Archiv für November 2009
Das Übel auf den Punkt bringend: Silvio…
Wem dieser Name nicht bekannt sein sollte:
Silvio Berlusconi ist aktuell der italienische Ministerpräsident, zum dritten Mal insgesamt. Ihm gehören über seine Holding “Fininvest” die einzige große, national übertragene, private Sendergruppe im italienischen Free-TV “Mediaset” mit drei Kanälen, unter anderem das größte Verlagshaus Italiens “Mondadori”, welches große Tageszeitungen, Zeitschriften und Bücher produziert und vertreibt und welchem Radiosender angehören, die Versicherungsgesellschaft “Mediolanum” und der Fußballclub “AC Milan”.
Mit dieser medialen Präsenz und Alleinherrschaft seit nunmehr 1978, also über 30 Jahren, hat er ein willenloses, mediengläubiges Wählervolk geschaffen, welches ihn trotz aller Krisen Italiens (Spaniens BIP ist größer als Italiens geworden, Italien ist international irrelevant geworden), seiner persönlichen Affären (ungeklärte Finanzierung seiner Anfänge, Verstrickungen mit der Mafia, die Freimaurerverbindung “Propaganda Due (P2)”, welche in den 70er Jahren eine kriminelle politische Verschwörung tarnte, die Gründung von Mediaset im Gegensatz zur damaligen Rechtslage, die ungeklärten Gründe für sein politisches Engagement, u.a. wird vermutet, dass Fininvest in Finanznot war, als sich Berlusconi zu diesem Schritt entschied, verschiedene Gerichtsverfahren und ihre entsprechenden Gesetze zur Abwendung des Gerichtsurteils, die Frage der Unwählbarkeit, weil er staatliche Konzessionen – in diesem Fall die TV-Übertragungsrechte – erhalten hatte, der Interessenkonflikt zwischen dem Politiker Berlusconi und dem Unternehmer Berlusconi, um nur einige wenige zu nennen…) und seiner Sexescapaden (Huren in seinen Privat- und Dienstvillen, Unrechtmäßige Nutzung von staatseigenen Flugzeugen für eben diese Prostituierten, Ehebruch…) weiter wählt.
In jedem Land der Welt wäre dieser Mensch im Knast oder zumindest nicht in der Politik! Nur in Italien hält sich dieser Schwerverbrecher (verklagt mit anschließender Amnestie wegen Meineids im Fall der P2 und Bilanzfälschung beim Ankauf von Grundstücken, Freispruch wegen Verjährung bei drei Schmiergeldzahlungen an die Finanzpolizei, Bilanzfälschung, Richterbestechung in zwei Fällen und Schmiergeldzahlungen an den ehemaligen Ministerpräsidenten Bettino Craxi, Freisprüche aus Mangel an Beweisen in Fällen von Schmiergeldzahlung, Richterbestechung und Bilanzfälschung in zwei Fällen, laufende Untersuchungen wegen Steuerhinterziehung in Spanien, Schmiergeldzahlungen, TV-Rechten, Bilanzfälschung, Steuerbetrug und Veruntreuung) mit seiner Partei “Popolo delle Libertà (PdL)” in einer Koalition mit den rechtspopulistischen Nordseparatisten der “Lega Nord” und den Südseparatisten des “Movimento per l’Autonomia” an der Regierung, tyrranisiert die Justiz, beleidigt ehrliche und engagierte Richter und Staatsanwälte als Kommunisten und Kriminelle, manipuliert den freien Informationsfluss in den italienischen Medien und bedrängt die letzten freien Zeitungen wie die “La Repubblica” durch juristische Maßnahmen.
Es ist ein dreckiges, undurchsichtiges System der Vetternwirtschaft und der Lobbys, in welchem sich Italien bewegt, welches jährlich Milliarden verschlingt und bestens mit der Mafia vernetzt ist. Und leider gilt das oder galt das zumindest bis vor wenigen Jahren für alle Parteien, auch die linken. Italiens Linke hat sich, ähnlich wie in Frankreich, selbst verstümmelt und hat nicht die Kraft und das Konzept einen guten Kandidaten mit einem guten Programm ins Rennen zu schicken. Der sozialdemokratische “Partito Democratico (PD)” sollte der Gegenpol zu Berlusconis PdL sein, denn die Kommunisten sind bei knapp 5% und nicht ernstzunehmen, doch schafft die Partei es noch nicht einmal eine Legislatur an der Regierung zu bleiben, wie der Fall der unglücklichen ehemaligen Ministerpräsidenten Romano Prodi vor Augen führt, der in seiner zweiten Legislaturperiode von 2006 bis 2008 über eine Korruptionsaffäre der Partei seines damaligen Justizministers stürtzte.
Das muss man wissen, um zu verstehen, wie Italiener in den Augen der Welt so dumm oder doch zumindest blauäugig sein konnten, diese Witzfigur mit kriminellen Verstrickungen drei Mal zu wählen, doch immerhin hat er es geschafft, die Legislaturperiode zu überstehen.
Wenn er an der Macht war, blieb die Regierung zumindest über 4 Jahre im Amt! Das ist viel wert in einem Land, das von politischen Skandalen in den 90er Jahren zerrüttet wurde und welches durch diese Skandale (“Mani pulite”, Korruption, Schmiergeld, etc.) seine gesamte politische Kaste erneuern musste und dementsprechend unsicher und instabil ist.
Jeder Auslandsitaliener und jeder politisch interessierte Italiener kann sich über die “Repubblica”, ähnliche Zeitungen oder das Internet frei informieren, doch die absolute Mehrheit der Italiener, wie im übrigen in jedem Land der Welt, ist nicht so politisch gebildet und glaubt dem Fernseher und dort kontrolliert Berlusconi als Unternehmer die drei wichtigsten Privatsender und als Ministerpräsident die drei Staatssender der “RAI”.
Es gibt so viel schlechtes über ihn zu berichten, doch das soll erstmal reichen.
Gibt es einen Ausweg aus diesem Sumpf? Gibt es eine Hoffnung auf Besserung?
Die Lichtschimmer gibt es wie überall, doch sind sie nicht vielversprechend.
Die ehemals faschistische “Alleanza Nazionale (AN)”, welcher die Enkelin des Duce Alessandra Mussolini früher vorsaß und ebenfalls an der Regierungskoalition beteiligt ist, konnte unter Gianfranco Fini sehr stark nach links rücken und sich das Profil einer sozialistischen, gerechten und von Berlusconis Machtspielen und -demonstrationen unabhängigen Partei erkämpfen, doch diese Entwicklung ist neu und es wird sich zeigen müssen, inwiefern Fini S.B. wirklich Paroli bieten will und kann oder es eher Parteipolitik ist, sich etwas zu profilieren, doch nicht wirklich zu stören.
Weiterhin ist Antonio di Pietro positiv zu erwähnen, welcher mit seiner Bewegung “Italia dei Valori (IdV)” (Italien der Werte), welche jedoch nur 2,3 % erreichte, in die Landesparlamente (Unterhaus und Senat) einzog. Er ist ein ehemaliger Staatsanwalt und maßgeblich an der Aufklärung der Affären um “Mani Pulite”, etc. beteiligt gewesen. Er ist einer der wenigen, denen ich zutraue, eine neue und unabhängige Politik zu machen.
Zugegebenermaßen sind das Strohhalme gegen die ausufernden Probleme des Landes, doch wenn sonst nichts bleibt, so weiß der Italiener sich mit einer Mischung aus Desinteresse und Steuerhinterziehung selbst zu verhelfen oder “ci s’arrangia”, wie der Italiener es ausdrückt.
Abschiebung der Roma in den Kosovo
Die Geschichte der Roma lief ähnlich ab, wie die der Juden, sie wurden immer nur verfolgt und mussten immer wieder ihre Wohnsitze aufgeben und flüchten, doch der Rassismus gegenüber den Roma ist nicht zurückgegangen, obwohl sie auch unter dem NS-Regime verfolgt worden, entweder weil die Zahlen der Toten nicht so erschreckend waren wie bei den Juden, oder wegen der Gleichgültigkeit der europäischen Zivilbevölkerung, diese Frage wird uns wohl niemand beantworten können.
Laut Unicef werden in Ländern wie Albanien, Bulgarien und Rumänien 20 bis 40 % der Roma-Kinder nicht einmal eingeschult in Bosnien-Herzegowina hingegen sind es sogar 80%, doch diese Zahlen sind noch der harmlose Teil der Geschichte der Romas, 50 Tausend sind insgesamt nach Deutschland geflüchtet vor den Ächtungen im Kosovo und anderen Ländern, doch ein Drittel von ihnen wird nur geduldet, selbst wenn das Kind in Deutschland geboren wird und die Familie vorbildlich integriert ist droht ihnen jeden Tag die Abschiebung. Polizisten drangen in den letzten Nächten vermehrt in Haushalte von Flüchtlingen ein und sagten ihnen das sie gehen müssen, ihre neue Heimat verlassen müssen, obwohl sie ihre Steuern gezahlt haben, hart gearbeitet haben um sich etwas kleines aufzubauen gewährt der Staat ihnen keinen Schutz, sie können nur noch ein paar Kleidungsstücke packen und müssen aufbrechen, die Wohnungseinrichtung bleibt in Deutschland und gerät in die Hände des Staates, was meiner Meinung nach an Diebstahl grenzt.
Doch was erwartet sie wenn sie wieder in den Kosovo müssen? Ganz sicher nicht das schöne Leben das sie hier in Deutschland genießen, die Albaner werfen ihnen vor, an Völkermorden der Serben beteiligt gewesen zu sein, anderswo wird ihnen vorgeworfen „fahrendes Volk“ zu sein wie man es von früher von Zigeunern kannte, sie werden ähnlich wie die Juden als Diebe, Verräter und Mörder dargestellt, doch niemand schenkte ihnen bisher Aufmerksamkeit.
Im Kosovo angekommen leben sie ihn kleinen Slums welche den Favelas in Brasilien ähneln, jeder zweite hat keine Arbeit, 6-köpfige Familien Leben in einer Wohnung mit zwei Zimmern und wenn sie dort im kleinen Wohlstand Leben, welcher hierzulande als Bitterarm bezeichnet werden würde, dann müssen sie mit der Angst Leben das sie nachts vertrieben werden oder gar getötet.
Doch wie soll eine Familie die den „deutschen Standard“ gewohnt ist plötzlich in Slums zurechtkommen, in einem Land das ihnen völlig fremd ist und wo sie keinerlei soziale Verknüpfungen haben?
Ist es nicht Deutschlands Pflicht sich um Völker zu kümmern die überall in der Welt diskriminiert werden und ihnen einen Schutzraum zu bieten?
Diese Frage stellen sich mittlerweile auch Menschenrechtsorganisation wie Amnesty International, ich denke eine Antwort auf die Frage wie so ein Verstoß gegen die Menschenwürde zu rechtfertigen ist erwarten wir alle!
Koch setzt sich durch, Pressefreiheit und ZDF verlieren!
Schächter hatte gesagt, dass Brender eindeutig der geeignetste Kandidat sei. Er sei sowohl sehr kompetent als auch finanzpolitisch erfolgreich, da er die Haushaltslage des ZDF wesentlich verbessert hat.
Doch die Frage ist, wie es geschehen konnte, dass sich Roland Koch mit seiner Ankündigung, Brenders Vertrag nicht zu verlängern, durchgesetzt hat. Koch hatte schon vor einigen Monaten angekündigt, Brenders Vertragsverlängerung nicht zustimmen zu wollen. Er sagte auch, es habe nichts mit Brenders Integrität zu tun, er denke vielmehr, dass es geeignetere Kandidaten gebe. Auch einige andere Unionsmitglieder waren von Brender nicht sehr angetan, da sie diesen als unberechenbar ansahen.
Koch jedoch, als eines der Mitglieder des Verwaltungsrates, war die treibende Figur in diesem Spiel. Er hielt Reden gegen Brender, die zeigten, wie sehr er diesem doch abgeneigt war. Doch war er nicht der einzige! Auch der ehemalige CSU-Chef Stoiber und Schröder hatten sich schon über ihn beschwert, da sie mit ihm nicht einverstanden waren.
Nicht einverstanden mit Brenders Ablösung ist dagegen Kurt Beck, welcher keinen Grund sieht, Brenders Vertrag nicht zu verlängern. Er ist der Ansicht, dass von Seiten Kochs kein stichhaltiges und glaubhaftes Argument gegen Brender vorgebracht worden sei.
Was man sich eigentlich fragen müsste ist, wie es dazu kommen kann, dass Politiker einen derartigen Einfluss auf diese Medien haben, die doch unabhängig sein sollten. Wie unabhängig kann eine Person sein, welche auf ausdrücklichen Wunsch eines Politikers oder einer Partei ihren Posten erhält? Sollte das Fernsehen nicht unabhängig sein von der Politik? Eine objektive Meinung ist sicherlich einfacher zu vertreten, wenn keine Politiker im Verwaltungsrat sitzen oder anderweitig Einfluss nehmen können.
Milli Görüs – Ein Verein, eine Ideologie, eine blutige Geschichte
“Milli Görüs” heißt auf deutsch “Nationale Sicht” und dieser Verein ist eine islami(isti)sche Organisation, die den Islam als ein politisches Instrument nutzt und dadurch steht der eigentliche Islam mit seiner Offenheit nicht im Vordergrund, sondern der Islam, wie er in den Medien dargestellt wird: Konservativ, abweisend gegenüber anderen Religionen, anti-demokratisch etc.
Zu dieser Aussage möchte ich hinzufügen, dass diese aktive islam(isti)sche Bewegung einer der Hauptakteure bei den Prognomen gegen Aleviten waren. Sie mobilisierten Sunniten und forderten diese auf, “ungläubige Aleviten” umzubringen (Massaker von Corum und Maras 1978, Brandanschlag in Sivas: Hotel Madimak wird terrorisiert , 37 Aleviten kamen ums Leben).
“Milli Görüs” war auch für seine judenfeindliche Aussagen bekannt, von denen sich zwar der Vorstand distanzierte, jedoch mobilisiert die Basis weiterhin gegen Juden.
Heute wird dieser Verein vom Verfassungsgericht beobachtet und es droht eine Schließung. Im gegenzug dazu sieht sich “Milli Görüs” innerhalb einer demokratischen Gesellschaft ausgeschlossen und verweist auf die Meinungsfreiheit.
Ist es nicht suspekt, dass eine anti-demokratische Organisation versucht von der Demokratie zu profitieren?
Ich finde es auch fragwürdig wieso “Milli Görüs”, als eine “islamische” Organisation, sich nicht für den Frieden in der Türkei einsetzt. Sie forderte auf ihrer letzten großen Versammlung in der Türkei den Demokratisierungsprozess zu beenden und nicht die türkisch-islamischen Werte zu verletzen. Nun wäre es legitim, nicht mehr in Frage zu stellen, ob es sich hierbei um eine islamische oder islamistische Organisation handelt. Ich werde im weiteren Verlauf auf die Klammern verzichten und werde von einer islamistischen Organisation ausgehen!
Der Islam setzt sich doch für Frieden und Wohlstand ein und nicht für einen Staat der unterdrückt und seinem Volk diktiert, was es zu tun hat.
Wenden wir uns nun von ihrer religiösen Ansichten ab und kümmern uns um die Integrationsarbeit dieser Organisation.
Man könnte eigentlich “Milli Görüs” vorwerfen, warum die türkische Jugend sich als Nationalisten und Islamisten ausgeben. Es werden auch Tagungen veranstaltet, wo nur auf die Missstände der westlichen Staaten aufmerksam gemacht wird. Natürlich haben sie ein Recht dazu, jedoch werden hierbei andere Intentionen verfolgt: Die Jugend soll in dem Konflikt zwischen der westlichen und islamischen Welt mobilisiert werden.
Leider ist dies ein Beweis, wie leicht es ist mit Vorurteilen Menschen aufeinander zu hetzen. Wir sollten aufhören übereinander zu reden… Wie wäre es mal miteinander zu reden?
Osmosekraftwerk – Eine neue Form der natürlichen Energiegewinnung
Der Prozess der Stromgewinnung ist dabei sehr einfach erklärt: Ein Behälter wird mit Süßwasser und Salzwasser gefüllt. Das Süß- und Salzwasser wird dabei mit einer Hightech-Membran voneinander getrennt. Diese verhindert, dass die Salzmoleküle zum Süßwasser wandern, da sie nur wasserdurchlässig ist. Folge: Da das Salz nicht zum Süßwasser kann, kommt das Süßwasser eben zum Salz. Ein Phänomen aus der Natur, genannt Osmose. Durch Osmose steigt dann der Druck im Salzwasserbereich. Dieser Wasserdruck wiederum treibt eine Turbine an, die den Strom erzeugt.
Nach 10 Jahren intensiver Forschungsarbeit in Laboren ist das Kraftwerk im norwegischen Hurum dabei allerdings nur eine Pilotanlage, es dient vor allem Forschungszwecken. Der hier erzeugte Strom reicht gerade mal für den Betrieb einer Kaffeemaschine aus.
Das Potential der Osmose-Technik ist jedoch sehr groß. Es gibt keinerlei Emissionen und Orte, an denen ein Fluss ins Meer mündet, findet man beinahe überall auf der Welt. Dies ist die einzige Bedingung für den Bau eines Kraftwerks, da dadurch die ständige und kostenlose Versorgung mit Salz- und Süßwasser gedeckt ist.
Die Forscher erhoffen sich von der neuartigen Technik viel. Stein Erik Skilhagen, Projektleiter des Kraftwerks in Hurum, sagt, in Zukunft könne man die Hälfte des Strombedarfs Europas mit Osmosekraftwerken decken.
Bereits für 2015 ist das erste kommerzielle Osmosekraftwerk geplant, das 20-25 MW Leistung erzielen und damit rund 10-20.000 Haushalte mit Strom versorgen soll.
Neue EU-Führung – wird sie überzeugen?
Van Rompuy, der neue EU-Ratspräsident, ist der ehemalige Ministerpräsident Belgiens. Er sieht sich als ein Mann des Ausgleiches und wünscht sich, dass jedes Land aus den Verhandlungen innerhalb der EU erfolgreich hervorgeht. Van Rompuy gehört dem christdemokratischen Lager an und wird besonders von Merkel und Sarkozy gelobt, die sich den Vorwurf anhören mussten, sie hätten Van Rompuy und Ashton nur gewählt, um nicht noch mehr starke Persönlichkeiten in der EU neben sich zu haben.
Ashton, dagegen stammt aus Großbritannien und wird dem Lager der Sozialdemokraten zugeordnet. Sie war ein Jahr lang EU-Kommisarin und wird nun Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik.
Ashton muss in ihrem Amt noch vom EU Parlament bestätigt werden, wobei die Zustimmung schon sicher scheint, da sich Christ- und Sozialdemokraten nach inoffizielen Angaben auf die Verteilung der Posten verständigt haben.
Ashton wird ein Bereich vertreten müssen, der besonders während des Irakkrieges durch unterschiedliche Meinungen auffiel, da die jeweiligen Nationen unterschiedliche Haltungen verkörperten und sich nicht einigen konnten.
Ob beide ihre Ämter würdig vertreten können, ist zum jetztigen Zeitpunkt nicht gewiss. Während die Staatschefs ihre Wahl begrüßten und sowohl Sarkozy als auch Merkel ihre Wahl als Beginn einer neuen und besser zusammenarbeitenden EU sehen, kommt besonders von den Grünen und Linken Kritik, da diese sich starke Kandidaten gewünscht hatten, die auch ausserhalb der EU bekannt sind und somit der EU mehr Einfluss bringen und sich besser für Frieden und Gerechtigkeit einsetzten könnten, da ihr Wort mehr Gehör fände. Einige Mitglieder der Grünen beschrieben die neue EU-Führung als glanzlos und Schwächung der Institutionen der EU.
Wie es sich allerdings entwickeln wird, kann jetzt noch nicht gesagt werden. Hoffen sollte man jedoch, dass die EU gestärkt und mit einer einheitlicheren Meinung auftritt.
Ihr Amt antreten werden beide am 01.12.2009., wenn Ashton vom Parlament vorher gewählt wird.
Die Mappus Show
In Baden-Wüttemberg gibt es eine Welle von neuen Spitzenkanditaten für die Landtagswahlen 2011: In der CDU rückte der Erzkonservative Stefan Mappus für den neuen EU-Kommissar Oettinger auf, die SPD beglückt sich mit dem neuen Hoffnungsträger Nils Schmid und die Grünen setzen auf ihre neue Doppelspitze Daniel Mouratidis und Petra Selg.
Wie man bemerkt, agierte in fast jeder Partei ein sehr berühmter Satz:
“Bäumchen rüttel dich und schüttel dich, wirf Gold und Silber über mich!”
Schade nur, dass man bei Mappus nicht von Gold und Silber reden kann, eher von Pech!
Er gilt als ein Erzkonservativer Politiker, der am liebsten die Frau vor dem Herd hätte, oder eine Schule, bei der man jeden Tag mit der deutschen Nationalhymne beginnt. Doch kümmern wir uns mal um die populistischen Aussagen von Mappus:
1.”So wie der Osten sich jahrelang auf unsere Solidarität verlassen konnte, so ist es jetzt wichtig, dass das wichtige Transitland nicht im Investitionsstau stecken bleibt.”
Mit entsetzen nehme ich solche Sätze immer entgegen, jedoch wurde dieser Satz in den letzten Wochen zu oft erwähnt! Mag sein, dass man Investitionen in Straßenbau auslassen kann, aber dies muss nicht heißen, die Solidarität “mit dem Osten” zu vernachlässigen!
2. “Die Linke ist ein Erben des Stalinismus und man kann sie als linke Selbstfindungstrupps ansehen. (…) Das kann man wahrlich nur im Rausch ertragen!”
Wie bitte? Ein Erben des Stalinismus? Dann kann man doch die CDU als ein Erben der NSDAP sehen, da auch dort alte NSDAP Mitglieder integriert sind. Abgesehen von der typischen Haltung der CDU gegenüber der Linke, fällt auch die populistische Wortwahl auf: “(…)nur im Rausch ertragen!” Sowas erwartet man doch von Herrn Meyer von nebenan und nicht von einem Landtagskandidaten. Die CDU ist doch immer die Partei, die sich für alte Werte einsetzt- Sowas versteht also die CDU unter alten Werten!
Bleiben wir bei den alten Werten und beschäftigen wir uns mit der nächsten Aussage:
3. “Bei uns gibt es sie wirklich, die tatkräftige, tüchtige Hausfrau” Sind etwa arbeitende Frauen nicht tüchtig? Sind arbeitende Frauen nichts Wert? Ich könnte mit euch wetten, dass Frau Mappus eine Karrierefrau ist und sich ganz bestimmt nicht zu Hause einschließen lassen würde.
Zum Schluss möchte ich auf etwas aufmerksam machen: Mappus erinnert mich mit diesen Aussagen an einen bestimmten Diktator der deutschen Geschichte… Meiner Meinung nach sollte die Baden-Wüttemberg-CDU auf die wahren christlichen Werte setzen, nicht auf nationalistische und ultra-konservative Werte.
Norwegen, das Land in dem es sich lohnt zu leben.
Deutschland liegt in dieser Studie nur auf Platz 22 hinter Ländern wie Italien und den USA. Deutschland hat somit noch einiges aufzuholen und die Situation der hier lebenden Bürger zu verbessern, dennoch geht es den Bürgern hier besser als fast überall auf der Welt.
Schwarz-Gelb? "Voll Out!"
Schwarz-Gelb zu wählen wird langsam “uncool”, denn immer mehr CDU- und FDP-Wählerinnen und Wähler erkennen, dass diese Parteien keine Wohlfahrtsorganisationen sind, so wie sie sich immer gaben. In den vergangenen Beiträgen dieses Bloggs, wurde schon des Öfteren Kritik an beiden Parteien ausgeübt, daher möchte ich mich auch nicht wirklich auf diese Parteien beziehen. In diesem Artikel möchte ich jedoch etwas hervorheben: So wie diese Koaltion ziemlich viele Reformen in Frage gestellt haben, stellen nun auch ihre Wähler ihre Stimmen in Frage.
Aus meiner Altersgruppe kann ich darauf hinweisen, dass die kleine Minderheit, die sich für Schwarz-Gelb ausgesprochen hatte, dies nun bereut. Meiner Meinung nach ist dies nicht wirklich bewundernswert. Das gleiche würde ich doch auch machen, wenn meine Partei zu gibt, keine bestimmten Intentionen zu haben.
Diesen Trend kann man auch in NRW verfolgen. Demnach sanken die potentiellen Wählerstimmen für die CDU. Durch diesen Verlust, könnte eine Schwarz-Gelbe-Koalition nicht wieder zu stande kommen.
Aula 1-Symbol für eine Generation
Deswegen möchte ich allen, die sich am Streik beteiligt haben und noch beteiligen sagen, dass ihr das Richtige tut. Dabei wende ich mich vor allem an die Schüler, die mitgegangen sind, trotz der Drohung der Schulen, unentschuldigte Fehlstunden anzurechnen. Sie wollen nicht verstehen, dass man für seine Überzeugung kämpfen muss, dass man sich gegen die Politik erheben muss um sie zu verändern, dass man kaputt machen muss, was einen kaputt macht.
Der Kampf ist noch lange nicht vorbei. Gerade in diesem Moment besetzen Schüler/innen und Studenten/-innen aus vielen verschiedenen Städten erfolgreich seit gut 24 Stunden die Aula 1 der Uni Köln. Wann die Räumung erfolgt ist unklar, aber Deutschland kann davon ausgehen, dass wir uns wehren werden.

