einer liberalen Partei sein. Aber auch links denkende Menschen träumen von einer Welt in Freiheit: Die Herangehensweise ist allerdings eine andere. “Der Staat ist der ineffizientere Unternehmer”, heißt es oft aus dem liberalen Lager. Das mag vielleicht sein, jedoch ist ein Staat mit ausschließlich liberalen Grundpfeilern nicht zu machen. Wenn jeder tun und lassen kann was er will, so kann eben nicht die Rede von Chancengleichheit sein. Das Argument vieler Liberaler “Wenn sich jeder um sich selbst kümmert, dann ist jedem geholfen” ist als zynisch zu bezeichnen. Es ist utopisch, dass sich ein Gleichgewicht einpendeln wird, wenn man einfach nur sagt “macht mal, jedes ist seines Glückes Schmied”. Die Ressourcen, konkret die Einkommen sind dermaßen ungleich verteilt, dass nicht jeder von sich aus und aus eigener Kraft “seines Glückes Schmied” sein kann. Denn um sein Glück zu schmieden, braucht man eine Grundausstattung mit Werkzeug, Schmiedehammer und natürlich die Schmiede.
Gefälschter Armutsbericht
Hartz IV – wo bleibt die gesellschaftliche Verantwortung?
In einer Gesellschaft, in der die Fähigkeit, die eigene Leistung gegen Geld zu verkaufen, über allem steht, bleibt jenen, denen das nicht gelingt, nur ein Leben als gesellschaftlicher Außenseiter. Menschen, die von Hartz IV leben, sind nicht nur mit dem harten existenziellen Kampf ums Überleben mit zu wenig Geld konfrontiert, sondern auch mit der gesammelten gesellschaftlichen Verachtung, die sie trifft. Hartz IV ist in den Augen der Allgemeinheit nämlich kein Schicksal – sondern in den meisten Fällen eigenes Verschulden. Die Folge sind Menschen, die sich ihrer Armut schämen, anstatt wütend auf eine Gesellschaft zu sein, die sie zu diesem Schicksal verdammt.
Netzwerk Wohnen – Architektur für Generationen
Auszug aus dem Text des DAMs zur Ausstellung:
»Die Alterung der westlichen Gesellschaft stellt die Industrienationen vor große Herausforderungen in sozialer und architektonischer Hinsicht. Der Wunsch nach Selbstständigkeit in den eigenen vier Wänden steht dabei für die Generation 60Plus im Vordergrund. Die Ausstellung zeigt Wohnungsbauten aus Europa und der Welt, die diesem Anliegen nachkommen. Der Besucher erhält einen Überblick an Wohnformen vom spektakulären Einfamilienhaus bis zum gemeinschaftlichen Mehrfamilienhaus mit Nachbarschaftshilfe.«
Nach dem Ausstellungsbesuch möchten wir alle herzlich in die Räume der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen, Niddastraße 64, Dachgeschoss [Aufzug ist vorhanden], zur Nachbesprechung der Ausstellung bei Kaffee und Kuchen einladen.
Über eine verbindliche Anmeldung bis zum 15. Mai 2013, Mittwoch, telefonisch unter: 069 9592 909 13 oder Mail: claudia.krams@dielinke-fraktion.frankfurt.de, würden wir uns sehr freuen.
Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen – mit Unterstützung der Fraktion DIE LINKE. im Römer
Ausstellung / Kultur
18.05.2013 | 12:45 Uhr bis 16:00 Uhr
Rosa Luxemburg Stiftung, Frankfurt/Main
Mit Dieter Storck, Dominike Pauli u. a.



