Archiv für Juli 2011
Israelis protestieren gegen den Sozialabbau und für den Zusammenhalt
Es ist beeindruckend, wenn in einem solch kleinen Land wie Israel, mehr als 130.000 Menschen auf die Straße gehen um gegen soziale Kürzungen und neoliberale Politik zu demonstrieren! Die soziale Ungerechtigkeit in Israel ist nicht so dramatisch wie in den Nachbarländern Ägypten oder Jordanien, doch auch in Israel ist es schwer diese Ungerechtigkeit nicht zu erkennen.
Manche Vorstädte Tel Avivs gleichen den Vorstädten Kairos oder Ammans, mit ihren herunter gekommenen Häusern, den engen Gassen und den bettelnden Menschen. Nun aber erheben sich die Menschen in Tel Aviv, Haifa, Jerusalem, Nazareth, Um El Fahem und in den anderen großen Städten.
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Keine Zigaretten, kein Alkohol, keine Musik – Scharia-kontrollierte-Zonen?!
Die deutschen und auch die europäischen Medien berichten häufig von den Wahabiten, einer fundamentalistischen Glaubensrichtung des Islams. In Deutschland wird in diesem Zusammenhang besonders über Pierre Vogel/Abu Hamza berichtet, einen Anhänger des Wahabitentums. Er ist allerdings einer der Wenigen in Deutschland, die den Islam fundamentalistisch auslegen wollen und hat wenig Einfluss unter den Muslimen. In London dagegen scheint der Wahabitismus auf dem Vormarsch zu sein!
Viertel in denen Alkohol, Musik, Zigaretten und freizügig gekleidete Frauen verboten sind, kannten wir höchstens aus Afghanistan oder Saudi-Arabien, nun sollen solche Viertel auch in London entstehen. Als liberaler Blogger, der die Rechte der Religionsfreiheit verteidigt wenn es nur geht, die Meinungsfreiheit als eines der höchsten Güter unserer Gesellschaft ansieht und Toleranz zu den Grundwerten einer gesunden Demokratie zählt, packt mich das blanke Entsetzen, wenn ich über solche Versuche lesen muss!
Scharia in London? Diesen Beitrag weiterlesen »
Ein Kind, das am Hunger stirbt, wird ermordet
“Nicht die kenianischen Zollbehörden sind schuld, wenn die UN erst heute – viel zu spät für viele Hungernde – die ersten Luftbrücken in die Hungergebiete in Ostafrika einrichtet. Vielmehr haben die westlichen Regierungen, wie auch die Bundesregierung, monatelang tatenlos zugeschaut, wie sich diese Katastrophe anbahnte”, so Niema Movassat, Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung angesichts der größten Dürreperiode seit 60 Jahren, die mehr als 11 Millionen Menschen am Horn von Afrika in die Hungersnot führt. Movassat weiter:
„Selbst jetzt handelt die Bundesregierung noch zögerlich und viel zu unentschlossen. Wenn Bundesminister Dirk Niebel (FDP) die deutsche Hilfe – bis dato gerade einmal 30 Millionen Euro – bei Sterberaten in Somalia von 22 Prozent und mehr als ‚gezielt und bedarfsangemessen‘ bezeichnet, dann ist das zynisch. Wenn der Afrika-Beauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke (CDU), sagt, die Bundesregierung werde es ‚nicht zulassen, dass dort Menschen sterben, wenn es wirklich nur am Geld liegt‘, dann hat er offensichtlich übersehen, dass das Sterben in der Region schon lange begonnen hat, bevor das erste Geld aus Deutschland floss und die bisherigen Zusagen noch immer viel zu gering sind. ‚Ein Kind, das am Hunger stirbt, wird ermordet‘, so hat es Jean Ziegler in seiner verbotenen Salzburger Rede genannt. Bei gleichbleibender Sterberate wären in Somalia laut UN in 16 Monaten alle Kinder tot. Diesen Beitrag weiterlesen »
Die Moslems warn´s !
„Ich sah, wie Menschen erschossen wurden. Ich versuchte, so still wie möglich zu sitzen. Ich versteckte mich hinter ein paar Steinen. Ich sah ihn einmal, nur 20, 30 m von mir entfernt. ‚Ich dachte, jetzt bin ich dran,’“ berichtete der junge Überlebende einem Reuters-Reporter. „Ich dachte an alle Menschen, die ich liebe.“
Und das ist der Moment, mit all seinen politischen Dimensionen und Schrecken: mehr geht nicht. Junge Menschen – Teenager – werden verfolgt und methodisch ermordet in ihrem bukolischen Sommerlager auf der Insel Utoya in Norwegen. In Gottes Namen, warum?
Das ist die Frage, die wir uns unmittelbar stellen, mit angehaltenem Atem. Warum? Die Frage übersteigt jede Antwort, die wir uns ausdenken. Der Killer Anders Behring Breivik verfolgte natürlich eine Agenda. Die Morde auf Utoya in Verbindung mit den Toten in Zusammenhang mit der Bombe, die er kurz zuvor in Oslo gezündet hatte – 76 Opfer insgesamt – waren explizit politisch motivierte Tötungen; in erster Linie waren sie das Ergebnis eines psychosozialen Knacks in der menschlichen Natur, einer düsteren Befugnis, Böses zu tun im Namen des Guten, die Breivik, der selbsternannte Tempelritter, sich in seinem persönlichen Wahnsinn anmaßte.
Warum? Diesen Beitrag weiterlesen »
Allende wird zu Grabe getragen
Salvador Allende, Vorbild für viele Linke und am 11ten September 1973 ermordeteter Präsident Chiles, wird nun offiziell beerdigt! Allendes Begräbnis wird am vierten September zu Grabe getragen, den Tag an dem er zum ersten marxistischen Präsidenten Chiles gewählt wurde. Nun 41 Jahre später wird der Politiker endlich beerdigt!
“Die Familie des während eines Putsches am 11. September 1973 getöteten Staatschefs gab die Entscheidung bekannt, nachdem der zuständige Untersuchungsrichter Mario Carroza den Abschlussbericht der Untersuchungskommission entgegengenommen und die inzwischen dritte Untersuchung der Reste Allendes beendet hat. Die Tochter des ehemaligen Staatschefs, die sozialdemokratische Senatorin Isabel Allende, erinnerte zudem daran, dass zudem am 4. September 1990 die Überreste ihres Vaters vom Friedhof in Viña del Mar, wo er von den Militärs der Pinochet-Diktatur (1973-1990) anonym vergraben worden war, in die Hauptstadt Santiago umgebettet wurden. Nach der Rückkehr zur Demokratie war dieses Großereignis zugleich die erste offizielle Beerdigung Allendes.” (wie Amerika 21 berichtet)
Mit dem zweiten öffentlichen Begräbnis wolle die Familie “den Kreis an diesem Datum schließen” erklärt Isabel Allende.
Achtung Nazi-Aufmarsch: Freie Kameradschaften marschieren am Samstag im Kölner Zentrum
Der AStA der Uni Köln hat aus antifaschistischen Kreisen erfahren, dass für Samstag, den 30.7.2011 in der Kölner Innenstadt auf dem Domvorplatz freie Kameradschaften eine Kundgebung angemeldet haben. Offenkundig wurde dieser Nazi-Aufmarsch in Absprache mit der Polizei geheim gehalten, um Gegenreaktionen zu verhindern. Bei den freien Kameradschaften handelt es sich um hochgradig gewaltbereite, neonazistische Gruppierungen.
Wir sind schockiert darüber, dass so wenige Tage nachdem in Norwegen ein rassistischer Massenmord stattgefunden hat, hier in Köln gewaltbereite Nazis von der Polizei gedeckt im Stadtzentrum demonstrieren dürfen.. Besonders schlimm ist, dass dies auch noch vor der Öffentlichkeit geheim gehalten wird.
Antifaschistische Gruppen rufen für 14:30 Uhr zu einer Gegendemonstration auf. Treffpunkt ist auf dem Bahnhofsvorplatz. Bitte weiterverbreiten.
Der neue Rechtsextremismus – wir nennen ihn Rechtspopulismus!
Der Kampf gegen Rechtsextremismus ist ein Kampf, den wir alle führen müssen. Doch wenn wir diesen Kampf gewinnen wollen, dann müssen wir zuerst einmal definieren, was den Rechtsextremismus heute ausmacht. Der Rechtsextremismus lässt sich nicht mehr erkennen an Springerstiefeln, Glatzen und dem Hass auf Juden. Es ist schon schwierig zu sagen “der Rechtsextremismus”, denn seine Facetten sind so vielseitig.
Wir wollen die NPD verbieten und die Autonomen Nationalisten von den Straßen verbannen, zwei vollkommen sinnvolle Ideen. Aber diese beiden Gruppen werden nicht akzeptiert von der Masse der Gesellschaft und von den Medien erst recht nicht, sie sind nicht unser größtes Problem.
Unser größtes Problem sind die sogenannten Rechtspopulisten, Gruppen die Geert Wilders anhimmeln, den Koran verbieten wollen und die Islamisierung Europas stoppen wollen.
Rechtspopulist oder Rechtsextremist?
Die sogenannten Rechtspopulisten unterscheiden sich von den Rechtsextremisten. Sie unterscheiden sich in ihrem Auftreten, die Autonomen Nationalisten und die Nationalen Sozialsten, sie wirken aggressiv und wollen Angst schüren, die Rechtspopulisten versuchen dagegen den Biedermann zu spielen, geben sich bürgerlich und würden in der Masse nicht auffallen.
Die Rechtspopulisten geben vor die Demokratie schützen zu wollen, welche nach ihrer Auffassung durch den Islam und nicht durch sie bedroht wird. Bei ihrem Einsatz für den “Schutz der Demokratie” und “unserer Rechte” wollen sie Linken und Muslimen den Mund verbieten und verhindern, dass diese sich äußern. Ihr Einsatz für europäische Traditionen gilt nur, solange sie davon profitieren. Die Meinungsfreiheit ist ein Gut, dass sie verteidigen wollen, allerdings nur für ihre Anhänger, für Muslime gilt dies nicht. So will der bekannteste Rechtspopulist, Wilders, den Koran verbieten und Millionen Menschen ihrer Religion, ihres Glaubens und ihrer Freiheit berauben und zwar im Namen der Demokratie!
Die Rechtsradikalen sind in diesem Punkt “ehrlicher”, sie behaupten nicht von sich, dass sie mit unserem System einverstanden wären oder diese Werte verteidigen wollen, sie sagen offen, dass sie Rassisten sind und die Rechte nicht für alle gelten sollten!
Begriffe anders deuten
Rechtspopulisten und Rechtsextremisten unterscheiden sich auch bei der Auswahl ihrer Freunde und ihrer Feinde. Während der klassische Rechtsextremist die USA, Israel und die BRD verteufelt, da sieht der Rechtspopulist in all diesen seine Freunde und wählt lieber den Muslim und die ganze islamische Welt, sowie die sogenannten “Gutmenschen”, also Menschen, die sich für eine gerechtere und freiere Gesellschaft einsetzen, als Feind!
In einem sind sich Rechtsextremisten und Rechtspopulisten einig, sie hassen Menschen auf Grund ihrer Einstellung, ihrer Werte, ihrer Herkunft und ihrer Religion.
Vorgehen gegen Rechtspopulisten!
Das Polizei und Staat, sowie Parteien und Bürger gegen Rechtsextremisten vorgehen ist bekannt, ein Vorgehen gegen die Rechtspopulisten ist leider sehr selten. Aber können wir es wirklich tolerieren, wenn nun gegen Muslime gehetzt wird, diesen jede Freiheit abgesprochen wird und ihnen keine Rechte mehr zugestanden werden?
Rechtspopulisten und Rechtsextremisten unterscheiden sich, doch die deutlich größere Gefahr geht von den Rechtspopulisten aus. Mit ihrer Kritik an den angeblich asozialen Migranten und den so intoleranten Muslimen, versuchen sie sich als Liberale oder Konservative darzustellen, die uns beschützen wollen. Ihre Kritik stößt auf Zustimmung, denn der Zorn auf Migranten ist verbreitet in ganz Europa.
Wenn wir nun konsequent gegen Rassismus und Intoleranz vorgehen wollen, dann müssen wir den Rechtspopulisten als das erkennen was er ist, ein Extremist und zwar ein Rechtsextremist. Er unterscheidet sich äußerlich, doch der Hass ist der Gleiche, die Zielgruppe eine andere! In unserem Kampf gegen Rechts dürfen wir nicht halt machen vor den Biedermännern, die uns vor dem Islam schützen wollen, wir müssen genau über diese aufklären und verbreiten, für was sie stehen.
Wir dürfen es nicht dulden, wenn sie andere Menschen beleidigen und ihnen ihre Rechte absprechen! Es ist ein Grundrecht seine Meinung zu äußern, wenn sie keinen anderen beleidigt oder diskriminiert.
Der Kampf gegen Rechtsextremismus, er beginnt bei den Rechtspopulisten, denn ihre Worte ziehen heute die Massen an, Wilders und die Niederlande sind das beste Beispiel, wie erfolgreich die Hetze gegen Muslime sein kann.Wenn wir uns für eine Welt ohne Rassismus einsetzen wollen, dann dürfen wir nicht die Augen verschließen vor der wirklichen Gefahr, es macht keinen Unterschied gegen welche Religion oder welches Volk gehetzt wird, Rassismus ist und bleibt ein Verbrechen, vor dem wir nicht die Augen verschließen dürfen!
Dies ist der fünfte Teil der Reihe “Glauben an den Fortschritt”!
NaturFreunde kritisieren geplanten Uranabbau in Tschechien
Dass die Uran-Industrie in der Tschechischen Republik den Abbau von Natur-Uran massiv ausweiten möchte, ist ein energiepolitischer Irrweg. Die tschechische Regierung geht energiepolitisch den falschen Weg, wenn sie eine positive Energiezukunft mit der Atomenergie sucht. Und sie vergibt Chancen am Arbeitsmarkt: Schließlich wurden im Bereich der regenerativen Energieerzeugung in Deutschland mehr als 300.000 zukunftsfähige Arbeitsplätze alleine in den letzten Jahren geschaffen.
In der Tschechischen Republik werden rund 110.000 Tonnen Uran vermutet. Allein in Nordböhmen, Westmähren und der Umgebung der mittelböhmischen Stadt Přibram gibt es ergiebige Uranvorkommen mit einem Uranerzanteil von etwa 0,1 Prozent. Die Uran-Industrie hat nun ihr Interesse angemeldet – zum Vorteil ihrer Profite und zum Nachteil von Mensch und Natur in den potenziellen Abbaugebieten. Diese liegen nur wenige Kilometer von der bayerischen und sächsischen Grenze entfernt liegen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Kundgebung gegen „Pro Köln/NRW“ – Dem Rechten Terror seinen ideologischen Nährboden entziehen
Der Mörder von Norwegen kam nicht aus dem Nichts, sondern aus der Szene europäischer Multikulti-Hasser und Islamfeinde. Er war aktiv in verschiedenen islamfeindlichen Blogs und bis 2006 Mitglied und Funktionär der rechtspopulistischen “Fortschrittspartei”, die das norwegische ideologische Pendant zu den “Pro”-Gruppierungen und anderen rechtspopulistischen Politiker/innen und Medien in Deutschland darstellen.
Sie alle vereint die Hetze gegen den Islam und seine Anhänger und die Wahnvorstellung, dass Moslems das christliche Abendland “überrennen” wollen. Ferner wenden sie sich gegen Homosexuelle, eine mulitkulturelle Gesellschaft und alles was in ihren Augen Links ist. Ihre Politik ist nationalistisch, ausländerfeindlich und ultra-konservativ, manchmal auch christlich fundamental. Sie versuchen ein Klima der Angst zu schaffen und sie haben Erfolg damit. Im benachbarten europäischen Ausland erzielen die Rechtspopulisten Wahlerfolge und haben Regierungsstatus. Auch in Köln zogen sie mit tausenden Stimmen in den Stadtrat ein. Diesen Beitrag weiterlesen »



